Montag, 31. August 2026

Femizid in Kamerun: Vorboten einer Gesellschaft im Niedergang

 Hinter den Meldungen, die in Zeitungen und in den sozialen Netzwerken Schlag auf Schlag kommen, zeichnet sich eine traurige Realität ab : die Femizide in Kamerun nehmen zu. Frauen, die von ihrem Partner, ihrem Ex, einem Familienmitglied oder einem Unbekannten getötet werden. Hinter jedem Namen steht ein zerstörtes Leben. Hinter jedem Drama stellt sich dieselbe Frage : Was sagt dieses Phänomen über unsere Gesellschaft aus ?

Alarmierende Zahlen

Ein offizielles nationales Register für Femizide gibt es in Kamerun bislang überhaupt nicht. Frauenrechtorganisationen wie ALVF (Association de Lutte contre les Violences) und WILPF Cameroon dokumentieren jedoch jedes Jahr mehrere Dutzend Fälle. 2024 und 2025 berichteten die Medien über Taten in Yaoundé, Douala, Buea und Bafoussam : Messerangriffe, Vergiftungen, Leichen, die unter grausamen Umständen aufgefunden wurden. Die meisten Opfer sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. In über 60 % der dokumentierten Fälle ist der Täter ein Nahestehender : Ehemann, Freund oder Ex-Partner.

Die Ursachen des Problems

Femizid ist kein ,,Verbrechen aus Leidenschaft’’. Es ist das Ende einer Kette von Gewalt.

1-Verankerte Stereotype

In Kamerun hält sich noch immer das Bild vom Mann als ,,Familienoberhaupt’’ und von der Frau als ,,unterwürfig’’. Eifersucht, Kontrolle und Gewalt werden viel zu oft als Liebesbeweis verharmlost.

2-Wirtschaftliche Prekarität

Finanzielle Abhängigkeit zwingt viele Frauen, in gewalttätigen Beziehungen zu bleiben. Daher ist Weggehen ein Luxus, den sich viele nicht leisten können.

3-Defizite bei Justiz und Gesellschaft

Anzeigen wegen häuslicher Gewalt führen nicht immer zu Konsequenzen. Angst vor Stigmatisierung, lange Verfahren und manchmal Druck aus der Familie hindern Frauen daran, sich zu wehren. Wenn die Justiz nicht als Schutz der Frauen wahrgenommen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Tat kommt.

Die Stimme werden langsam laut

In den letzten Jahren brechen feministische Kollektive und Bürgerjournalisten das Schweigen. Hashtags, Märsche am 8. März und Sensibilisierungskampagnen in Schulen und Kirchen versuchen, die Mentalität zu verändern. Es gibt erste Initiativen : Hilfstelefone, Frauenhäuser in Douala und Yaoundé, Schulungen für Sicherheitskräfte. Doch die Mittel reichen angesichts des Ausmaßes nicht aus.

Und jetzt ?

Der Kampf gegen Femizide braucht mehr als Pressemitteilungen.

*Seitens des Staates : Daten zentral erfassen, Strafen verschärfen, Richter und Polizei im Umgang mit Opfern schulen.

*Seitens der Gesellschaft : Schon Kinder zu Respekt und Gleichberechtigung erziehen . Über die Wichtigkeit von Einvernehmen, Wutmanagement und gewaltfreie Trennung sprechen.

*Seitens der Gemeinschaft : Aufhören zu sagen : Das ist eine Privatsache der Ehepartner. Ein Nachbar, ein Freund, ein Kollege kann ein Leben retten, indem er gewalttätige Übergriffe frühzeitig meldet.

Fazit

Jeder Femizid ist ein Alarmsignal. Wenn eine Gesellschaft ihre Frauen tötet, tötet sie einen Teil ihrer Zukunft : Mütter, Unternehmerinnen, Lehrerinnen, Ingenieurinnen, Führungspersönlichkeiten. Kamerun ist nicht unumkehrbar ,,im Niedergang’’. Aber solange das Leben einer Frau weniger wert ist als das Ego eines Mannes, bleibt die Gesellschaft krank. Der Niedergang beginnt nicht mit dem ersten Schlag. Er beginnt an dem Tag, an dem wir uns entscheiden, zu schweigen. Deshalb rufen wir zu einem kollektiven Verantwortungsgefühl auf.

William CHANTCHO, Douala - Kamerun

Donnerstag, 6. August 2026

Polygamie: ein Vergleich zwischen Kamerun und Europa

 Die Ehe gilt weltweit als Fundament der Gesellschaft. Doch die Form, in der sie gelebt wird, unterscheidet sich stark von Kultur zu Kultur. Während in Europa ausschliesslich die monogame Ehe rechtlich anerkannt ist, kennt Kamerun neben der Einehe auch die Mehrehe. Ein Blick auf die Unterschiede zeigt, dass hinter dieser Frage nicht nur Recht, sondern auch Geschichte, Wirtschaft und Werte stehen .

