Welches deutsche Gedicht übersetzt der Google Übersetzer ins Französische mit:
La lune s'est levée
les étoiles dorées arborant
lumineux et clair dans le ciel.
La forêt est noire et silencieuse,
et sort des prairies
le brouillard blanc merveilleux.
und ins Englische mit:
the moon has risen
the golden stars emblazoned
bright and clear in the sky.
The forest is black and silent,
and climbs out of the meadows
the white fog wonderful.
Eine spezielle Software für das Umformen deutscher Texte gibt die zweite Strophe des Liedes so wieder:
Wie ist die Welt so ruhig? und in der Isolierschale so intim und so schön als stille kammer Wo du des Tages heulst sollte verschlafen und vergessen.
Da staunt man, wie gut der Google Übersetzer ist, auch wenn er die Bezeichnung für das kamerunische Fulfulde für Suaheli hält, weil er Fulfulde nicht kennt.
Seine französische Übersetzung überträgt der Übersetzer so zurück ins Deutsche:
Der Mond ist aufgegangen
Die goldenen Sterne prangten
hell und klar am Himmel.
Der Wald ist schwarz und still,
und aus den Wiesen
der wunderbare weiße Nebel.
Eine schöne Hilfe dafür zu erkennen, welche Formulierungen des Gedichts so ungewöhnlich sind, dass sie kaum adäquat ins Französische zu übertragen sind.
Mittwoch, 22. Januar 2020
Donnerstag, 16. Januar 2020
In Afrika steckt viel Potential
"Afrika ist ein spektakulärer Kontinent: Die Landschaft, die Menschen, die vielen Kulturen faszinieren mich. Afrika ist außerdem ein Kontinent, der sich zurzeit massiv verändert. Die Zahl derer, die dort studieren, hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Darin steckt viel Potenzial auch für die deutsche Wissenschaft. Derzeit investieren China und Russland stark in die afrikanische Forschung; traditionell sind Frankreich und Großbritannien dort prominent unterwegs. Die deutsche Wissenschaft und die deutsche Wirtschaft müssen sich dort auch stärker engagieren." (Hervorhebungen von W.B.)
Das sagt Katja Becker. Wer ist Katja Becker? Sie ist die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der einflussreichsten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Wichtig deshalb auch, was sie hinzufügt:
"Die DFG hat die Fördermittel für Afrika in den vergangenen fünf Jahren um 50 Prozent gesteigert. Das allein reicht bei Weitem nicht aus. Die deutsche Wissenschaft muss sich auch besser abstimmen. Es trifft in Afrika auf wenig Verständnis, zu sagen: Hier ist ein Antragsformular für die DFG und hier eines für den Deutschen Akademischen Austauschdienst und hier eine Ausschreibung der Max-Planck-Gesellschaft. Wir sollten gemeinsam auftreten und anstreben, eine Kooperation auf Augenhöhe mit unseren afrikanischen Partnern aufzubauen. Derzeit berät die DFG 15 afrikanische Staaten dabei, wie sie ihre Wissenschaftssysteme weiterentwickeln und etwa ihre jungen Forscher fördern können. [...]
In Wissenschaft zu investieren – und das gilt, glaube ich, generell – ist eines der besten Investments, die wir überhaupt betreiben können. Es zahlt sich am Ende mehrfach aus: durch Forschungsergebnisse, durch Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und durch Vernetzung. Junge afrikanische Wissenschaftler stellen ein enormes Potenzial dar – für Afrika und für uns." (Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Darauf berichtet sie über ihre Erfahrungen bei der Forschung über Malaria in Afrika:
"ZEIT: Was haben Sie bei Ihrer eigenen Forschung in Afrika gelernt?
Becker: Ich habe mich ja mit Tropenmedizin beschäftigt – vor allem mit der Malaria. In diesem Forschungsfeld bemerken Sie schnell, wie komplex Gemengelagen sein können, wenn man etwas verändern will. Erlauben Sie einen kurzen Ausflug in die Forschung?
