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Dienstag, 2. November 2010

Wer sind Wir? (Editorial)

Vierzehn Ausgaben Nachbarschaft! Das bedeutet eine enge, teils reale, hauptsächlich aber virtuelle Zusammenarbeit verschiedenster Menschen seit über zwei Jahren. Doch wer sind diese “verschiedenen Menschen“ überhaupt? Um diese Frage ein wenig zu beantworten, haben wir uns für die 14. Ausgabe etwas Besonderes ausgedacht. Wir haben jeden Mitarbeiter gebeten, ein kleines Portät über sich selbst zu schreiben. So bekommen nun nicht nur unsere Leser einen Eindruck von den Gesichtern der Schreiber, sondern auch wir Mitarbeiter lernen unsere “Kollegen” ein Stückchen näher kennen. Eine spannende Runde!

Wir wünschen Euch, lieben Lesern, wieder eine schöne Zeit mit dem neuen Magazin und all den interessanten Artikeln, Interviews und Gedichten.

Franziska Götz



Als sich im Sommer 2008 mein Freiwiliges Soziales Jahr in Gabun zu Ende neigte, kam Evariste zu mir und sagte: “Franziska, Ich habe einen Traum!” Er erzählte, ich war begeistert - damit war das Projekt der Nachbarschaft geboren! Das Magazin ist natürlich nicht meine Hauptbeschäftigung (noch nicht, denn wer weiß, wie groß es in ein paar Jahren einmal ist!). Ich gehe in Augsburg zur Uni und studiere dort Europäische Kulturgeschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft. Momentan studiere ich allerdings für ein Semester in Frankreich (Lyon), danach gehe ich für 3 Monate nach Kamerun. Dort mache ich ein Praktikum am Goethe Institut in Yaoundé und möchte natürlich auch die Kontakte zwischen den “Nachbarn” ausbauen. Meine Freizeit verbringe ich am Liebsten mit meinen Freunden, ich gehe unheimlich gerne ins Kino und liebe Badminton spielen!



Evariste Fosong


Ich bin Evariste Fosong: Ich teile die Redaktionsleitung der Nachbarschaft mit Franziska Götz. Wenn ich nicht Deutsch  unterrichte, spiele ich Gitarre oder Trommel mit Freunden mindestens einmal in der Woche.  Ich finde aber mehr Vergnügen in der Nachbarschaft, Frucht einer reinen online-Zusammenarbeit mit  Partnern     aus Kamerun  Gabun und Deutschland. Durch die Aktivität der Nachbarschaft habe ich viele Freunde gewonnen, was mir Freude bringt. Immer wieder neue Freundschaftswege durch Musik oder deutsche Sprache zu finden…, c’est ma raison de vivre.



Spaßmacher, Léo, Léoladen, Léolalou...

Hallo und Applaus an alle, die Nachbarschaft lesen bzw. lesen lassen!!!
Ich heiße eigentlich Leumassi (Nachname) Jean Léopold.

Und das macht mir Spaß und schafft dazu Freude:
Klein bin ich nicht.
Groß bin ich aber auch nicht.
Ich bin so, wie ich bin.
Geboren wurde ich in dem schönsten Dorf Kameruns.
Ich lasse euch mal raten!!!

Sie sollten mal dorthin fahren und es sich einmal ansehen.
Aufgewachsen bin ich in Bafang, Manjo, Douala, Nkongsamba.
Ich wohne seit über 10 Jahren in Yaoundé.
Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache
Seit 6 Jahren an Sekundar-und Sprachschulen

Schreiben, scherzen, faulenzen und schlafen.
Das sind meine Lieblingsaktivitäten in meiner Freizeit.
Ich habe Spaß am Leben.

pa'a léo


William Chantcho


Ich heiße CHANTCHO TANKOUA William Ober. Die Freunde und Bekannten nennen mich ganz einfach: " Willy". Nach dem Abitur im Jahre 1991 habe ich an der Universität von Yaoundé "Deutsche Literatur, Zivilisation und Sprachwissenschaft" studiert.

Seit Oktober 1995 habe ich ein Hochschuldiplom in meinem Fach.Von 2003 bis 2005 habe ich eine Fernausbildung im Studienfach "Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft" gemacht. Zur Zeit unterrichte ich Deutsch in Collège Le Nil und Collège Chevreul in Douala. Mein Motto ist : die Schüler dazu bringen, ihren eigenen Weg im Unterricht einzuschlagen.
Meine Hobbys sind : Lesen, Recherchen im Internet machen und Musik hören.
Seit 2 Jahren bin ich ein Mitglied von "Nachbarschaft".

Jean Francois Bapack


Jean Francois Bapack ist mein Name. (big john ist eher mein Spitzname). Deutsch unterrichte ich an der Government Bilingual High School Nagaoundéré seit 4 Jahren. Lesen und Fernsehen sind meine Hobbys. Neben dem üblichen Sprachunterricht setze ich mich für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Kamerun ein.