1-Der rechtliche Rahmen : Anerkennung vs. Verbot

In Kamerun ist die Polygamie im Zivilgesetzbuch geregelt. Ein Mann kann bei der Eheschliessung wählen, ob er eine monogame oder eine polygame Ehe eingehen möchte. Im Falle der Polygamie darf er bis zu vier Frauen heiraten. Alle Ehen müssen offiziell registriert werden. Damit verbunden sind klare Rechte und Pflichten : Unterhaltspflicht, Erbrecht für die Ehefrauen und die Kinder sowie gesetzliche Regelung für den Fall einer Scheidung.

In Europa sieht die Rechtslage völlig anders aus. In allen Ländern der EU ist nur die monogame Ehe anerkannt. Eine zweite Eheschließung wäre Bigamie und damit strafbar. Auch wenn in einigen europäischen Staaten Menschen aus polygamen Ehen einwandern, werden nur die erste Ehe und die Kinder rechtlich anerkannt. Weitere Ehefrauen haben keinen Ehegattenstatus. Der Grund dafür liegt im Gleichheitsprinzip und in der Rechtsordnung, die auf das Modell, « zwei Erwachsene, eine Familie » ausgerichtet ist.

2-Kulturelle Hintergründe und soziale Funktion

In vielen kamerunischen Gemeinschaften hat die Polygamie eine lange Tradition. Historisch war sie eng mit Landwirtschaft, Großfamilien und sozialer Absicherung verbunden. Mehrere Ehefrauen bedeuteten mehr Kinder für den Fortbestand des Familiennamens und ein größeres soziales Netzwerk. In diesem Kontext wird die Fähigkeit, mehrere Familien zu versorgen, oft auch als Zeichen von Verantwortung und Wohlstand verstanden.

Zudem spielt der Clan eine große Rolle. Kinder aus der polygamen Ehen gehören derselben Familie an und stärken deren Position innerhalb der Gemeinschaft. Die älteren Frauen nehmen dabei häufig eine leitende Rolle ein und unterstützen die jüngeren Ehefrauen bei Haushalt und Kindererziehung.

In Europa ist die Vorstellung von Ehe dagegen stark durch christliche Werte und später durch die Aufklärung geprägt. Die Ehe wird als Liebes- und Lebensgemeinschaft zwischen zwei gleichberechtigten Partnern verstanden. Individualismus und persönliche Selbstverwirklichung stehen im Vordergrund. Das Sozialsystem, Schulen, Krankenversicherung und Rente sind auf Kernfamilien mit zwei Erwachsenen ausgelegt. Aus dieser Perspektive wird Polygamie oft als unvereinbar mit dem Prinzip der Gleichberechtigung gesehen.

3-Wirtschaftliche Realität und Alltag

Im ländlichen Kamerun kann die Aufteilung von Arbeit und Verantwortung in einer polygamen Familie auch Entlastung bringen. Die Aufgaben im Haushalt, auf dem Feld und bei der Kinderbetreuung werden verteilt. Das kann gerade in Regionen mit wenig staatlicher Infrastruktur eine praktische Lösung sein.

In Europa hingegen basiert der Alltag auf anderen Strukturen. Zwei Einkommen, staatliche Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit und soziale Sicherungssysteme machen das Modell der Kleinfamilie tragfähig. Ein Haushalt mit mehreren Ehepartnern würde in diesem System an rechtliche und administrative Grenzen stoßen, etwa bei Steuern, Versicherungen oder Erbschaft.

4-Rechte der Frauen und gesellschaftliche Debatte

Auch die Diskussion über die Rechte der Frauen verläuft unterschiedlich. In Kamerun sind die Rechte polygamer Ehefrauen gesetzlich verankert. In der Praxis hängt die Umsetzung jedoch stark von Region, Bildung und Familientradition ab. In Städten hinterfragen gerade jüngere Menschen das Modell zunehmend und entscheiden sich bewusst für die Monogamie.

In Europa steht die Debatte unter dem Zeichen der Geschlechtergleichheit. Kritiker der Polygamie argumentieren, dass sie strukturell zu Abhängigkeiten führen könne. Befürworter kultureller Vielfalt verweisen hingegen auf das Selbstbestimmungsrecht von Erwachsenen. Insgesamt dominiert aber die gesellschaftliche Ablehnung.

Als Fazit geht hervor, dass der Vergleich zwischen Kamerun und Europa unterschiedliche Antworten auf die Frage gibt, wie Familien und Zusammenleben organisiert werden. In Kamerun ist die Polygamie eine rechtlich geregelte, kulturell verankerte Struktur mit klaren sozialen Funktionen innerhalb der Gesellschaft. In Europa ist die Monogamie rechtlich und sozial die Norm, gestützt auf Werte der Gleichberechtigung und ein anderes Wirtschaftssystem.

Wichtig ist, diese Unterschiede nicht nur zu bewerten, sondern zu verstehen. Hinter dem Gesetz stehen Lebensrealitäten. Ein Dialog zwischen den Kulturen kann helfen, Vorurteile abzubauen und gleichzeitig über Menschenrechte, Gleichstellung und den Schutz von Frauen und Kindern zu sprechen. Denn am Ende geht es in jeder Gesellschaft um dasselbe Ziel : ein Leben in Würde, Sicherheit und gegenseitiger Achtung.



