Posts mit dem Label Wussten Sie das? werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wussten Sie das? werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 20. November 2010

Hambock / Hombock (die Aussprache hängt von der Muttersprache ab)

Schon lange vor der Kolonialzeit waren die Städte an der Küste sehr bekannt. Diese Städte repräsentierten das ganze Land. So waren Städte wie Hamburg, Duala oder Libreville sowohl Handelszentren, als auch Treffpunkte mit Ausländern.

Als die Deutschen in Duala ankamen, war es klar, dass sie aus Hamburg kamen, da auch Hamburg eine Hafenstadt wie Duala war. Man nannte sie mit einem komischen lokalen Akzent: „die Hamburger“.

Mit der deutschen Herrschaft haben die „Hamburger“ die Pflichtarbeit eingeführt. Die Einheimischen wurden von diesen „Hamburgern“ auf die Plantagen weggeschickt, um ihre Pflichtarbeit zu erledigen. Die Deutschen, „Hamburger“ genannt, waren den Einheimischen gegenüber natürlich böswillig. Den ganzen Tag zu arbeiten ohne einen Cent zu verdienen war eine große Störung!

In fast allen Muttersprachen in Kamerun ist das Kolonialwort „Hambock / Hombock“ - abgeleitet von Hamburg- ein Synonym von Störung. Dieses Wort wird heute alltäglich und ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft von allen Kamerunern benutzt. Seit dieser Zeit erinnert jede Störung an die Hamburger jener Zeit.

Es wird umgangssprachlich oft gesagt: „ don’t humbock me!“, das heißt: stört mich nicht! (Wie diese Hamburger)! Das Wort habt ihr sicherlich schon benützt oder gehört!

Also Nachbarschaft! Kein « Hombock» bitte!!!

(Aus dem Lexikon der Umgangssprache)

Jean Francois BAPACK, Government Bilingual High School Ngaoundéré

Donnerstag, 29. April 2010

Kribiale, interkulturelles Deutsch-Festival - Was ist das?

In der heutigen globalen Welt ist die Begegnung vieler Menschen verschiedenen Kulturhintergrundes die beste Gelegenheit gegenseitiger Befruchtung. Die KRIBIALE ist ein Ort, an dem sich Leute unterschiedlicher Horizonte zwecks Kennenlernens und interkulturellen Austauschs treffen können.

Zwischenmenschliche Beziehung zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sollte nach wie vor das Hauptanliegen der Erziehung sein. Die Schule, die ihr Allwisserei-Monopol zugunsten von Erziehung zur Kommunikation und zur Medienpädagogik loswerden soll - letzteres ist heute angesagt -, sollte eine Plattform des Umdenkens anbieten, wo experimentiert und reflektiert, gelernt und gehandelt wird. Dieses ständige Streben nach der „Schule fürs Leben“ ist das Leitmotiv des vorliegenden Projekts.

I – Förderungskräfte

Die KRIBIALE ist eine Initiative des « Freundeskreises Junger Deutschkünstler » (JUK). Wir sind ein apolitischer, nicht auf Gewinn ausgerichteter, Verein. Dieser Verein entstand 2006 im Collège Adventiste in Kribi (Kamerun) unter dem „Taufnamen“ DEKAK (« Deutschklub Collège Adventiste Kribi »). Der Verein musste sich 2007 anderen Deutschklubs der Stadt Kribi und Umgebung anschließen, um dann „Synergie des clubs d’allemand de Kribi“ zu heißen. Seit 2008 ist er noch größer geworden: Er ist nämlich kein einfacher Schulklub mehr, sondern ein selbstständiger Verein: JUK.

II- Vorstellung des Festivals

Was heißt KRIBIALE?
SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).Die KRIBIALE , «Interkulturelles Deutsch-Festival» oder «Cross-cultural German Festival», findet seit 2007 einmal im Jahr in der Stadt Kribi statt. Dieses Festival ist eine Plattform zur Beförderung interkultureller Begegnungen, Informationsbeschaffung und Erfahrungsaustausch zwischen SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).

