Wem gehört die Zukunft?
Nur einer Herkunft
oder allen Herkünften?
Dem traurigen Gesang der Kanonen
oder den weißen Tauben?
All den Enttäuschungen
oder den bitterlichen Hoffnungen?
Den Mauern oder den Brücken?
Ja, wem gehört die Zukunft?
Den Urlaubern auf dem Mars
oder den verzweifelten Abenteurern
zwischen Melilla und Malaga,
zwischen Ceuta und Gibraltar?
Diesen Mietern der Erde,
die unter der Armutsgrenze leben
und auf ein besseres Leben hoffen?
Denjenigen mit goldenen Löffeln
oder denjenigen mit leeren Tellern?
Florence Tsagué A. (Siegen)
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Sonntag, 14. November 2010
Freitag, 16. Juli 2010
Zwischenland
Dort ist meine Vergangenheit,
hier meine Gegenwart
und dazwischen meine Zukunft.
Dort sind meine Erinnerungen,
hier meine Pläne
und dazwischen meine Hoffnungen.
Dort sind meine Wurzeln,
hier meine Träume
und dazwischen mein Glück.
Ich verließ meine Heimat
auf der Suche nach einer Adoptivheimat.
Zwischen Herkunft und Ankunft
suche ich das Zwischenland
für meine Zukunft,
für meine Hoffnungen,
für mein Glück.
© Florence Tsagué Assopgoum, Siegen (Deutschland)
hier meine Gegenwart
und dazwischen meine Zukunft.
Dort sind meine Erinnerungen,
hier meine Pläne
und dazwischen meine Hoffnungen.
Dort sind meine Wurzeln,
hier meine Träume
und dazwischen mein Glück.
Ich verließ meine Heimat
auf der Suche nach einer Adoptivheimat.
Zwischen Herkunft und Ankunft
suche ich das Zwischenland
für meine Zukunft,
für meine Hoffnungen,
für mein Glück.
© Florence Tsagué Assopgoum, Siegen (Deutschland)
Donnerstag, 17. Juni 2010
Viens voir (Gedicht)
Viens voir mon pays
Le pays qui a fait de moi ce que je suis
Je te le montrerai.
Si tu regardes son histoire,
Tu verras les châteaux sur les bords du Rhin
Tu comprendras la vie au Moyen Âge
Tu accepteras les gens du nord comme ceux du sud
Tu verras que nous venons de loin.
Viens voir mon pays,
Tu écouteras Bach et Beethoven et tu liras Schiller
Tu entendras la Lorelei dans sa chanson
Tu verras les enfants jouer au foot
Tu verras dans un ballet les filles danser.
Tu mangeras des saucisses, de la choucroute avec un bretzel
Tu seras avec nous,
Tu feras partie de la fête.
Tu iras voir nos vignobles,
Tu sentiras l’odeur de notre Schwarzwald
Tu viendras faire la fête avec moi.