ZEIT: Klar.
Becker: Damit Malaria ausbricht, brauchen Sie eine MaMeMiMoMu-Konstellation.
ZEIT: Eine was?
Becker: Wenn fünf Faktoren zusammenkommen, dann gibt es in einer Region Malaria: Ma sind die Malaria-Parasiten. Me steht für den Menschen. Mi sind Mindesttemperaturen, Mo sind Moraste – und Mu steht für die Mücken, die die Krankheiten übertragen. Wenn Sie nur einen dieser fünf Faktoren für wenige Wochen ausschalten, ist die Malaria verschwunden.
ZEIT: Moraste zu beseitigen ist also genauso gut, wie die Mücken zu bekämpfen?
Becker: Genau. In Deutschland kam die Malaria in einzelnen Gebieten auch im 19. Jahrhundert noch vor, bis man die Rheinarme begradigte. In Italien gab es sie, bis Mussolini die Sümpfe austrocknen ließ. Aber man hat eben auch andere Möglichkeiten, die Malaria zu bekämpfen. Worauf ich hinausmöchte: Idealerweise wirken mehrere Komponenten zusammen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ich habe in Afrika sehr eindrucksvoll erfahren, dass Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zusammenwirken müssen, um Probleme zu lösen." (Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Es lohnt sich, das vollständige Interview nachzulesen, denn Katja Becker spricht auch darüber, weshalb vieles, was wissenschaftlich gesehen notwendig ist, politisch nicht durchsetzbar ist, weil es die Mehrheit der Menschen nicht erreicht. - Offenkundig ist das ja beim Klimawandel. - Vorbildlich scheint ihr daher ein Konzept, das sie in Afrika kennengelernt hat und zwar in Simbabwe:
"Becker: In Simbabwe gibt es das Konzept der "Friendship-Bench" – einer Parkbank, auf der psychologisch geschulte Bürger, meist Großmütter, sitzen und sich mit Menschen unterhalten, die gefährdet sind, an einer Depression zu erkranken. Warum entwickeln wir nicht eine "Science-Bench"für die Wissenschaft? Ein Forscher sitzt auf einer Bank in Berlin-Marzahn und spricht mit Passanten und Menschen, die sich zu ihm setzen."
(Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Freilich, es hilft nichts, wenn sich nur die Wissenschaftler bemühen, verstanden zu werden. Wir müssen uns auch bemühen, zuzuhören und zu verstehen.
Freilich gibt es nicht genügend Parkbänke, auf denen Wissenschaftler sitzen, um uns etwas zu erklären.
Aber können schon einen Anfang machen bei ScienceforFuture. Von dort führen Wege weiter zu ausführlicheren Darstellungen und zwar nicht nur zu solchen von Naturwissenschaftlern.
Digitaler Kolonialismus Ausgabe 2/2019 von das goethe (Magazin des Goethe-Instituts)
Das sagt Katja Becker. Wer ist Katja Becker? Sie ist die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der einflussreichsten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Wichtig deshalb auch, was sie hinzufügt:
"Die DFG hat die Fördermittel für Afrika in den vergangenen fünf Jahren um 50 Prozent gesteigert. Das allein reicht bei Weitem nicht aus. Die deutsche Wissenschaft muss sich auch besser abstimmen. Es trifft in Afrika auf wenig Verständnis, zu sagen: Hier ist ein Antragsformular für die DFG und hier eines für den Deutschen Akademischen Austauschdienst und hier eine Ausschreibung der Max-Planck-Gesellschaft. Wir sollten gemeinsam auftreten und anstreben, eine Kooperation auf Augenhöhe mit unseren afrikanischen Partnern aufzubauen. Derzeit berät die DFG 15 afrikanische Staaten dabei, wie sie ihre Wissenschaftssysteme weiterentwickeln und etwa ihre jungen Forscher fördern können. [...]
