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Montag, 13. April 2026

Leo XIV. vor seiner Reise nach Kamerun

 Leo XIV.  * 14. September 1955 in Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten, leitete von 2001 bis 2013 als Generalprior den Augustinerorden, war von 2015 bis 2023 Bischof des Bistums Chiclayo im Nordwesten Perus und wurde im September 2023 zum Kardinal erhoben. (Neben der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten besitzt er seit 2015 auch die peruanische Staatsbürgerschaft, außerdem seit 2023 von Amts wegen die des Vatikans.) [...]

Leo XIV. verurteilte die russische Invasion der Ukraine als „eine echte Invasion, die imperialistischer Natur ist und bei der Russland versucht, aus Machtgründen Territorium zu erobern“.[150] Er forderte in einer seiner ersten großen Reden als Papst einen Waffenstillstand im Gaza-Krieg.[151][152][153] Leo XIV. bezeichnete den Frieden als zentrales Thema seines Pontifikats und rief dazu auf, „nie wieder Krieg“ zu führen und sich für einen echten, dauerhaften Frieden einzusetzen.[154][155] Er betonte, dass Frieden im Inneren beginne: „Nur ein friedvolles Herz kann Frieden verbreiten, in der Familie, in der Gesellschaft und in den internationalen Beziehungen.“[156][157] Gewaltlosigkeit soll die Methode und den Stil aller Entscheidungen, Beziehungen und Handlungen bestimmen. [...] (Wikipedia)

Angekündigte Reisen in das außeritalienische Ausland

ZielDatumAnlass / Orte
Algerien13. bis 15. April[2]Algier und Annaba
Kamerun15. bis 18. April[2]YaoundéBamenda und Douala
Angola18. bis 21. April[2]LuandaMuxima und Saurimo
Äquatorialguinea21. bis 23. April[2]MalaboMongomo und Bata
Spanien6. bis 12. Juni 2026[2]
(Wikipedia)

Samstag, 21. März 2026

Zu unterschiedlichen Entwicklungen auf der Welt und in Westafrika

 Die Antworten, die über die folgenden Links erreichbar sind, sind von Künstlichen Intelligenzen gegeben und nicht von Mitgliedern unserer Redaktion nachrecherchiert worden. Sie bieten aber interessante Vorinformationen, denen man bei größerem Interesse nachgehen kann. 


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-kam-es-weltweit-erstmals-zum.html

(weltweit)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/handelswege-im-vorkolonialen-afrika.html


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-stark-pragt-der-konflikt-zwischen_17.html

(Konflikt zwischen den englisch- und französischsprachigen Regionen Kamerun)

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/ist-die-unterschiedliche-situation.html

(Vergleich zwischen Gabun und Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/entwicklung-der-verkaufsstatten-in.html

(Deutschland)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-entwickelte-sich-der-stadtische.html

(Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-entstanden-in-kamerun-die-ersten.html

(Faktoreien in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-entstanden-in-gabun-die-ersten.html

(Konzessionsgesellschaften in Gabun)

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-gab-es-in-kamerun-die-ersten.html

(Supermärkte in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wieviel-prozent-der-landlichen.html

(Zugang zu Elektrizität und zu sauberem Wasser in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-wirkt-sich-caistab-auf-die.html

(Landwirtschaft mit Kaffee und Kakao in Gabun)

Mittwoch, 18. März 2026

Schienenverkehr in Kamerun

Wikipedia

Schienenverkehr in Kamerun gibt es seit der deutschen Kolonialzeit. In Kamerun existiert ein Bahnsystem in Meterspur. Es besitzt keine Verbindung zu benachbarten Staaten.

Deutsche Kolonialzeit

Die Topografie von Kamerun war ungünstig für den Bahnbau: Gebirge und ein dichter Urwaldgürtel im Hinterland des größten Hafens, Douala, verhinderten lange den Start Kameruns ins Eisenbahnzeitalter. So war die erste Eisenbahn, die in Kamerun in Betrieb ging, eine Feldbahn in der Spurweite 600 mm, die durch die private Westafrikanische Pflanzungsgesellschaft Victoria (WAPV) verlegt wurde. Sie führte von Zwingenberger Hof[1] bei Soppo, nahe dem damaligen Gouverneurssitz Buea, zu dem kleinen Hafen Viktoria (heute: Limbe) und bot auch Personenverkehr an.[2] Das Netz wurde weiter ausgebaut. Eine ähnliche Bahn betrieb die Cameroon Development Corporation (CDC) unmittelbar östlich des WAPV-Netzes. Letzteres war bis in die 1970er Jahre in Betrieb. Die Angaben zu dessen Spurweite variieren zwischen 600 mm und 610 mm.[3]

Die zweite Eisenbahn, die in Kamerun entstand, war die 160 km lange Bahnstrecke Bonaberi–Nkongsamba, auch Nordbahn genannt.