William CHANTCHO, Yaoundé - KAMERUN

Mittwoch, 8. Juli 2026

Mangelndes Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz Kameruns

 


Derzeit zweifeln viele Bürger an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz in Kamerun. Viele befürchten, dass  Korruption und äußere Einflüsse die Arbeit der Justiz stark beeinträchtigen. Die häufigsten Vorwürfe sind, dass Verfahren mit sehr unterschiedlicher Dringlichkeit behandelt werden. Manche werden verschleppt, andere ungewöhnlich beschleunigt.

In einem Rechtsstaat soll die Justiz den Zugang zum Recht für alle gewährleisten, ohne Unterschied von sozialem Status, von Vermögen oder der Nähe zur Macht. Sie ist die Zuflucht des schwachen Bürgers vor der Willkür und die Garantin der Gleichheit vor dem Gesetz. Das ist in Artikel 1 Absatz 3 der Verfassung Kameruns verankert.

Der Vertrauensverlust zu dem Justizapparat hat starke Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt. Wenn ein Teil der Bevölkerung an der Gerechtigkeit gerichtlicher Entscheidungen zweifelt, wird auch die allgemeine Autorität des Staates geschwächt. Umgekehrt spielt eine glaubwürdige Justiz eine befriedende Rolle. Sie schützt die Rechte, regelt Konflikte und festigt den Gesellschaftsvertrag .

Die Bürger fordern keine Privilegien, sondern eine unparteiische Anwendung der Gesetze. Dies setzt eine Justiz voraus, die zugänglich und vorhersehbar ist und innerhalb angemessener Frist tätig wird, im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Kameruns auf faire Verfahren.

Letztlich bemisst sich die Stärke einer Nation auch an der Stärke ihrer Justiz. Wenn die Justiz ihre Arbeit mit Strenge und Neutralität verrichtet, wird dadurch die gesamte Gesellschaft gestärkt.


William CHANTCHO

Mittwoch, 1. Juli 2026

Welchen Weg sollten die Staaten Afrikas gehen?

Vermutlich ist die Mehrheit der Deutschen wie die Mehrheit der Bewohner Afrikas

der Meinung, dass es den Deutschen gegenwärtig besser geht als den Bewohnern in

ihrem Land. Der Streit in Deutschland geht vor allem darum, wie man die gegenwärtige

Situation aufrecht erhält. Dadurch dass man mehr Menschen ins Land lässt oder weniger.

Von Afrika aus gesehen ist das ein Streit, wie man ihn gern hätte. Die Probleme stellen sich da anders. Die Frage ist: Warum geht es uns so viel schlechter als den meisten Menschen in Europa?

Ist unsere Regierung daran schuld oder sind es die Kolonialmächte?

Die einfachste Lösung wäre: Die ehemaligen Kolonialmächte geben zu, dass sie schuld sind, und finanzieren unseren wirtschaftlichen Aufstieg. Wenn man die Situation von Deutschland aus betrachtet, hat man eine schöne Antwort parat: „Ja, die Kolonialmächte waren schuld wie z.B. das deutsche Kaiserreich mit seinem Völkermord an den Herero und Nama von 1904 bis 1908. Aber das ist über 100 Jahre her. Zwar leben unter uns nach manche, die am Holocaust mitschuldig waren, aber die wurden bestraft und die Schuldigen an dem Völkermord von 1904-1908 sind alle tot. Aber wir wollen euch gern helfen, ganz Afrika zu helfen sind wir zwar zu schwach, aber wir helfen euch nach unseren Kräften. Gewiss tun das auch andere ehemalige Kolonialmächte.

Von Afrika aus gesehen stellt sich dabei aber ein anderes Problem: „Werden die ehemaligen Kolonialmächte uns richtig helfen? Sie hätten uns schon seit Jahrzehnten helfen können, aber praktisch ist nie wirklich etwas daraus geworden. Wir müssen darüber entscheiden, wie uns geholfen wird.“ Über genau dieses Problem streiten sich gegenwärtig im Senegal zwei Parteikollegen. Bassirou Diomaye Faye der neu gewählte Präsident des Senegal und  Ousmane Sonko der Parlamentspräsident.

Faye hält es für sinnvoll, mit Frankreich zusammenzuarbeiten und Sonko, der Gründer der Partei, die Faye als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt hat, fordert, dass Senegal die Bestimmungen festlegen können soll, unter denen die Zusammenarbeit erfolgt.





 

Donnerstag, 30. April 2026

Dass die Körper der Verstorbenen bei den Totenwachen nicht mehr präsent sind, ist bei den Bamilekes in Kamerun eine gängige Praxis geworden.

 Jeder Hinterbliebene kümmert sich nur noch um seine eigenen Gäste, die Trauerfeier des Dorfs findet nicht mehr statt.

Aus den Totenfeiern der Grasland-Kultur ist eine bloße Inszenierung eines Events geworden. Man reist zu einer Beerdigung, tanzt Mbolé, Bikutsi, Makossa usw. , ohne überhaupt den Trauerhof zu kennen.