In Wissenschaft zu investieren – und das gilt, glaube ich, generell – ist eines der besten Investments, die wir überhaupt betreiben können. Es zahlt sich am Ende mehrfach aus: durch Forschungsergebnisse, durch Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und durch Vernetzung. Junge afrikanische Wissenschaftler stellen ein enormes Potenzial dar – für Afrika und für uns." (Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Darauf berichtet sie über ihre Erfahrungen bei der Forschung über Malaria in Afrika:
"ZEIT: Was haben Sie bei Ihrer eigenen Forschung in Afrika gelernt?
Becker: Ich habe mich ja mit Tropenmedizin beschäftigt – vor allem mit der Malaria. In diesem Forschungsfeld bemerken Sie schnell, wie komplex Gemengelagen sein können, wenn man etwas verändern will. Erlauben Sie einen kurzen Ausflug in die Forschung?
ZEIT: Klar.
Becker: Damit Malaria ausbricht, brauchen Sie eine MaMeMiMoMu-Konstellation.
ZEIT: Eine was?
Becker: Wenn fünf Faktoren zusammenkommen, dann gibt es in einer Region Malaria: Ma sind die Malaria-Parasiten. Me steht für den Menschen. Mi sind Mindesttemperaturen, Mo sind Moraste – und Mu steht für die Mücken, die die Krankheiten übertragen. Wenn Sie nur einen dieser fünf Faktoren für wenige Wochen ausschalten, ist die Malaria verschwunden.
ZEIT: Moraste zu beseitigen ist also genauso gut, wie die Mücken zu bekämpfen?
Becker: Genau. In Deutschland kam die Malaria in einzelnen Gebieten auch im 19. Jahrhundert noch vor, bis man die Rheinarme begradigte. In Italien gab es sie, bis Mussolini die Sümpfe austrocknen ließ. Aber man hat eben auch andere Möglichkeiten, die Malaria zu bekämpfen. Worauf ich hinausmöchte: Idealerweise wirken mehrere Komponenten zusammen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ich habe in Afrika sehr eindrucksvoll erfahren, dass Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zusammenwirken müssen, um Probleme zu lösen." (Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Es lohnt sich, das vollständige Interview nachzulesen, denn Katja Becker spricht auch darüber, weshalb vieles, was wissenschaftlich gesehen notwendig ist, politisch nicht durchsetzbar ist, weil es die Mehrheit der Menschen nicht erreicht. - Offenkundig ist das ja beim Klimawandel. - Vorbildlich scheint ihr daher ein Konzept, das sie in Afrika kennengelernt hat und zwar in Simbabwe:
"Becker: In Simbabwe gibt es das Konzept der "Friendship-Bench" – einer Parkbank, auf der psychologisch geschulte Bürger, meist Großmütter, sitzen und sich mit Menschen unterhalten, die gefährdet sind, an einer Depression zu erkranken. Warum entwickeln wir nicht eine "Science-Bench"für die Wissenschaft? Ein Forscher sitzt auf einer Bank in Berlin-Marzahn und spricht mit Passanten und Menschen, die sich zu ihm setzen."
(Katja Becker im Interview mit der ZEIT, 16.1.2020)
Freilich, es hilft nichts, wenn sich nur die Wissenschaftler bemühen, verstanden zu werden. Wir müssen uns auch bemühen, zuzuhören und zu verstehen.
Freilich gibt es nicht genügend Parkbänke, auf denen Wissenschaftler sitzen, um uns etwas zu erklären.
Aber können schon einen Anfang machen bei ScienceforFuture. Von dort führen Wege weiter zu ausführlicheren Darstellungen und zwar nicht nur zu solchen von Naturwissenschaftlern.