Drittes Bahnprojekt war die Bahnstrecke Douala–Mbalmayo, die Mittellandbahn, die die Schmalspurbahn Eséka–Makak ersetzte.

Die beiden letzteren Strecken wurden in Meterspur ausgeführt und setzten einen entsprechenden Standard auch für künftige Bahnbauten in Kamerun.

Französische Kolonialzeit

Der überwiegende Teil von Kamerun wurde nach 1918 als Mandatsgebiet an Frankreich überantwortet. Diese „Treuhandverwaltung“ animierte die französische Kolonialmacht nicht zu größeren Investitionen in die Eisenbahn des Landes. Sie stellte zunächst lediglich die Betriebsfähigkeit der unter deutscher Herrschaft gebauten Strecken wieder her. Die Nordbahn und die Mittellandbahn wurden im Betrieb einheitlich der Chemins de fer de Cameroun (CFC) unterstellt, waren aber nach wie vor zwei getrennte Netzteile. Der Bau des Bahnprojekts Douala–Mbalmayo wurde fortgesetzt, jedoch die Trasse nach Jaunde umgeleitet, das 1927 erreicht wurde. Dorthin war der Sitz der Kolonialverwaltung verlegt worden. Der Lückenschluss nach Mbalmayo erfolgte zunächst durch eine Bahn mit der Spurweite von 600 mm und Feldbahnmaterial von Otele aus. Erst 1933 wurde die Strecke auf Meterspur umgebaut. Eine bauliche Verbindung zwischen der Mittellandbahn und der Nordbahn kam erst 1955 über eine 12 km lange Strecke und eine 1850 m lange Brücke über den Wouri zustande.[4]

Die Umstellung auf Dieselbetrieb wurde seit 1950 forciert, da alle Kohle aus Südafrika importiert werden musste und es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten bei deren Lieferung kam.

mehr dazu




Die deutsche Kolonie Kamerun

Kamerun war von 1884 bis 1919 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie. Die Kolonie hatte anfangs eine Fläche von 495.000 km², nach der Angliederung Neukameruns im Jahre 1911 hatte sie eine Fläche von 790.000 km² und war damit etwa 1,3-mal so groß wie das Mutterland.[2]

Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Völkerbundes über, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an die Briten und Franzosen gab. Daraufhin wurde Kamerun in ein Britisch-Kamerun und ein Französisch-Kamerun aufgeteilt.

Seit 1862 waren deutsche Handelshäuser in Gabun tätig, darunter das Hamburger Haus Woermann, dessen Agent Emil Schulz zugleich als kaiserlicher Konsul mit Amtsbefugnissen bis zum Kamerunästuar fungierte.
  • Deutsche Kolonie
  • Britisches Kamerun nach dem Ersten Weltkrieg
  • Französisches Kamerun nach dem Ersten Weltkrieg
  • unabhängiges Kamerun seit 1960
  • Deutsch-Kamerun 1905

     1868 errichtete Woermann die erste deutsche Faktorei in Duala. Am 19. März 1884 ernannte Reichskanzler Bismarck den Afrikaforscher und bisherigen deutschen Generalkonsul in Tunis, Gustav Nachtigal, zum kaiserlichen Kommissar für die Westküste Afrikas, mit dem Auftrag, die für den deutschen Handel interessanten Gebiete unter deutsches Protektorat zu stellen. Hierzu gehörte auch der Küstenstrich zwischen dem Nigerdelta und Gabun, insbesondere der gegenüber der Insel Fernando Poo in der Bucht von Biafra gelegene Teil.