Die Freunde des Verstorbenen werden mit dem Leichnam ihres Freundes im Hof alleingelassen; Jeder Sohn ist damit beschäftigt, seine eigene Feier vorzubereiten. Die Hinterbliebenen wissen nicht einmal, ob im Hof des Verstorbenen, wo sich der Leichnam befindet, die Kerzen noch brennen, ob die Nachbarn ebenfalls eine Feier begehen.

Das Event Trauerfeier wird bei den Bewohnern des Kameruner Graslands so sehr geschätzt, dass man sich fragt, ob ein Sterbefall nur noch ein willkommener Anlass ist, die Feier für allerlei Ausschweifungen zu nutzen Der Trauerhof ist leer, Unkraut wächst an den Eingängen, der Sarg wurde beschädigt, der Leichenwagen wurde wegen Geldmangels frühzeitig weggeschickt: alles, um das Geld für die Getränke beim Event aufzusparen.

Wie soll man verstehen, dass jemand gestorben ist, dass Söhne, Enkel mit Freunden kommen, um ihren Onkel, ihre Tante usw.zu ehren, aber abreisen, ohne zu wissen, wo die Trauerfeier überhaupt stattfand? Wie soll man verstehen, dass jeder erst um 10 Uhr ankommt : “Ndop” über der Schulter, mit wiegendem Gang und im frisch gebügelten Zweireiher! Dabei beachten sie nicht, dass sie dabei beobachtet werden. Denn es wäre ja längst Zeit, Stühle aufzustellen und das religiöse, traditionelle Protokoll vorzubereiten. Bei den Bewohnern des Graslandes ist jeder Sinn für die Würde der Verstorbenen verlorengegangen. In diesem völligen Chaos schweigen die Hüter der Tradition. Sie nehmen diese Entweihung der Trauer einfach hin! IHRE MAJESTÄT, die Könige, unsere Würdenträger, geehrte Notable und Weise, euer Volk verliert seine Orientierung, und ihr seid die Hauptschuldigen an dieser Katastrophe, die sich nun bei jedem Todesfall wiederholt!

EIN TODESFALL BEDEUTET HEUTE:

Das Rind kaufen, es ausstellen, damit das Dorf sieht, dass es sich um eine große Trauerfeier handelt; den Verstorbenen irgendwo im Hof ablegen und den Leichenwagen wegschicken. Die Aktion läuft ab: jeder Sohn lässt den Körper seines Vaters, seiner Mutter, seines Großvaters bei seinen Freunden zurück, weil eine Gruppe aus Yaoundé eingetroffen ist und er mit der das große Ereignis begehen muss. Der Tod hat seine Würde verloren, denn wie sonst kann man die Trauerhäuser der Hinterbliebenen mit Besuchern überfluten und den Körper des Toten allein zurücklassen?

Die Inszenierung des Events entheiligt das Heilige und zerstört die Werte vor den Augen der Hüter der Tradition, der Intellektuellen und sogar des Dorfbewohners, der es wagt, Vorwürfe zu machen und deshalb sogar als rückständig gilt. Das lassen wir einfach so geschehen.


William CHANTCHO, Douala -KAMERUN

Samstag, 18. April 2026

Die Polygamie: eine fest in der afrikanischen Gesellschaft eingebundene Praxis

 Wenn man über Polygamie spricht, denken viele sofort an einen reichen und mächtigen Mann, der Frauen wie Trophäen aneinanderreiht. Doch die afrikanische Geschichte erzählt uns etwas anderes. In vielen alten Gesellschaften war die Polygamie nicht nur eine Frage männlichen Verlangens. Sie war eine echte Familienstrategie, eine soziale Organisation, die oft von den Frauen selbst geregelt und überwacht wurde. Die Familie war nicht nur ein Zuhause: sie war eine Produktionseinheit. Landwirtschaft, Viehzucht, Handwerk, lokaler Handel…. Alles beruhte auf der Arbeit des Haushalts. Und die Frau hatte eine wichtige wirtschaftliche Rolle im Haushalt. Sie pflanzte, säte, erntete und verarbeitete. Sie kümmerte sich um Wasser, Feuer, Kinder und tägliche Rituale. Sie verwaltete den Haushalt und manchmal auch den Handel. Diese ganze Last allein zu tragen, konnte sie schnell erschöpfen und den gesamten Haushalt schwächen. In diesem Kontext war eine Mitfrau nicht unbedingt eine Rivalin. Sie konnte eine Verbündete sein, die half, die Last zu teilen und den Haushalt zu stabilisieren. Und wer entschied oft über das Kommen der zweiten Frau? Unausweichlich die erste Ehefrau. Sie beobachtete die Dynamik des Haushalts, bewertete die Bedürfnisse und konnte die neue Ehefrau vorschlagen oder bestätigen. Sie achtete darauf, dass diese aus einer passenden Familie kam, arbeitsfähig war, die Regeln respektierte und fähig war, zusammenzuleben, ohne das familiäre Gleichgewicht zu stören. Die Polygamie war ursprünglich keine männliche Laune ; sie erforderte freilich diplomatischen Umgang der Frauen miteinander.