Digitaler Kolonialismus Ausgabe 2/2019 von das goethe (Magazin des Goethe-Instituts)
Mittwoch, 20. November 2019
Marshallplan mit Afrika - Compact with Africa:
Aktuell:
Afrika-Gipfel für mehr Investitionen, Deutsche Welle (DW) 19.11.2019
Hintergrund:
"In einer gemeinsamen Initiative des Entwicklungs- und des Wirtschaftsministeriums sieht der Ansatz vor allem die Förderung von Privatinvestitionen vor.[3] Derzeit sind laut BMZ nur etwa 1.000 deutsche Unternehmen auf dem Afrikanischen Kontinent aktiv (Stand 2017)[2]. Darüber hinaus wird für eine Neuordnung der Beziehungen zwischen der EU und Afrika geworben.
Afrika-Gipfel für mehr Investitionen, Deutsche Welle (DW) 19.11.2019
Hintergrund:
"In einer gemeinsamen Initiative des Entwicklungs- und des Wirtschaftsministeriums sieht der Ansatz vor allem die Förderung von Privatinvestitionen vor.[3] Derzeit sind laut BMZ nur etwa 1.000 deutsche Unternehmen auf dem Afrikanischen Kontinent aktiv (Stand 2017)[2]. Darüber hinaus wird für eine Neuordnung der Beziehungen zwischen der EU und Afrika geworben.
Hauptmerkmal der Vorschläge ist die Verbindung von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren für eine Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit afrikanischen Ansätzen. Dazu gehört zum Beispiel die Agenda 2063 der Afrikanischen Union.
Weiterhin soll Entwicklung "nachhaltig" geschehen; im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs).[4]" (Wikipedia: Marshallplan mit Afrika)
Mehr zur Entstehung des Compact of Africa:
"[...]
"Wir als Europäer haben ein großes Interesse, dass die Staaten
Afrikas gute wirtschaftliche Perspektiven haben", so Merkel. Das
will sich die Bundesregierung einiges kosten lassen: Ein neuer Fonds
soll Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen in Afrika
erleichtern. Außerdem: bessere Absicherungen für Geschäfte
deutscher Firmen und eine Ausbildungsinitiative für junge Afrikaner.
Dazu noch Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und allen
afrikanischen Ländern, die sich an der Initiative Compact
with Africa beteiligen
- damit Unternehmer nicht zweimal zur Kasse gebeten werden. "Ich
weiß, dass Ihnen allen die Zeit ganz wichtig ist, denn Sie müssen
schnell etwas schaffen. Ihre Bevölkerung erwartet schnelle
Antworten und schnelle Resultate und so wollen wir uns auch bemühen,
schneller zu werden", verspricht Merkel mit Blick auf die
anwesenden Staatschefs. [...]
Für
Kritiker bleibt umstritten, ob
die neuen Maßnahmen der Bundesregierung helfen,
die Armut in Afrika wirklich zu bekämpfen. Dazu seien verbindliche
Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards nötig, sagt Stephan
Exo-Kreischer von der entwicklungspolitischen Lobbygruppe ONE. "Das
vermisse ich komplett. Es wird zu einseitig auf Maßnahmen Wert
gelegt, die Investitionen ankurbeln sollen", sagt Exo-Kreischer
zur DW. Entwicklungsorganisationen verweisen außerdem darauf, dass
derzeit nur elf afrikanische Länder Teil von Compact with Africa
sind. Gerade arme Staaten bleiben außen vor, weil sie für
Investoren nicht interessant sind.
[...]"
Weltbevölkerungskonferenz in Nairobi
"Die Weltbevölkerung wächst rasant: 1950 waren es noch 2,5 Milliarden Menschen, 100 Jahre später, 2050, könnten es schon fast zehn Milliarden sein. Besonders rasant ist das Bevölkerungswachstum in Afrika, wo ab heute der UN-Bevölkerungsfonds tagt. In Kenias Hauptstadt Nairobi sollen Ziele neu formuliert werden, die für den Fonds vor 25 Jahren richtungsweisend wurden.