Nadine Meichsner Liebfrauenschule Bensheim (Deutschland)
Dienstag, 20. April 2010
Du bist mein Bruder, Du bist meine Schwester (Gedicht)
Woher Du auch kommest
Aus Afrika
Aus Amerika
Aus Europa
Aus Asien
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Wer Du auch sein magst
Seiest Du schwarz
Seiest Du weiß
Seiest Du gelb
Seiest Du rot
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Welche Religion Du auch mal treibest
Seiest Du christlich
Seiest Du jüdisch
Seiest Du moslemisch
Seiest Du atheistisch
Seiest Du…, seiest Du…
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Seiest Du reich
Seiest Du arm
Das hat keinerlei Bedeutung
Du bist immer mein Bruder
Du bist immer meine Schwester
Ich spreche nicht dieselbe Sprache wie Du
Du willst mich nicht riechen
Du willst mich nicht sehen
Aber Du bist und bleibst mein Bruder
Du bist und bleibst meine Schwester
Es lohnt sich nicht zu zanken
Es lohnt sich nicht zu kämpfen
Wir müssen uns akzeptieren
Wir müssen uns verzeihen
Wir müssen uns verstehen
Wir müssen uns verbinden
Wir müssen uns lieben
Um EINS zu werden
Diana Dongmo
(Schülerecho von Lybibo, Kamerun)
Aus Afrika
Aus Amerika
Aus Europa
Aus Asien
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Wer Du auch sein magst
Seiest Du schwarz
Seiest Du weiß
Seiest Du gelb
Seiest Du rot
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Welche Religion Du auch mal treibest
Seiest Du christlich
Seiest Du jüdisch
Seiest Du moslemisch
Seiest Du atheistisch
Seiest Du…, seiest Du…
Du bist mein Bruder
Du bist meine Schwester
Seiest Du reich
Seiest Du arm
Das hat keinerlei Bedeutung
Du bist immer mein Bruder
Du bist immer meine Schwester
Ich spreche nicht dieselbe Sprache wie Du
Du willst mich nicht riechen
Du willst mich nicht sehen
Aber Du bist und bleibst mein Bruder
Du bist und bleibst meine Schwester
Es lohnt sich nicht zu zanken
Es lohnt sich nicht zu kämpfen
Wir müssen uns akzeptieren
Wir müssen uns verzeihen
Wir müssen uns verstehen
Wir müssen uns verbinden
Wir müssen uns lieben
Um EINS zu werden
Diana Dongmo
(Schülerecho von Lybibo, Kamerun)
Montag, 1. März 2010
Jeden Tag in Berlin
(dem Goethe-Institut Berlin und Herrn Burkart Encke gewidmet)
Jeden Tag früh oder spät aufstehen
Und den Gastgebern „Guten Morgen“ sagen
Jeden Tag zur U-Bahn Station laufen
Und dieselbe männliche Stimme hören:
„Einsteigen, bitte Zurückbleiben, bitte“
Manchmal einen plötzlichen Musikanten hören
Der für die Fahrgäste ein schönes Stück anbietet
Und dafür auch ein kleines Stück erwartet
Jeden Tag im Goethe- Institut auftauchen
Und den fröhlichen Kommilitonen „Guten Tag“ sagen
Jeden Tag für sein Frühstück Schlange stehen
Und am Ende die nette Stimme der Dame hören:
„Bitte schön. Und der Nächste!“
Jeden Tag Sport treiben
Vom Erdgeschoss bis zur dritten Etage
Und im Raum 2002 endlich seufzen
Jeden Tag eine neue Präpositionenliste bekommen
Und beginnt eine neue Rätsellösung in Gruppen
Jeden Tag Deutsch zu sprechen versuchen
Vor den liebenswerten Lehrern von Goethe
Der unsere heißt Burkart Encke
Evariste Fosong, Berlin , August 2009
Jeden Tag früh oder spät aufstehen
Und den Gastgebern „Guten Morgen“ sagen
Jeden Tag zur U-Bahn Station laufen
Und dieselbe männliche Stimme hören:
„Einsteigen, bitte Zurückbleiben, bitte“
Manchmal einen plötzlichen Musikanten hören
Der für die Fahrgäste ein schönes Stück anbietet
Und dafür auch ein kleines Stück erwartet
Jeden Tag im Goethe- Institut auftauchen
Und den fröhlichen Kommilitonen „Guten Tag“ sagen
Jeden Tag für sein Frühstück Schlange stehen
Und am Ende die nette Stimme der Dame hören:
„Bitte schön. Und der Nächste!“
Jeden Tag Sport treiben
Vom Erdgeschoss bis zur dritten Etage
Und im Raum 2002 endlich seufzen
Jeden Tag eine neue Präpositionenliste bekommen
Und beginnt eine neue Rätsellösung in Gruppen
Jeden Tag Deutsch zu sprechen versuchen
Vor den liebenswerten Lehrern von Goethe
Der unsere heißt Burkart Encke
Evariste Fosong, Berlin , August 2009
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