Die Integration einer Mitfrau erfolgte mit Protokollen, Ritualen und Gesprächen. Die erste Ehefrau begleitete sie und führte sie in die Regeln des Haushalts ein, in die Verwaltung des Hauses, den Respekt gegenüber den Älteren und die Beziehungen zur Verwandtschaft. Die neue Ehefrau wurde nicht einfach hinzugefügt : sie wurde in eine bestehende Familienstruktur integriert. Heutzutage haben wir jedoch nur das Wort Polygamie im Blick. Verantwortung, Protokoll, Gleichgewicht und die Würde von den Frauen werden oft ignoriert. Man behält das Privileg des Mannes bei, aber nicht mehr die Tradition. Geld, Macht, Prestige oder Religion werden instrumentalisiert. Daher stellen wir uns die Frage: Wenn wir vom alten Afrika sprechen, was haben wir wirklich bewahrt? Die Institution oder nur das Privileg? Denn Polygamie ohne Verantwortung, ohne Gerechtigkeit, ohne soziales Protokoll, ohne Stabilität und ohne Respekt gegenüber Frauen zu bewahren …… ist keine Tradition mehr. Es ist schlicht und einfach nur eine Ausrede.

William CHANTCHO

Montag, 13. April 2026

Leo XIV. vor seiner Reise nach Kamerun

 Leo XIV.  * 14. September 1955 in Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten, leitete von 2001 bis 2013 als Generalprior den Augustinerorden, war von 2015 bis 2023 Bischof des Bistums Chiclayo im Nordwesten Perus und wurde im September 2023 zum Kardinal erhoben. (Neben der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten besitzt er seit 2015 auch die peruanische Staatsbürgerschaft, außerdem seit 2023 von Amts wegen die des Vatikans.) [...]

Leo XIV. verurteilte die russische Invasion der Ukraine als „eine echte Invasion, die imperialistischer Natur ist und bei der Russland versucht, aus Machtgründen Territorium zu erobern“.[150] Er forderte in einer seiner ersten großen Reden als Papst einen Waffenstillstand im Gaza-Krieg.[151][152][153] Leo XIV. bezeichnete den Frieden als zentrales Thema seines Pontifikats und rief dazu auf, „nie wieder Krieg“ zu führen und sich für einen echten, dauerhaften Frieden einzusetzen.[154][155] Er betonte, dass Frieden im Inneren beginne: „Nur ein friedvolles Herz kann Frieden verbreiten, in der Familie, in der Gesellschaft und in den internationalen Beziehungen.“[156][157] Gewaltlosigkeit soll die Methode und den Stil aller Entscheidungen, Beziehungen und Handlungen bestimmen. [...] (Wikipedia)

Angekündigte Reisen in das außeritalienische Ausland

ZielDatumAnlass / Orte
Algerien13. bis 15. April[2]Algier und Annaba
Kamerun15. bis 18. April[2]Yaoundé, Bamenda und Douala
Angola18. bis 21. April[2]Luanda, Muxima und Saurimo
Äquatorialguinea21. bis 23. April[2]Malabo, Mongomo und Bata
Spanien6. bis 12. Juni 2026[2]
(Wikipedia)

Mittwoch, 8. April 2026

Zur Entwicklung des Handels in Afrika und Europa im Vergleich

 Bekanntlich fand der Übergang von den gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Affen zum Menschen in Afrika statt. Die Menschen organisierten sich in verhältnismäßig kleinen Gruppen und suchten sich ihre Nahrung als Jäger und Sammler. Erst als Menschen sesshaft wurden und sich für die Herstellung von Gütern spezialisierten, konnte ein Bedürfnis entstehen, sich mit anderen Gruppen auszutauschen, um von denen Güter zu erhalten, die es vor Ort nicht gab. Das geschah, als sich Hochkulturen entwickelten und innerhalb eines größeren Reiches Güter ausgetauscht wurden. Die Fernhandelswege zwischen unterschiedlichen Kulturen waren innerhalb Europas weitgehend Seewege. In Afrika gab es mit der Sahara mit dem Transsaharahandel ein besonders großes nur gering besiedeltes Gebiet zu durchqueren. Die weiteren wichtigen Handelswege in Afrika waren weniger weiträumig. 

Intensive Handelsverbindungen zwischen Nordafrika und Europa gab es bereits zur Zeit des Römischen Reiches. Zu transatlantischem Handel großen Stils kam es erst mit dem Kolonialismus im sogenannten Atlantischen Dreieckshandel, der allerdings seine Vorläufer schon seit dem 7. Jahrhundert im Sklavenhandel zwischen Subsahara-Afrika und dem Nahen Osten. (Dabei ist freilich umstritten, ob es wirklich ein Handelsnetz zwischen den drei Kontinenten Amerika, Afrika und Europa gab oder ob der Handel nur jeweils zwischen zwei Kontinenten stattfand und sich nur aus der Kombination dieser Handelswege ein Dreieckshandel ergab.)