Damals einigten sich 179 Länder auf einer Konferenz in Kairo darauf, dass Staaten nicht mehr die Größe ihrer Bevölkerung restriktiv bestimmen sollten. Chinas Ein-Kind-Politik etwa war damals ein abschreckendes Beispiel für eine inhumane Bevölkerungspolitik. Stattdessen ein radikaler Kurswechsel: Frauen sollten künftig individuelle Rechte bekommen, sollten mehr Chancen auf ein selbstbestimmte Leben erhalten, Bildung, wirtschaftliche Rechte, aber auch sexuelle Aufklärung und Empfängnisverhütung sollten ihnen stärker ermöglicht werden. [...]" (Norbert Hahn, ARD-Studio Nairobi, 12.11.19)
Diese Konferenzen werden vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (französisch, englisch) organisiert.
Damals einigten sich 179 Länder auf einer Konferenz in Kairo darauf, dass Staaten nicht mehr die Größe ihrer Bevölkerung restriktiv bestimmen sollten. Chinas Ein-Kind-Politik etwa war damals ein abschreckendes Beispiel für eine inhumane Bevölkerungspolitik. Stattdessen ein radikaler Kurswechsel: Frauen sollten künftig individuelle Rechte bekommen, sollten mehr Chancen auf ein selbstbestimmte Leben erhalten, Bildung, wirtschaftliche Rechte, aber auch sexuelle Aufklärung und Empfängnisverhütung sollten ihnen stärker ermöglicht werden. [...]" (Norbert Hahn, ARD-Studio Nairobi, 12.11.19)
Diese Konferenzen werden vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (französisch, englisch) organisiert.
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Bevölkerung,
Weltbevölkerungskonferenz
Sonntag, 17. November 2019
Unser Ökosystem und der Klimawandel
Das Ökosystem der Erde hat seit über 2 Millionen Jahren so stabile Bedingungen geschaffen, dass sich die Menschheit entwickeln konnte. Seit 10 000 ist das Klima noch einheitlicher, und es haben sich viele Hochkulturen entwickelt. Manche sind zusammengebrochen, nicht selten, weil sie vorhandene Ressourcen übernutzt haben, aber ebenso auch, weil eine neue herrschende Schicht sich nicht darauf verstand, die komplexen gesellschaftlichen Voraussetzungen zu bewahren.
Gegenwärtig ist die Weltgesellschaft so eng vernetzt, dass es zwar viele politische Gegensätze, aber für über 99% der Weltbevölkerung nur noch eine gemeinsame Reproduktionsgrundlage gibt. In dieser Situation wird erkennbar, dass diese Grundlage von der Menschheit insgesamt übernutzt wird. Die Auseinandersetzung geht jetzt darum, wer wie viel dazu beitragen soll, dass die Folgen nicht für alle unerträglich werden.
Dazu einige Anmerkungen:
Gegenwärtig ist die Weltgesellschaft so eng vernetzt, dass es zwar viele politische Gegensätze, aber für über 99% der Weltbevölkerung nur noch eine gemeinsame Reproduktionsgrundlage gibt. In dieser Situation wird erkennbar, dass diese Grundlage von der Menschheit insgesamt übernutzt wird. Die Auseinandersetzung geht jetzt darum, wer wie viel dazu beitragen soll, dass die Folgen nicht für alle unerträglich werden.
Dazu einige Anmerkungen:
"Ein gefährliches Täuschungsmanöver besteht darin, dass so getan wird, als gelte es, einen künftigen Klimawandel zu verhindern. Die Wahrheit ist, dass der Klimawandel längst da ist. Neue wissenschaftliche Daten zeigen, dass sich der Golfstrom seit Mitte des 20. Jahrhunderts um 15 Prozent verlangsamt hat mit großen Auswirkungen auf das Klima.
Gleichzeitig beobachten wir ein rapides Abschmelzen des arktischen Meereises und des Grönlandeises. Damit verbunden ist ein kontinuierlicher Anstieg des Meeresspiegels mit existenziellen Bedrohungen für niedrig gelegene Inseln und für die zahlreichen Megastädte an Meeresküsten. Unübersehbar ist die Zunahme verheerender Wirbelstürme in der Karibik und im nördlichen Pazifik. Der Bericht der World Meteorological Organization (WMO) von 2018 besagt, dass die 20 heißesten Jahre weltweit in den letzten 22 Jahren waren. Die vergangenen vier Jahre waren zudem die vier wärmsten, seit gemessen wird.