Ziele des Projekts

*Den Schülern, Studierenden und beruflichen Experten freien Raum zu geben, um ihre Talente in der Öffentlichkeit zeigen können;

*Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zwecks professionellen Denkens und Handelns fördern;

*Informationen über das Lernen und das Lehren des Deutschen in Kamerun, Informationen über das Hochschul- und universitäre Studium in Deutschland, sowie Landeskunde neuesten Standes bezüglich deutschsprachiger Länder vermitteln;

*Bekannt- und Bewusstmachung über den Einsatz neuer Medien für Recherchen. Z.B. Online-Bibliothek des Goethe-Instituts

*Für Sehenswürdigkeiten Kameruns („das ganze Afrika in einem einzigen Land“) werben.

Das Interkulturelle Deutschfestival (KRIBIALE) lässt sich auch verstehen als ein interdisziplinäres Schulprojekt, das zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur an der Küste im Südkamerun beitragen möchte. Die diesjährige Veranstaltung fand vom 11.02. bis zum 14.02.2010 in Lobé bei Kribi statt.


Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante

Montag, 1. März 2010

Die Stadt Düsseldorf

Der Dussel ist ein Fluss, der in den Rhein mündet, daraus stammt den Namen Düsseldorf. d.h. das Dorf am Dussel.
Der König von Dussel hatte seine Residenz am Rheinufer und herrschte über das ganze Gebiet Nordrhein Westfallens. Außerdem war die Stadt der Sitz der Verwaltung vieler Unternehmen, die sich am Ruhrgebiet niederließen, vor allen die Stahl–, Eisen- und Kohleindustrien. Deshalb ist Düsseldorf die Landeshauptstadt Nordrhein Westfallens geworden.

In der Heinrich-Heine-Allee stiegen wir meistens aus in Richtung Altstadt. Die Altstadt liegt direkt am Rhein. Sie war damals Residenz der Fürsten und Kurfürsten. Die Stadt hat sich im Laufe der vergangenen Jahrhunderte rund um den Fürstenhof entwickelt. Die Altstadt ist der erste Wohnort der ersten Düsseldorfer. In der modernen Zeit haben sich viele Einwohner den Rhein entlang angesiedelt. In jeder Stadt in Deutschland sind Altstädte noch zu sehen. Da damals der Rhein ein wichtiger Verkehrsweg war, konnten sich viele Städte wie Köln oder Düsseldorf am Rhein entwickeln. Diese Altstädte sind „alt“ geblieben, aber mit modernen Ausstattungen. Hier erinnert der Baustil an die Barockzeit. Der Boden ist noch mit dem damaligen Basaltpflaster bedeckt. Die alte Mauer zum Schutz von Hochwasser und Feinden ist noch heute in der Düsseldorfer Altstadt zu erkennen.
Düsseldorf ist eine schöne und reiche Stadt. Hier wohnten damals reiche Leute, die Fabriken im Rhein –Ruhrgebiet hatten.
Düsseldorf ist auch eine grüne Stadt: Viele Parks und Grünanlagen liegen am Rande der Altstadt. Dort befinden sich Kinderspielplätze, künstliche Flüsse und Springbrunnen.
Die Heinrich-Heine-Alle ist eine Haltestelle in Richtung der Altstadt. Da stiegen wir häufig aus und gingen zusammen entweder ins Restaurant oder zum Spaziergang am Rhein. Touristen, Angestellte, Schüler, Studenten, fast alle Leute haben einen Feierabendtermin in der Altstadt, um zu essen oder den Sonnenuntergang am Rheinufer zu genießen. Ein Drittel der Restaurants in Düsseldorf hat seinen Sitz in der Altstadt. Hier liegen die Restaurants nebeneinander und sind besonders im Sommer immer voll. Das Düsseldorfer Bier König Pilsner oder das Frankenheim floss in Strömen.
Düsseldorf ist eine ruhige Stadt: Auf den Straßen sind viele Autos sorgfältig geparkt, keine lauten oder hupenden Autos. Also fast kein richtiger Straßenlärm in der Stadt. Wenn es welchen gibt, besonders neben den Autobahnen, dann werden die Schallschutzwände zum Schutz gegen Straßenlärm eingerichtet. Das ist typisch für Deutschland. Außerdem war es mir merkwürdig, dass es nur wenige Leute auf den Straßen zu sehen gab. Man hat mir gesagt, dass die Deutschen ins Ausland zum Urlaub gefahren seien.
Jean François Bapack