    Am 10. Juli 1884 traf der von Togo kommende Reichskommissar Nachtigal auf der Möwe in Duala ein. Nach der Unterzeichnung von Schutzverträgen zwischen der deutschen Delegation und den wichtigsten Führern der DuáláNdumb’a Lobe (King Bell) und Ngand’a Kwa (Akwa), am 11. und 12. Juli 1884 kam es am 14. Juli in Duala zur Hissung der deutschen Flagge und Erklärung der „Schutzherrschaft“. Der fünf Tage später eintreffende britische Konsul Hewett, der Kamerun für England in Besitz nehmen wollte, musste sich mit einem förmlichen Protest begnügen. Er erhielt den Spitznamen „The too late consul“.[3

    (Wikipedia)

    Vor der Kolonialisierung basierte der Handel im Binnenland primär auf Tauschhandel und lokalen Märkten. Mit der deutschen Herrschaft änderte sich die Struktur:

    • Vordringen ins Hinterland: Ab den 1890er Jahren drangen deutsche Händler (z. B. Woermann, Jantzen & Thormählen) von der Küste in das Waldland vor. Sie errichteten sogenannte „Faktoreien“ (Handelsposten).

    • Warenangebot: Diese Stationen waren die Vorläufer des Einzelhandels. Sie tauschten europäische Industriegüter wie Textilien (Baumwollstoffe), Eisenwaren, Salz, Tabak und leider auch Alkohol und Waffen gegen lokale Exportprodukte wie Kautschuk, Elfenbein und Palmöl.

    Kamerun unter deutscher Herrschaft  (Youtube)


    Standorte: Erste feste ländliche Posten entstanden entlang der neu gebauten Infrastruktur, etwa in Edea, Ebolowa oder an den Endpunkten der Eisenbahnlinie, der 1908 begonnenen damaligen "Mittellandbahn".

    Kampf gegen das Königreich Bafut: Bafutkriege und die Schlacht von Mankon.

    Fortsetzung

    Freitag, 20. Februar 2026

    Mehrsprachigkeit I

     Für Kamerun ist es angesichts der über 200 Sprachen, die im Land gesprochen werden, eine Selbstverständlichkeit, dass man seine Muttersprache und die Verkehrssprache beherrscht, über man sich mit denen verständigt, die mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind. 

    Aber dabei gibt es auch große Unterschiede. Bei manchen unterscheidet sich die Muttersprache gar nicht so sehr von der Verkehrssprache, nämlich dann, wenn man mit Camfranglais aufgewachsen ist, hat man mit der Amtssprache Französisch relativ wenig Schwierigkeiten, denn das Camfranglais  ähnelt dem Französischen sehr. Wer aber mit Kamtok aufgewachsen ist, für den gilt das nur in dem kleineren Teil von Kamerun, wo die Amtssprache Englisch ist.
    Das hat große Ähnlichkeit mit der Situation, die in Deutschland die haben, die mit einem Dialekt aufgewachsen sind. In Zeiten der DDR unterschied sich der obersächsische Dialekt in Sachsen und Thüringen nur relativ wenig von der Amtssprache Deutsch. Das hängt damit zusammen, dass die am weitesten verbreitete Bibelübersetzung in Deutschland, die von Martin Luther im obersächsischen Dialekt geschrieben war, der damals in Kursachsen die Amtssprache war.
    Aber die Sprache, aus der Luther die katholische Bibel, die Vulgata, übersetzte, war für ihn als Mönch seine eigentliche Verkehrssprache, denn in der katholischen Kirche sprach und schrieb man Latein. Jetzt fängt es für manchen an, kompliziert zu werden. Dabei haben wir die eigentliche Ursache der Mehrsprachigkeit, nämlich, dass auf der Erde rund 7000 Sprachen gesprochen werden und in Kamerun etwa 230, noch gar nicht behandelt. Doch darauf kommen wir im nächsten Artikel zur Mehrsprachigkeit (Mehrsprachigkeit  II).

    Montag, 26. Januar 2026

    Demokratie in Kamerun?

     Parteien helfen, den politischen Willen der Bevölkerung herauszufinden. Von den vielen denkbaren Zielen entscheiden sich Parteien für die, die den Mitgliedern der Partei als die wichtigsten erscheinen, und formulieren auf dieser Grundlage ein Angebot an die Wähler, damit die entscheiden können, welches Ihnen am sinnvollsten erscheint. Nach den Wahlen erweist sich dann, welches Angebot ihnen am besten gefallen hat. Wenn sich dabei aber keine Mehrheit für ein einzelnes Angebot ergibt, sucht jede Partei Bundesgenossen, mit denen zusammen sie eine Mehrheit bilden können. So kommt am Schluss ein Angebot heraus, dass zu diesem Zeitpunkt am besten dem Willen der Bevölkerung entspricht.

    In Kamerun scheint es allerdings etwas anders zu laufen.

    Es gibt einen Präsidenten, der zusammen mit seinen Gefolgsleute bestimmt, was passieren soll. Die Bevölkerung weiß also schon seit 40 Jahren: das passiert und nichts anderes.