Wir wissen heute, dass die Kosten für die Reparatur von Umweltschäden um ein Vielfaches höher sind als die Kosten der Schadensvermeidung."
(Peter Vonnahme: Nichts wird so bleiben wie es ist, heise.de 29. Oktober 2019)
(Peter Vonnahme: Nichts wird so bleiben wie es ist, heise.de 29. Oktober 2019)
Sonntag, 20. Oktober 2019
Kurzinfo: klimagefährdende Rückkopplung oder Kippelemente
Zwei besonders klimagefährdende Rückkopplungen sind schon länger bekannt: das Abschmelzen des Eisschildes an Nord- und Südpol und die Auflösung des Dauerfrosts in polarnahen Gebieten.
Der polare Eisschild führt dazu, dass einströmendes Sonnenlicht, das auf die weiße Fläche betrifft, weitgehend zurück gestrahlt wird. Wenn sich die Eisfläche verkleinert, wird weniger Wärme abgestrahlt und die Atmosphäre erwärmt sich weiter. Inzwischen brechen immer größere Flächen des Grönlandeises und des Eisschildes der Antarktis ab und schmelzen dann im Meerwasser weiter ab. So gibt es schon Eisberge die größer sind als Belgien.
In diesem Sommer wüteten in Sibirien mehr und größere Feuer, als je zuvor beobachtet wurden. Das hängt mit der allgemeinen Temperaturerhöhung zusammen und führt dazu, dass der Boden bis in größere Tiefen auftaut, als es sonst im Sommer geschieht. Dadurch wird Methan, das bisher im gefrorenen Boden gespeichert war, freigesetzt. Methan ist ein Treibhausgas mit der 25-fachen Wirkung von CO2. Wenn so viel frei gesetzt würde, dass es den Treibhauseffekt merklich verstärkt, käme es wie beim Abschmelzen des Eisschildes ebenfalls zu einer positiven Rückkopplung. Wenn dieser Prozess eingesetzt hat, verstärkte er sich, selbst wenn die Menschheit inzwischen völlig klimaneutral lebte. Deshalb spricht man von einem Kippelement: Das Klima würde umkippen und die Erderwärmung würde extrem.
Der polare Eisschild führt dazu, dass einströmendes Sonnenlicht, das auf die weiße Fläche betrifft, weitgehend zurück gestrahlt wird. Wenn sich die Eisfläche verkleinert, wird weniger Wärme abgestrahlt und die Atmosphäre erwärmt sich weiter. Inzwischen brechen immer größere Flächen des Grönlandeises und des Eisschildes der Antarktis ab und schmelzen dann im Meerwasser weiter ab. So gibt es schon Eisberge die größer sind als Belgien.
In diesem Sommer wüteten in Sibirien mehr und größere Feuer, als je zuvor beobachtet wurden. Das hängt mit der allgemeinen Temperaturerhöhung zusammen und führt dazu, dass der Boden bis in größere Tiefen auftaut, als es sonst im Sommer geschieht. Dadurch wird Methan, das bisher im gefrorenen Boden gespeichert war, freigesetzt. Methan ist ein Treibhausgas mit der 25-fachen Wirkung von CO2. Wenn so viel frei gesetzt würde, dass es den Treibhauseffekt merklich verstärkt, käme es wie beim Abschmelzen des Eisschildes ebenfalls zu einer positiven Rückkopplung. Wenn dieser Prozess eingesetzt hat, verstärkte er sich, selbst wenn die Menschheit inzwischen völlig klimaneutral lebte. Deshalb spricht man von einem Kippelement: Das Klima würde umkippen und die Erderwärmung würde extrem.
