Posts mit dem Label Fortbildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fortbildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. Dezember 2020

„Erfolgsorientiert unterrichten“ - Fortbildung für DaF Lehrkräfte in Douala, Kamerun


 Am 16. Dezember 2020 wurde an der Government Bilingual High School Bépanda in Douala ein Seminar für Deutschlehrer veranstaltet. Geleitet wurde es von zwei Lehrern, nämlich Koualong Lydie Elianne und Liyega Ghislain. Die Seminarziele sind :

*den Begriff „Erfolgsorientierung“ genau bestimmen

*die verschiedenen Übungstypen und erfolgsorientierten Übungen kennen lernen

*die Begriffe „Übungen“ und „Aufgaben“ unterscheiden können

*Unterrichtssequenzen erkennen und aufbauen können

*Reflexionen durchführen, wie Übungen und gute Aufgaben in den Unterricht eingesetzt werden können.

Das Seminar wird unter der Koordination des Goethe-Instituts Kamerun veranstaltet.

Alles beginnt um 9 Uhr mit dem gastfreundlichen Empfang durch den Fachberater für Deutsch in der Küstenregion, Herrn Endante Thierry Georges und das Grußwort der Seminarleiter an die verschiedenen Teilnehmer. Dann werden Erwartungen formuliert und es wird in Debatten rund um das Thema eingeführt. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden danach angegeben, nämlich Erfolgsorientierung, Schaffen einer positiven Lernatmosphäre, Übungen und Aufgaben.

Dann wurden die Seminarteilnehmer in Gruppen eingeteilt, die sich mit bestimmten Fragen befassten. Aus den Debatten ging hervor, dass ein erfolgsorientierter Unterricht darauf beruht, dass die Lernenden zunächst mit Basisaktivitäten vertraut werden, damit sie sich im weiteren Lernprozess wohl fühlen. 



Übungen und Aufgaben unterscheiden sich durch ihre Funktion im Lernprozess. In Übungen werden die Teilbereiche der Sprachkompetenz geübt. Dagegen wird in Aufgaben, die Zielsprache als Mittel verwendet, um Sachkenntnisse zu erwerben oder um ein Problem zu lösen. Daher stehen Übungen am Anfang der Unterrichtssequenz und Aufgaben werden am Ende gegeben.


Das Treffen, das um 9 Uhr begann, schloss gegen 17:30 Uhr mit einem leckeren Büffet und dem Appell an die Teilnehmer, die frisch erworbenen Kenntnisse in ihrem Unterricht „erfolgsorientiert“ einzusetzen .


CHANTCHO William, DaF Lehrkraft Douala

Donnerstag, 15. Juli 2010

BERICHT VOM WORKSHOP “Online –Plattform für Deutschlehrer und Germanisten”

Goethe-Institut Yaoundé, vom 25. bis zum 26. Juni 2010

Vom 25. bis  zum 26. Juni 2010 hat das Goethe-Institut Kamerun Deutschlehrer, darunter auch einen aus Port-Gentil in Gabun, und Germanisten zu einem Workshop nach Yaoundé eingeladen. Während dieses Workshops mussten sich die Teilnehmer überlegen, wie sich Deutschlehrer und Germanistik-Studenten in dieser globalisierten Welt mittels elektronischer Mittel vernetzen könnten.



   Ankunft am Goethe-Institut Yaoundé
Bei der Ankunft in Bastos war der Raum schon bereitgestellt. Die Teilnehmer(innen) kamen aus verschiedenen Städten Kameruns und einer sogar aus Gabun. Jede(r) Teilnehmer(in) wurde herzlich gebeten, den Raum zu betreten und Platz zu nehmen. Herr Schmachtel und Herr Jung hatten die Ehre, die Sitzung zu eröffnen, und alles geschah mit schmeichelhaften Worten. Dann kam auch die Leiterin des Goethe-Instituts Frau Bark vorbei und sprach bei der Gelegenheit den Teilnehmern ihre Dankbarkeit aus.

   Vorstellung der Teilnehmer(innen)
Jede(r) Teilnehmer(in) sollte sich persönlich präsentieren und gleichzeitig auch seine (ihre) Erfahrungen mit “Online-Aktivitäten” skizzieren. Es war schön, zu bemerken, dass einige Kollegen - hier sind Deutschlehrer gemeint -  regelmäßig miteinander per Internet kommuniziert haben, ohne sich vorher physisch kennen gelernt zu haben. Der Fall von CHANTCHO William aus Douala, LEUMASSI Leopold aus Obala  und FOSONG Evariste aus Port-Gentil war ein plastisches Beispiel, um diesen “Online-Austausch” zu veranschaulichen.