Wenn man die Entwicklung des Handels innerhalb der Kontinente Europa und Afrika vergleicht, fällt auf, dass es zwar schon früh Handel zwischen Städten und eine Spezialisierung des Handels gab, aber die Entwicklung zeitlich ziemlich unterschiedlich verlief.

Der Übergang von Märkten zu festen Verkaufsstellen fand schon früh in Ägypten, Mesopotamien und im Mittelmeerraum statt, im Norden Europas erfolgte er erst deutlich später. Im Mittelalter gab es allerdings in den Niederlassungen der Hanse in Städten an der Nordsee- und Ostseeküste schon viele feste Verkaufsstellen. Für Transsahara-Afrika ist die Entwicklung in der Zeit vor dem Kolonialismus nicht genau festzulegen. Ein Einschnitt liegt eindeutig vor, als am Ende des 19. Jahrhunderts die Europäer sich feste Handelsplätze schufen. In Kamerun geschah das 1884 durch die Deutschen, in Gabun 1890 mit den französischen Konzessionsgesellschaften.

In Gabun bewährten sich die staatlich geförderten Gesellschaften weniger, und der Trend ging zu einer Privatisierung des Handels. 

Einzelhandelsgeschäfte entstanden außerhalb großer städtischer Zentren erst in den 20er und 30er Jahren, doch hatte diese Entwicklung bereits vor dem Afrika-Jahr 1960 und der Dekolonisation Afrikas das Umland der Städte erreicht. 

Der Verbreitung von Einzelhandelsgeschäften in Afrika folgte in Europa der Trend zur autogerechten Stadt und fand in den 1960er Jahren einen Höhepunkt. Doch während in Europa in den 1970er Jahren ein Umdenken in Richtung Verkehrsberuhigung begann, setzte das in Afrika erst im 21. Jahrhundert ein, auch wenn einzelne Städte die durchschnittliche europäische Entwicklung sogar überholten (zum Beispiel Kigali mit der Erklärung einer Straße in der Innenstadt zur autofreien Zone) im Jahr 2015.






Dienstag, 7. April 2026

Exklusivinterview mit Herrn NDAIBOU GARGA ALIYOU, Direktor des Hotels Océan - KRIBI

Nachbarschaft: Guten Tag Herr Leiter, könnten Sie sich bitte unseren Lesern kurz vorstellen?

Antwort: Guten Tag und vielen lieben Dank für das Interesse an meinem Unternehmen! Ich bin NDAIBOU GARGA ALIYOU, Direktor des Hotels Océan in Kribi. Es handelt sich um ein staatliches Hotel, das direkt vom kamerunischen Ministerium für Tourismus und Freizeit verwaltet wird.

Nachbarschaft: Können Sie uns die Geschichte Ihres Hotels, seine Kapazität, Kategorie und Managementstruktur vorstellen?

Antwort: Früher war das Gelände, auf dem sich heute das Hotel befindet, ein staatliches Touristenzentrum. Die eigentliche Errichtung des Hotels begann im Jahre 2023 mit der Einstellung des ersten Leiters im April und des ersten Personals im Mai desselben Jahres. Das Hotel ist zurzeit im Ausbau und verfügt über 24 Zimmer, darunter eine Suite, zwei Konferenzräume (einer mit 300 Plätzen für Veranstaltungen aller Art und ein weiterer mit 70 Plätzen), einen großen Parkplatz sowie ein Restaurant direkt am Meer. Das Hotel liegt an der Küste und bietet einen privaten Zugang am Strand an.



Was die Managementstruktur betrifft, ist sie hierarchisch organisiert und in zwei Hauptteilungen unterteilt: Verwaltung/Finanzen und technischer Betrieb (Unterkunft, Wäscherei, Etagenservice, Gastronomie, Restaurant, Bar und Küche). Diese Abteilungen stehen unter der Koordination des Leiters.

Nachbarschaft: Wie wird das Personal verwaltet (Empfang, Buchhaltung, Marketing, Sicherheit, Küche, Reinigungsdienst?) Arbeiten sie im Team oder unabhängig?

Antwort: Das Personal wird direkt vom Ministerium eingestellt. Ich verfüge über eine leistungsfähige Verwaltung sowie eine juristische Abteilung, die die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen. Die Personalverwaltung erfolgt professionell. Zum Beispiel: unsere Küchenchefin hat über 15 Jahre Erfahrung, und die Buchhaltung wird von einer Expertin geführt. Die Aufgaben werden klar verteilt und nach Hierarchie organisiert. Im Betriebsbereich arbeiten die Mitarbeiter in Schichten (halbtags), um eine ständige Präsenz sicherzustellen. Die Reinigung erfolgt regelmäßig, um höchste Sauberkeit zu gewährleisten. Strenge Regeln und Vertragsbedingungen fördern Verantwortungsbewusstsein und Qualitätsservice.

Nachbarschaft: Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie? Haben sie Verträge und Sozialversicherung (CNPS)?