Walter Böhme


Ich war von 1971 bis 2007 Lehrer für Deutsch, Geschichte, Wirtschaft und Politik in Bensheim und Culham bei Oxford (Großbritannien). Seit 2005 bin ich Wikipedianer und seit 2006 Blogger. Im Nord-Süd-Forum in Bensheim habe ich Franziska kennengelernt und über sie Evariste. Weil ich ein bisschen internetverrückt bin, habe ich Evariste den Vorschlag gemacht, das Magazin "Nachbarschaft" als Blog ins Netz zu stellen. Mit jeder Nummer lerne ich Neues hinzu.


Mittwoch, 27. Oktober 2010

Ein kleiner Rückblick

Vom Treffen zum Traum und vom Traum zur Wirklichkeit. Es gibt immer einen Anlaufpunkt für jeden Traum. Ich erinnere mich noch an jenen Tag in Port-Gentil, dem Wirtschaftszentrum von Gabun, wo ich als Deutschlehrer tätig bin. Nur einige Tage trennten Franziska von ihrer Abfahrt. Ein Jahr Volontariat in den Cocotiers, einem Zentrum der Salesianern Schwester, genügten der jungen Deutschen, um täglich völlig vertraut mit gabunischen Kindern, Jungen und Mädchen, umzugehen.
Der Aufenthalt von Franziska hatte auch etwas Besonderes: In einem sehr kleinen Zeitraum besuchten sie ihre Eltern Thomas und Uschi, dann ihre Schwester Lena, mit denen ich über Afrika und Deutschland sprechen konnte. Man konnte in ihren Augen lesen, dass Afrika wirklich entdeckungswert war.
Sehr gern sprachen Franziska und Lena vor meinen Abschlussklassenschülern über Deutschland. Neugierige Augen sahen zwei echte Deutsche in einer Stadt, wo Deutsche nicht jeden Tag zu finden sind.
Franziskas Abfahrt tat mir weh. Wie konnten wir denn diesen Enthusiasmus beibehalten?
Ich dachte: Wir haben ein Instrument, in dem fast alle sich auskennen: das Internet. Damit können wir eine Mailpartnerschaft schaffen. Meine Schüler, Franziska und Lena fanden den Vorschlag interessant.

Der Appetit kommt beim Essen
Ich begann also nachzudenken, wie wir diese Mailpartnerschaft verwirklichen konnten. Wie der Appetit beim Essen kommt, kam mir die Idee eines online-Magazins, das viel grösser als eine bloße Mailpartnerschaft sein konnte. Ich teilte die Idee Franziska mit diesen Worten mit: „Ich habe einen Traum.“ Toll fand Franziska das Projekt, und wir begannen sofort die ersten Texte zu schreiben. Wir wollten die Arbeit nicht komplizieren: Vier Seiten, die waren genug, um die erste Ausgabe zu planen. Diese erste Ausgabe wurde im Juli 2008 fertig. Nach dem ersten Verschicken bekamen wir viele Anregungen von Freunden, Kollegen, Bekannten und Unbekannten. Diese Anregungen waren der Grund dafür, an den Traum zu glauben.
Aber die große Aufgabe bestand darin, Mitarbeiter zu finden, und Material zu haben, um unsere Arbeit zu erleichtern. Wir versuchten Kontakte zu knüpfen mit Deutschlehrern in Gabun, Kamerun, mit Bekannten in Deutschland, Österreich. Einige reagierten mit Begeisterung, andere mit bloßen Versprechungen. Eine dritte Gruppe blieb einfach gleichgültig. Wir begannen also, die online-Arbeit mit Zweifel und Hoffnung zu erproben…
Auf unserem Weg fanden wir einige Unterstützer: Die Deutsche Botschaft, die uns mit einigen Materialien half, erlaubte uns auch, Kontakte mit Thomas Frahm und Julia Gestrich vom Goethe-Institut Kamerun zu knüpfen. Durch sie gewannen wir Mitarbeiter aus Kamerun.
Das war der erste online- Kontakt mit Leopold Leumassi, John Bapack, William Chantcho, mit denen wir zwölf Ausgaben veröffentlichten, bevor wir uns im Mai in Yaoundé das erste Mal trafen (leider ohne John Bapack). Andere Beiträge bekamen wir aus der Côte d’Ivoire, Belgien, Kamerun…, oft von unbekannten Lesern, die auch ihre Erfahrungen teilen wollten.
Eine schöne Überraschung kam aus Deutschland von Walter Böhme, der uns sofort seine Unterstützung versprach und danach als Webmaster des Magazins sie verwirklichte. Mit Maryse Mangama, die an der Universität Omar Bongo von Libreville unterrichtet, gewannen wir eine nette Mitarbeiterin. Nicht zu vergessen Gottfried Samoth aus Deutschland und Anna Rabanser aus Österreich, die zum Team gehören.
Vielen Dank allen diesen Mitarbeitern, Unterstützern und Lesern.
Evariste Fosong