    Was aber geschieht mit dem Willen der Bevölkerung?

    Während der Regierungszeit bildet sich ein gewisser Unmut heraus, und die Opposition greift diese Gedanken heraus und vertritt die.

    Und jetzt kommt die wunderbare Kameruner Demokratie ins Spiel: Dem oder derjenigen, die diese Ziele am deutlichsten vertritt, wird verboten, an der Wahl teilzunehmen, Denn es soll ja weitergehen wie bisher.

    Wozu gibt es dann überhaupt noch Wahlen?

    Das hat seinen guten Grund. Bis zur Wahl finden sich andere, die bereit sind, den Willen der Bevölkerung zu vertreten.

    Jetzt schlägt das System zu. Denn jetzt ist klar, wenn es auszuschalten gibt, damit die Bevölkerungsmeinung sich nicht durchsetzt.

    Die Wahlen dienen also nur dafür, herauszufinden, wer am klarsten den Willen der Bevölkerung zum Ausdruck bringt. Der wird ausgeschaltet, und bei den nächsten Wahlen beginnt das Spiel von neuem.

    Oder sollte es anders sein? Wozu dienen in Kamerun Wahlen? 


    Mittwoch, 17. Dezember 2025

    Kamerun – Pokal 2025: Panthère Sportive du Ndé gewann den Titel

     Die Panthère Sportive du Ndé hat den Kamerun-Pokal 2025 nach einem Elfmeterschießen (3:1) gewonnen, nachdem das Spiel nach regulärer Spielzeit mit einem Unentschieden (1 : 1) gegen Colombe Sportive du Dja-et-Lobo, den Titelverteidiger von 2024, geendet hatte. Die Begegnung fand im Ahmadou-Ahidjo-Stadion in der Hauptstadt Jaunde statt und stellte eine feste und disziplinierte Panthère einer ehrgeizigen Colombe gegenüber, die entschlossen war, ihren Titel zu verteidigen.

     
    Mannschaft von der Panthère Sportive du Ndé
                                                                                
    Im Verlauf eines sehr umkämpften Duells machte letztlich die Spielkontro
    lle und die Nervenstärke im Elfmeterschießen den Unterschied. In dieser Übung war die Panthère Sportive du Ndé erfolgreicher und sicherte sich den Pokal, womit sie ihre Fähigkeit bestätigte, entscheidende Phasen und Schlüsselmomente eines national bedeutsamen Finales zu meistern.

    Bereits 1988 und 2009 erfolgreich war die Panthère Sportive du Ndé, ein Verein aus der Westregion, und gewann somit den dritten Kamerun-Pokaltitel ihrer Geschichte. Dieser Erfolg beendet eine 16-jährige Durststrecke ohne Titel und markiert die Rückkehr eines traditionsreichen Vereins in die jüngere Erfolgsgeschichte des kamerunischen Fußballs.

    Der Sieg wurde in Anwesenheit der Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, Célestine Ketcha Courtès, Ehrenpräsidentin des Ndé-Clubs, gefeiert. Sie war offizieller Zeuge dieses als historisch bezeichneten Moments für den Verein aus der Westregion Kameruns. Ihre Präsenz auf höchster politischer Ebene verstärkt die symbolische Bedeutung des Triumphs über die rein sportliche Dimension hinaus.

    Der Mittelfeldspieler von der Panthère, Brandon Fopa (22 Jahre alt), wurde zum « Man of the Match » dieses Finales gewählt . Er erhielt so einen Scheck von über 2 Millionen Cfa Franken als Anerkennung für seinen Einfluss während des gesamten Spiels – sowohl bei der Spielgestaltung als auch beim Management der entscheidenden Phasen.

    Den Sieg gegen den Titelverteidiger erreichte die Panthère Sportive du Ndé aufgrund ihrer Beherrschung des gesamten Spielverlaufs.

    Durch diesen Sieg gegen den Titelverteidiger erzielt die Panthère Sportive du Ndé einen Erfolg von großer symbolischer Tragweite. Der Verein bestätigt seine Rückkehr unter die festen Größen des kamerunischen Fußballs und schreibt ein neues Kapitel seiner Geschichte – mit einem dritten nationalen Titel, der seine sportliche Attraktivität sowie seine Fähigkeit stärken könnte, politische Unterstützung, Partner und eine treue Fanggemeinde an sich zu binden.