Antwort: Wir haben 40 fest angestellte Mitarbeiter, die vom Ministerium eingestellt wurden und die sozialversichert sind, sowie 9 temporäre Mitarbeiter.

Nachbarschaft: Arbeiten Sie mit privaten Dienstleistern zusammen?



Antwort: Ja genau, wir arbeiten mit Lieferanten für Lebensmittel und Getränke, einem Unternehmen für Bildverteilung sowie einigen Marketingagenten zusammen.

Nachbarschaft: In Kribi gibt es eine starke Konkurrenz im Hotelbereich. Welche Strategien verfolgen Sie, um angesichts dieser Konkurrenz erfolgreich zu sein?

Antwort: Wir setzen auf Komfort und attraktive Sonderangebote, um uns von der Konkurrenz abzuheben.

Nachbarschaft: Wie gehen Sie mit der hohen Steuerbelastung in Kamerun um?

Antwort: Zwar ist die hohe Steuerlast in unserem Land eine Realität, aber wir bemühen uns, obwohl wir ein staatliches Unternehmen sind, unseren Verpflichtungen bestmöglich nachzukommen.

Nachbarschaft: Wie sind Ihre Preise für Unterkünfte?

Antwort: Unsere Preise sind:

*Standardzimmer (Stadtblick): 40.000 XFA (offiziell) / 30.000 XFA (ohne Frühstück) / 35.000 XFA (mit Frühstück)

*Standardzimmer (Meerblick): 45.000 XFA / 35.000 XFA / 40.000 XFA

*VIP- Zimmer: 50.000 XFA / 40.000 XFA / 45.000 XFA

*Doppelzimmer: 50.000 XFA / 40.000 XFA / 45.000 XFA

*Senior Suite: 150.000 XFA / 120.000 XFA / 125.000 XFA

*Großer Saal (für 300 Personen): 650.000 XFA / 450.000 XFA

*Konferenzraum: (für 70 Personen): 300.000 XFA / 250.000 XFA



Unsere Menüs:

*Frühstück: ab 5.000 XFA (bis 10 Uhr), *Mittagessen: ab 6.500 XFA (11 Uhr -17 Uhr)

*Abendessen: ab 6.500 XFA (18 Uhr – 22 Uhr), *Büffet: auf Bestellung, *Getränke: alkoholisch: ab 15.00 XFA / Nicht-alkoholisch : ab 1.000 XFA.

Nachbarschaft: Wer gehört zu Ihrer Kundschaft? Wie lange halten sich die Gäste durchschnittlich in Ihrem Hotel auf?

Antwort: Unsere Kundschaft ist vielfältig, hauptsächlich Einheimische. auf der anderen Seite empfangen wir über unsere Buchungsseiten und dank der strategischen Lage unseres Hotels in der Nähe der Straße, der Stadt und des Schiffsanlegers sehr oft Ausländer aus allen Richtungen.

Nachbarschaft: Auf kultureller Ebene: welche Sehenswürdigkeiten bieten Sie Ihrer Kundschaft besonders an? Welche Sprache wird von den meisten Kunden gesprochen?

Antwort: Was das Essen angeht, bieten wir unsere Kundschaft eine Vielfalt von Gerichten, darunter auch europäische Gerichte an, um die Kundschaft zufriedenzustellen. Übrigens ist die am meisten gesprochene Sprache in Kribi Französisch, aber wir verfügen über ein zweisprachiges Personal für die Verständigung mit den Kunden.

Nachbarschaft: Da wir ein deutsches Magazin sind: Welche attraktiven Angebote bieten Sie der deutschen Kundschaft an? Haben Sie einen Dolmetscher, der sich um deutsche, schweizerische und österreichische Kundschaft kümmert?

Antwort: Das ist für uns kein Problem, da wir mit professionellen linguistischen Anstalten zusammenarbeiten, die uns ihren Service für diese Gelegenheiten anbieten.

Nachbarschaft: Welches sind schließlich Ihre zukünftigen Projekte und Perspektiven?

Antwort: Unser Projekt ist es, alle möglichen Mittel einzusetzen, um die Bedürfnisse und Anforderungen unserer vielfältigen Kundschaft besser zu erfüllen, um innerhalb unseres Hotels möglichst viele Veranstaltungen durchzuführen und uns mit unseren Leistungen auszuzeichnen, damit wir das führende Hotel in der Strandstadt Kribi werden.


Das Interview führte William CHANTCHO

Freitag, 3. April 2026

Klagen der Bauern

 

Man hat uns gesagt: „Geht in die Landwirtschaft ! Die Erde lügt nie. 

Wir haben ihnen geglaubt. Wir haben den Komfort des Traums verlassen, um in das Leiden der Realität einzutreten. Wir haben die Machete, die Hacke, die Daba genommen. wir haben der Sonne getrotzt, dem Regen, dem Schlamm, den Insekten, der Müdigkeit, den schlaflosen Nächten und den Tagen, die den Rücken brechen. Wir haben mit Glauben gesät, wir haben mit Mut gearbeitet. Wir haben mit Geduld gewartet. Und als die Ernte endlich aus der Erde kam, dachten wir, endlich die Frucht unseres Opfers in den Händen zu halten.