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Rückkopplung
Freitag, 18. Oktober 2019
Treibhausgase
Die Treibhausgase, insbesondere Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Ozon (O3) und Lachgas (N2O) machen nur einen verschwindend kleinen Anteil unserer Atmosphäre aus, haben aber einen entscheidenden Einfluss auf den Treibhauseffekt.
Dabei hat Wasserdampf mit 0,25% den größten Anteil. Der größte Anteil entsteht aufgrund des natürlichen Wasserkreislaufs, doch weil aufgrund menschenverursachten weltweiten Erwärmung mehr Wasser verdunstet, ist bei ihm die Rückkopplung besonders stark. In der Stratosphäre kommt er natürlich kaum vor; er entsteht zu einem erheblichen Anteil durch den Flugverkehr. Deshalb wird dieser von Klimaaktivisten besonders stark kritisiert.
Bisher wird die Zunahme von CO2 aufgrund der Verbrennung fossiler Energiespeicher besonders kritisch gesehen, doch Methan und Lachgas könnten im Falle der Auflösung des Permafrosts zu einem wichtigen Kippelement werden.
Methan ist 25 mal wirksamer als CO2 und macht schon jetzt 20% des menschenverursachten Treibhauseffekktes aus. Es entsteht zum einen bei der Tierproduktion (z.B. bei Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen), in Klärwerken und Mülldeponien. Doch 50% sind auch der Industrie zuzurechnen, so wenn es bei Förderung, Transport und Verarbeitung z.B. von Erdgas und bei der unvollständigen Verbrennung beim Abfackeln von technisch nicht nutzbaren Gasen freigesetzt wird.
Lachgas ist sogar rund 300 mal so wirksam auf den Treibhauseffekt wie CO2, es entsteht vor allem in der Landwirtschaft, insbesondere durch Überdüngung aufgrund der Einbringung von zu viel Gülle.
Die Treibhausgase (abgesehen von Wasserdampf) machen nur 0,04% der Erdatmosphäre ausmachen und deshalb erscheint eine Erhöhung des Anteils von Kohlendioxid um 44% im Blick auf das Gesamtvolumen verschwindend gering. Das wird von Leuten, die die Gefahren des Klimawandels kleinreden wollen, oft dazu benutzt durch das Nennen von extrem geringen Anteilen den Eindruck der Harmlosigkeit zu verbreiten. Dabei wird aber verschwiegen, dass der CO2-Anteil seit mindestens 800 000 Jahren noch nie so hoch war wie heute.
Bisher wird die Zunahme von CO2 aufgrund der Verbrennung fossiler Energiespeicher besonders kritisch gesehen, doch Methan und Lachgas könnten im Falle der Auflösung des Permafrosts zu einem wichtigen Kippelement werden.
Methan ist 25 mal wirksamer als CO2 und macht schon jetzt 20% des menschenverursachten Treibhauseffekktes aus. Es entsteht zum einen bei der Tierproduktion (z.B. bei Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen), in Klärwerken und Mülldeponien. Doch 50% sind auch der Industrie zuzurechnen, so wenn es bei Förderung, Transport und Verarbeitung z.B. von Erdgas und bei der unvollständigen Verbrennung beim Abfackeln von technisch nicht nutzbaren Gasen freigesetzt wird.
Lachgas ist sogar rund 300 mal so wirksam auf den Treibhauseffekt wie CO2, es entsteht vor allem in der Landwirtschaft, insbesondere durch Überdüngung aufgrund der Einbringung von zu viel Gülle.
Die Treibhausgase (abgesehen von Wasserdampf) machen nur 0,04% der Erdatmosphäre aus, und deshalb erscheint eine Erhöhung des Anteils von Kohlendioxid um 44% im Blick auf das Gesamtvolumen verschwindend gering. Das wird von Leuten, die die Gefahren des Klimawandels kleinreden wollen, oft dazu benutzt durch das Nennen von extrem geringen Anteilen den Eindruck der Harmlosigkeit zu verbreiten. Dabei wird aber verschwiegen, dass der CO2-Anteil seit mindestens 800 000 Jahren noch nie so hoch war wie heute.