    Familienbild mit Célestine Ketcha Courtès (Ehrenpräsidentin)
    und Djapom Gélis Harold (Vorsitzender von der Panthère Sportive du Ndé)
















    William CHANTCHO, Yaoundé

    Donnerstag, 20. November 2025

    Kamerun : das Land der stillen Ungerechtigkeiten

    Achebe hat schon 1958 auf einen auffallenden Unterschied in afrikanischen Gesellschaften vor der Besetzung durch Kolonialherren aufmerksam gemacht. Im 14. Kapitel seines Romans "Things fall apart" stellt Uchendu die Frage: "Weshalb wohl bringen wir eine tote Frau zurück in ihr Dorf, dass sie bei ihren Verwandten begraben wird und nicht bei den Verwandten ihres Mannes? Warum?"

    Als keiner ihm antworten kann, gibt er die Antwort:  

    Es ist wahr, dass ein Kind seinem Vater gehört. Wenn aber der Vater das Kind schlägt, läuft es zu seiner Mutter. Ein Mann gehört in das Land des Vaters, wenn alles gut geht und es süß ist, zu leben. Wenn aber Sorge und Bitternis kommen, ist das Land der Mutter seine Zuflucht. Die Mutter ist dort begraben und wird ihn beschützen. Und deshalb sagen wir, dass wir Mutter das Haupt ist."

    Eine ähnliche Frage stellt sich heute: 

    Warum sind es, wenn es gut läuft, immer dieselben Namen, die man hört und die auftauchen: Atangana, Ondoa, Mbarga, Amougou, Mvondo, Akame … wie ein Refrain, den man auswendig kennt? Sobald es um Ernennungen, Beförderungen oder Belohnungen geht, wählt der Zufall oder vielleicht doch die unsichtbare Hand des Systems, immer aus demselben Korb. Aber wenn es um Sanktionen, Verweise oder Ausgrenzungen geht, dann wird das Land plötzlich "gerecht". Jeder hat ein Recht auf seinen Teil der Demütigung, insbesondere diejenigen, die die richtigen Namen nicht tragen, diejenigen, die die richtigen "Paten" nicht haben. Was ist das also für ein Land, in dem die Kompetenz durch Zugehörigkeit gemessen wird, in dem das Verdienst in den Fluren verhandelt wird und in dem die Loyalität gegenüber dem Vaterland weniger Wert hat als die Loyalität gegenüber einer Ethnie ? Hier muss ein Beamter oder ein aus der niedrigen Schicht stammender Angestellter, der seine ganze Jugend dem Staat gewidmet hat, noch um sein Rentengeld betteln und oft wird ihm ins Ohr geflüstert : "Bring 50% , wenn du willst, dass dein Antrag vorankommt!". 50 % wovon? Von seiner Würde, von seinen harten Dienstjahren. Was für ein Unsinn! ...

    Ein Land, in dem man, um zu bekommen, was einem zusteht, wo es keine soziale, rechtliche und medizinische Fürsorge gibt, noch den Preis der Ungerechtigkeiten zahlen muss. Währenddessen fahren diejenigen, die nie die Mühe des Feldes mitgefühlt, miterlebt haben, in Luxusautos, die auf dem Rücken der Bescheidenen gekauft wurden. Diejenigen, die nie unter der Sonne der öffentlichen Verwaltung geschwitzt haben, treffen die Entscheidungen für diejenigen, die alles gegeben haben. Und die wahren Erbauer des Landes, sie sterben in Vergessenheit, in totaler Gleichgültigkeit.

    Ja, nichts funktioniert normalerweise in diesem Land, weil man den Sinn und das Zugehörigkeitsgefühl zum Staat gegen den zum Clan eingetauscht hat. Weil man den öffentlichen Dienst mit dem Dienst für Freunde und feste Bekannte verwechselt hat. Weil man die Justiz in gut organisierte Ungerechtigkeit verwandelt hat. Aber ein Land kann nicht auf Ungleichgewicht und Ausgrenzung aufgebaut werden. Der Tag, an dem die Kameruner verstehen werden, dass die Nation wichtiger als ein Stamm, heiliger als ein Name ist, an diesem Tag wird das Verdienst an die Stelle von Begünstigung und Nepotismus treten, die Gerechtigkeit an die Stelle der Angst und die Würde zur Norm werden.

    Im Augenblick gehen wir allmählich in die Dunkelheit, ins Chaos, aber die Wahrheit kommt zwar langsam voran, aber sie fällt nie aus. Eines Tages wird sie an die Tür derjenigen klopfen, die glaubten, ihre Macht sei ewig.

    Loulou