  Verlauf des Workshops

Der Workshop gliederte sich in zwei Hauptpunkte:
-         individuelle Meinungsäuβerung
-         Debatten im Plenum
Im Rahmen der individuellen Meinungsäußerung sollte jeder Teilnehmer seine Erfahrung mit dem Internet präsentieren und dann seine Erwartungen formulieren. Hier ist es zwischendurch wichtig zu erwähnen, dass viele Ortschaften Kameruns noch “offline” sind.
Im Rahmen der Debatten im Plenum wurden bestimmte Fragen erörtert bzw. besprochen. Aus den beiden Exposés ist zu entnehmen, dass die Qualität und die Quantität des Angebots sichergestellt und gewährleistet werden sollten und dass das Netz von Deutschlehrern und Germanisten verfestigt werden sollte.

       Persönliche Erfahrungen

Am Workshop “Online-Plattform von Deutschlehrern und Germanisten” sind mir folgende Punkte besonders aufgefallen:
  • Originalität des Themas ( kam zum ersten Mal in Debatten vor )
  • Echter Kontakt mit deutscher Sprache.
  • Freie Meinungsäuβerung jedes Teilnehmers (es gab keinen Referenten, wie es gewohnheitsmäßig bei Seminaren ging.)
  • Gemeinsame Diskussionsplattform zwischen Deutschlehrern und Germanistik-Studenten. (hier wurde z.B. das Alltagsleben auf dem Campus miterlebt und davon berichtet)
  • Gastfreundlicher Empfang und tolle Übernachtung.
  • Gemeinsames Abendessen in freier Luft

  Dankesworte und Wünsche
Für diesen Workshop sind wir dem Goethe-Institut Yaoundé zum herzlichen Dank verpflichtet, da er viele “Online-Partner” rund um einen Tisch versammelt hat, und so das erste wirkliche Zusammentreffen von “Nachbarschaftsmitgliedern” und sonstigen erleichtert hat.
   Eine besondere Dankbarkeit möchten wir der Leiterin Dr BARK , Herrn Marc André SCHMACHTEL und Uwe JUNG aussprechen, nämlich für ihre aktive Teilnahme und einwandfreie Betreuung.
   Es ist wünschenswert, dass solche Foren regelmäßig stattfinden, damit wir die Qualität und die Regularität des Angebots gewährleisten , und so unsere tägliche Tätigkeit verbessern können.

                                                                                                                               William CHANTCHO


 

Montag, 26. April 2010

Kribiale 2010… echt cool !!!

Summa summarum ist die KRIBIALE 2010 für die Organisatoren erfolgreich abgelaufen: Nach dem gescheiterten Musikkonzert des vorigen Jahres waren viele Leute skeptisch und konnten nicht glauben, dass dieses Festival tatsächlich stattfinden würde. Doch die diesjährige Veranstaltung war echt cool: Der Ort und die Arbeitsatmosphäre, sowie die durchgeführten Aktivitäten haben laut Feedback, das wir bisher erhalten haben, Kribialerinnen und Kribialern gut gefallen.

Im Rahmen der Kribiale bilden LehrerInnen LehrerInnen fort!
Zum Auftakt des Freitagprogramms gab es in Lobé eine Ortssanierung, gefolgt von sportlichen Aktivitäten am Strand. Um 11 Uhr begann eine Lehrerfortbildung zum Thema: „Powerpoint im Deutschunterricht“ am Lycée Bilingue de Kribi mit Herrn Dieudonné Eman (Kribi) und Herrn Alain Tasse (Ebolowa) als Referenten. Zu bedauern bleibt aber die geringe Teilnehmerzahl (10). Ziel dieses Lehrerseminars war es, den Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern vor Ort Impulse zum Gebrauch von digitalen Medien im DaF-Unterricht am Beispiel von Powerpoint als Publikationsmittel zu geben. Die Teilnehmer konnten also landeskundlichen und grammatischen Lehrstoff mit Hilfe des Powerpoint-Programms didaktisieren.