Dabei hat Wasserdampf mit 0,25% den größten Anteil. Der größte Anteil entsteht aufgrund des natürlichen Wasserkreislaufs, doch weil aufgrund menschenverursachten weltweiten Erwärmung mehr Wasser verdunstet, ist bei ihm die Rückkopplung besonders stark. In der Stratosphäre kommt er natürlich kaum vor; er entsteht zu einem erheblichen Anteil durch den Flugverkehr. Deshalb wird dieser von Klimaaktivisten besonders stark kritisiert.
Bisher wird die Zunahme von CO2 aufgrund der Verbrennung fossiler Energiespeicher besonders kritisch gesehen, doch Methan und Lachgas könnten im Falle der Auflösung des Permafrosts zu einem wichtigen Kippelement werden.
Methan ist 25 mal wirksamer als CO2 und macht schon jetzt 20% des menschenverursachten Treibhauseffekktes aus. Es entsteht zum einen bei der Tierproduktion (z.B. bei Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen), in Klärwerken und Mülldeponien. Doch 50% sind auch der Industrie zuzurechnen, so wenn es bei Förderung, Transport und Verarbeitung z.B. von Erdgas und bei der unvollständigen Verbrennung beim Abfackeln von technisch nicht nutzbaren Gasen freigesetzt wird.
Lachgas ist sogar rund 300 mal so wirksam auf den Treibhauseffekt wie CO2, es entsteht vor allem in der Landwirtschaft, insbesondere durch Überdüngung aufgrund der Einbringung von zu viel Gülle.
Die Treibhausgase (abgesehen von Wasserdampf) machen nur 0,04% der Erdatmosphäre ausmachen und deshalb erscheint eine Erhöhung des Anteils von Kohlendioxid um 44% im Blick auf das Gesamtvolumen verschwindend gering. Das wird von Leuten, die die Gefahren des Klimawandels kleinreden wollen, oft dazu benutzt durch das Nennen von extrem geringen Anteilen den Eindruck der Harmlosigkeit zu verbreiten. Dabei wird aber verschwiegen, dass der CO2-Anteil seit mindestens 800 000 Jahren noch nie so hoch war wie heute.
Bisher wird die Zunahme von CO2 aufgrund der Verbrennung fossiler Energiespeicher besonders kritisch gesehen, doch Methan und Lachgas könnten im Falle der Auflösung des Permafrosts zu einem wichtigen Kippelement werden.
Methan ist 25 mal wirksamer als CO2 und macht schon jetzt 20% des menschenverursachten Treibhauseffekktes aus. Es entsteht zum einen bei der Tierproduktion (z.B. bei Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen), in Klärwerken und Mülldeponien. Doch 50% sind auch der Industrie zuzurechnen, so wenn es bei Förderung, Transport und Verarbeitung z.B. von Erdgas und bei der unvollständigen Verbrennung beim Abfackeln von technisch nicht nutzbaren Gasen freigesetzt wird.
Lachgas ist sogar rund 300 mal so wirksam auf den Treibhauseffekt wie CO2, es entsteht vor allem in der Landwirtschaft, insbesondere durch Überdüngung aufgrund der Einbringung von zu viel Gülle.
Die Treibhausgase (abgesehen von Wasserdampf) machen nur 0,04% der Erdatmosphäre aus, und deshalb erscheint eine Erhöhung des Anteils von Kohlendioxid um 44% im Blick auf das Gesamtvolumen verschwindend gering. Das wird von Leuten, die die Gefahren des Klimawandels kleinreden wollen, oft dazu benutzt durch das Nennen von extrem geringen Anteilen den Eindruck der Harmlosigkeit zu verbreiten. Dabei wird aber verschwiegen, dass der CO2-Anteil seit mindestens 800 000 Jahren noch nie so hoch war wie heute.
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