Doch genau hier beginnt der wahre Verrat. Beim Verkauf zählen unsere Anstrengungen nicht mehr. Unsere Ausgaben sprechen nicht mehr. Unsere Schmerzen haben keinen Preis mehr. Nein. Sie sind es, die bestimmen. Sie sind es, die entscheiden. Sie sind es, die uns niederdrücken. Sie sind es, die Monate des Schweißes betrachten, als wäre es eine seelenlose Ware. Sie setzen beleidigende Preise fest, die weder unsere Kosten respektieren, noch den Transport, noch das Saatgut, noch die Betriebsmittel, noch die Arbeitskraft, noch die verlorene Zeit, noch die Schulden, die wir aufgenommen haben, um zu produzieren. Mit anderen Worten: man, verlangt von uns, wie Sklaven zu arbeiten und wie Bettler zu verkaufen. Das ist die Wahrheit.

Man drängt uns mit schönen Worten zur Erde, aber in dem Moment, in dem wir von ihr leben sollen, würgt man uns. Man bestiehlt uns auf legale Weise. Man verarmt uns systematisch, bis man uns glauben lässt, wir seien gescheitert, obwohl es ein ganzes System ist, das darauf aufgebaut ist, uns auf den Knien zu halten. Das Land ernährt sich dank der Bauern, doch die Bauern selbst leben im Leid. Die Märkte sind voll unserer Produkte, doch unsere Häuser sind ohne Frieden. Unsere Felder produzieren Nahrung, doch für uns wird daraus Armut. 

Was für ein Skandal! Was für eine Schande! Was für eine Grausamkeit! Die Erde lügt nicht. Die Erde gibt entsprechend der Anstrengung. Es sind die Menschen, die lügen. Es sind die Vertriebssysteme, die lügen. Es sind die ausbeuterischen Käufer, die lügen. Es sind die politischen Reden ohne Lösungen, die lügen. Denn wozu produzieren, wenn der Produzent arm stirbt? Wozu ernten, wenn der Verkauf zur Demütigung wird? Wozu die Jugend zur Landwirtschaft ermutigen, wenn dahinter alles organisiert ist, um sie zu entmutigen, auszubeuten und anzuwidern? Die Jugend hat keine Angst vor der Arbeit. Sie hat Angst vor der Ungerechtigkeit. Sie hat keine Angst, sich die Hände schmutzig zu machen. Sie hat Angst, sich umsonst zu opfern. Sie hat keine Angst vor der Erde. Sie hat Angst vor den Geiern, die am Ende auf die Ernte warten, um den Schweiß der Armen zum Preis der Verachtung zu kaufen. Man muss die Dinge klar sagen: dieses Land tötet den Mut seiner Jugend, wenn es die Produzenten ohne Schutz lässt, ohne faire Preise, ohne organisierte Märkte, ohne lokale Verarbeitung, ohne Respekt für ihren Schweiß.  

Und doch: Ohne uns gibt es keine Nahrung. Ohne uns gibt es keinen Markt. Ohne uns gibt es kein Leben. Also haben wir genug von den Lügen, genug von den leeren Worten, genug von den nutzlosen Ratschlägen aus den Büros an diejenigen, die auf den Feldern leiden. Wir verlangen kein Mitleid, wir verlangen Gerechtigkeit. Wir verlangen keinen Applaus, wir verlangen endlich würdige Preise. Wir wollen nicht mehr als Opfer gesehen werden. Wir wollen, dass  endlich der Wert unserer Arbeit respektiert wird.


William CHANTCHO, Douala -KAMERUN

Samstag, 21. März 2026

Zu unterschiedlichen Entwicklungen auf der Welt und in Westafrika

 Die Antworten, die über die folgenden Links erreichbar sind, sind von Künstlichen Intelligenzen gegeben und nicht von Mitgliedern unserer Redaktion nachrecherchiert worden. Sie bieten aber interessante Vorinformationen, denen man bei größerem Interesse nachgehen kann. 


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-kam-es-weltweit-erstmals-zum.html

(weltweit)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/handelswege-im-vorkolonialen-afrika.html


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-stark-pragt-der-konflikt-zwischen_17.html

(Konflikt zwischen den englisch- und französischsprachigen Regionen Kamerun)

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/ist-die-unterschiedliche-situation.html

(Vergleich zwischen Gabun und Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/entwicklung-der-verkaufsstatten-in.html

(Deutschland)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-entwickelte-sich-der-stadtische.html

(Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-entstanden-in-kamerun-die-ersten.html

(Faktoreien in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-entstanden-in-gabun-die-ersten.html

(Konzessionsgesellschaften in Gabun)

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wann-gab-es-in-kamerun-die-ersten.html

(Supermärkte in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wieviel-prozent-der-landlichen.html

(Zugang zu Elektrizität und zu sauberem Wasser in Kamerun)


https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/wie-wirkt-sich-caistab-auf-die.html

(Landwirtschaft mit Kaffee und Kakao in Gabun)