Auch im Ausland sind sehr viele Fans der Kribiale…
Genau um 12.00 Uhr hat die vorgesehene Internet-Liveschaltung mit der Herrmann-Voss Realschule in Wipperfürth angefangen, wobei die Kommunikation gut gelaufen ist. Erwünscht war ein Schüler-Schüler-Austausch wie in den vorigen Jahren. Aber wegen schlechten Wetters und Karnevals in Deutschland musste der Unterricht in Wipperfürth ausfallen. Also kamen speziell von seiten des bergischen Landes einige Mitarbeiter wie Frau Susanne Eckahrdt, Frau Gaby Biesenbach und Herr Höttermann zum Gesprächstermin. Zu den kamerunischen Gesprächspartnern gehörten außer den beiden Organisatoren, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Herr Rößler, Frau Abbing und Frau Mouchango), sowie das Goethe-Institut Kamerun (durch Herrn Uwe Jung und Frau Thekla Worch vertreten). Dieser ersten Phase unseres Gesprächsforums folgte eine zweite mit der ehemaligen Praktikantin im Goethe-Institut Kamerun und heutigen Kribialerin aus Berlin, Nina Reichert. Wir hatten auch vor, mit Thomas Frahm und Marc-André Schmachtel zu „skypen“. Leider mussten unsere Impulsgeber Herr Thomas Frahm (Dänemark) und Herr Marc-André Schmachtel (Kamerun) aus dienstlichen Gründen in München kurzfristig absagen.

Kleine Führung zum Leuchtturm in Kribi
Einige Schritte von der „Marina“ entfernt, dem Ort der Liveschaltung, fand eine kleine Führung zu dem Leuchtturm statt, wo Herr Joseph Kamte uns erwartete. Dieser Leuchtwächter erzählte den Besuchern, wann, wozu und wie lange der Turm gebaut wurde. Dieser Turm an der Küste in Kribi, an dessen Licht sich deutsche Schiffe einst orientieren konnten, hatten die Organisatoren der KRIBIALE absichtlich ausgewählt. Er wurde Ausgangspunkt bzw. „Landungsbrücke“ aller Kribialerinnen und Kribialer getauft. Tatsächlich war dieser Ort das Eingangstor der Deutschen in Kamerun in der Zeit vor und während der Kolonisation. Diesen Spuren der Geschichte möchten wir bei Gelegenheit mit der KRIBIALE nachgehen, ehe die kulturellen oder sprachlichen Aktivitäten unternommen werden. Unsere Gäste aus Jaunde konnten ihre Begeisterung nicht zurückhalten, als sie feststellten, dass der Ort nach den Farben der deutschen Fahne gestrichen war. Die KRIBIALE betrachtet somit diesen Symbolort als Tor zur Heimreise und zugleich als Anlagestelle der Kribialerinnen und Kribialer und will ihn deshalb jederzeit so streichen.

Die Kribiale ist auch eine Plattform zur Informationsbeschaffung…
Wegen Verspätung beim Aufbau des Materials vom Goethe-Institut und zum Teil auch wegen der Führung zum Leuchtturm, die ein bisschen länger gedauert hat als vorgesehen, beginnt die große Podiumsdiskussion zum Thema « Relations germano-camerounaises. Etudes supérieures, bourses d’étude et vie quotidienne en Allemagne: des réponses à toutes vos questions » erst um 14:45 Uhr mit der Eröffnungsrede von Thierry Endante, gefolgt von den Grußworten des Chiefs Eko Roosevelt an die vielen Referenten und Teilnehmer (über 100). Letztere bestanden hauptsächlich aus Schülern, Studenten, Lehrern, Deutschsprechenden und Nicht-Deutschsprechenden. Der gemeinsame Nenner dabei war die Liebe zu der deutschen Sprache und Kultur:

Die Studenten des CENAJES-Kribi wurden als zukünftige Betreuer der Jugendlichen im Kulturbereich gebeten, sich zu informieren, um später ihre Erfahrung mit ihren Schülern zu teilen. Außerdem waren die meisten Kribialerinnen und Kribialer ehemalige Deutschschüler, die bei dieser Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse aktualisieren konnten.

Die Referenten waren: Herr Rößler (Moderator), Frau Mouchango und Frau Abbing von der Deutschen Botschaft in Kamerun, Herr Ludovic Etoundi vom Koordinationsbüro Kamerun und Herr Uwe Jung vom Goethe-Institut Kamerun. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden fruchtbaren Austauschs war die Konferenz zu Ende und ließ privatem Small Talk und Kontaktaustausch freien Raum.

Teilnehmende Schülerinnen und Schüler lernen, sich auf einer Messe zu „verkaufen“
In der Zwischenzeit, d.h. von 17.15- 18.30, fand die „Grande exposition“ statt. Während im Hintergrund deutsche Musik, daneben auch Trommel und afrikanischer Tanz erklangen, waren die Aussteller vor dem Konferenzraum schon bereit, ihre Besucher zu empfangen. Ziel dieser Schülermesse war es, den Jugendlichen und den deutschen Einrichtungen zu ermöglichen, sich besser zu verkaufen. Wissenschaftliche Arbeiten und Kunstwerke der Schüler und Studenten konnte man hier entdecken und in Ruhe bewundern.

Zu bedauern war der Mangel an Informationsbroschüren und Faltprospekten zum Mitnehmen, die die eingeladenen deutschen Institutionen hätten mitbringen sollen.

Zu einem Festival gehören auch Filme: Der Filmabend Gegen 20 Uhr wurden vier deutsche Kurzfilme, „Meine Eltern“, „Gregors größte Erfindung“, „Talks“ und „Björn oder die Hürden der Behörden“ vom Goethe-Institut vorgeführt. Sehr gute und spannende Filme, das konnte man leicht an den Gesichtern der Zuschauer ablesen. Was uns an diesem Filmabend gestört hat, war das Fehlen des Wettbewerbs. Es wurde mit den Filmmacher-Studierenden der Universität Jaunde I abgemacht, dass die Kriterien zur Auswahl des besten Kurzfilms erarbeitet und den Zuschauern mitgeteilt werden sollten.

Ums Feuer wird getanzt und getrunken: Der „Soir au village“
Nach dem Abendessen verabschiedeten sich einige Gäste, während die anderen dabei blieben und sich nach dem Rhythmus des traditionellen Batanga-Tanzes mit Tam-Tam ums Feuer bewegen konnten. Palmwein war auch dabei. Es war also sehr viel los bis etwa 23 Uhr. Der Freitag war ansonsten echt … cool!

Kribiale-Deutsch-Olympiade
Das Samstagprogramm begann am frühen Morgen mit dem erfolgreichen Besuch der Lobe-Wasserfälle, wo unsere Gäste mit viel Vergnügen mit dem Boot über den Lobe-Fluss fahren konnten. Gleich danach kam ein unerwarteter strömender Regen, der als Folge dazu geführt hat, dass die meisten betreuenden Teilnehmer von der Stadt Kribi nicht nach Lobe kommen konnten, sodass die KRIBIALE Deutscholympiade sehr spät angefangen hat. Folglich konnten nur ein paar Aktivitäten durchgeführt werden. Dieses Programm der Olympiade war insofern wichtig, als sie den beteiligten Schülern die Möglichkeit gab, ihre Sprachkenntnisse und ihre Allgemeinbildung zu aktualisieren. Es war eine Herausforderung, wo Schüler ihre Grenzen erproben konnten.

Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante

Freitag, 16. Oktober 2009

Goethe-Institut Kamerun: Fortbildungssminar für Daf-LehrerInnen

Im April 2009 fand im Goethe-Institut Kamerun in Yaounde ein Seminar zur Deutschlehrerfortbildung unter Leitung von Birgit Oelschläger statt. Im Laufe des Seminars wurden folgende Schwerpunkte sowohl theoretisch als auch praktisch bearbeitet:

Wie bringe ich meine Schüler zum Sprechen? Mit welchen Mitteln erarbeite ich authentische Kommunikationssituationen, in denen Grammatik-Übungsformen beispielweise aus dem Lehrwerk „Ihr und Wir“ spielerisch im Unterricht dargestellt werden?
Wie kann ich als Lehrer Rollenspiele aus Dialogen vom Lehrbuch „Ihr und Wir“ bzw. Lese-Novelas wie in der Reihe von „Anna Berlin“ thematisieren? Wie bringe ich dann meine Schüler dazu, eigene Drehbücher, Dialoge und Texte anhand von Lese-Novelas für Deutschanfänger zu erarbeiten und zu inszenieren?
Die Seminarteilnehmerinnen sollten vor allem lernen, wie man Grammatik spielerisch bei großen Klassenstärken lehren kann und besonders, warum man überhaupt Theater im Kurs spielen soll bzw. darf. Die Schüler dürfen im Klassenzimmer die verschiedenen Texte des Lehrwerks inszenieren. Dies distanziert sich von der traditionellen Methode, die von Schülern verlangt, dass sie Texte nur lesen und verstehen.

Auch wurde im Seminar auf Schwierigkeiten eingegangen, auf die LehrerInnen stoßen können, wenn sie ihre Stunden spielerisch gestalten wollen.

(Aus dem Magazin Bibala)