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Samstag, 4. Oktober 2025

Wohin, wenn Tuvalu untergeht?

Bereits 2001 hatte Tuvalu die Pazifikstaaten Australien und Neuseeland vergeblich um Asyl für seine Bewohner:innen gebeten. Mehr als 20 Jahre später erklärte sich Australien dann aber bereit, Tuvalu zu helfen. Im November 2023 unterzeichneten beide Staaten ein Externer Link:bilaterales Abkommen zur Gründung der sogenannten Falepili Union.Zur Auflösung der Fußnote[1] Darin kündigte Australien an, ein spezielles Visaprogramm für die dauerhafte Aufnahme von Einwohner:innen aus Tuvalu zu schaffen. Darüber sollen vorerst jährlich 280 Menschen in das 4.000 Kilometer entfernte Australien einwandern dürfen. Dieses Visakontingent kann jedoch jederzeit angepasst werden. Nach jetzigem Stand würde der Umzug aller Einwohner:innen nach Australien 40 Jahre dauern.

Ab Juni 2025 konnten sich die volljährigen Bürger:innen Tuvalus erstmals für das Visaprogramm bewerben. Bis zum Bewerbungsschluss am 18. Juli ließen sich mehr als 80 Prozent der Bevölkerung Tuvalus für das Programm registrieren. In einem Externer Link:Lotterieverfahren wird nun entschieden, welche Personen ihre Visumanträge einreichen dürfen. Ob ihnen tatsächlich ein Visum erteilt wird, hängt davon ab, ob sie die dafür Externer Link:notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen etwa nachweisen, dass sie die Staatsangehörigkeit Tuvalus besitzen und entweder in Tuvalu geboren wurden oder ein Eltern- oder Großelternteil haben, auf das dies zutrifft. Außerdem müssen medizinische und „charakterliche“ Voraussetzungen erfüllt werden. So dürfen zum Beispiel tuberkulose- oder HIV-Erkrankte ebenso wenig einreisen wie Menschen, die strafrechtlich verfolgt werden oder bereits verurteilt sind. Die Antragsteller:innen müssen außerdem eine Erklärung unterschreiben, „australische Werte“ zu achten und sich an die Gesetze zu halten.

Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels

von Vera Hanewinkel (Mehr zum Autor) Christina Mecke bei der Bundeszentrale für politische Bildung 22.9.25


Freitag, 26. September 2025

Olaf Bernau: Brennpunkt Westafrika

 Olaf Bernau: Brennpunkt Westafrika. Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte, München 2022

"[...] B. D. spricht vier Sprachen fließend: BozoFulfuldeSonghai und Bambara. Zudem kann er sich rudimentär in Tamaschek und Französisch verständigen. Diese Sprachen sind keine Dialekte, sie gehören zum Teil unterschiedlichen Sprachfamilien an. Dennoch bewegt sich B. D. leichtfüßig zwischen ihnen. Ich habe das selber mehrfach erlebt, unter anderem 2018, als er bei einem hochgradig erhitzten Streit im Dorf, T. M. stundenlang zwischen Viehhirten (die Fulfulde sprachen) und Ackerbauern (die Bamba sprachen) übersetzt hat. Dass sich B. D. in sechs Sprachen verständigen kann, hat nichts mit Schulbildung zu tun. Denn B. D. hat nie eine Schule besucht. Nein, es ist Ausdruck einer auf Vielfalt und Komplementarität basierenden Lebensweise, wozu auch gehört, dass drei der sechs Sprachen Muttersprachen von B. D. sind. Einmal mehr dürfte deutlich werden, dass das Erklärungsmuster 'ethnischer Konflikt' eine Scheinerklärung ist, oder präziser: ein Mythos. Denn eigentlich müsste erklärt wer/den, weshalb unter bestimmten Voraussetzungen ethnische Identitäten, eine feindliche Ausrichtung gegenüber anderen Identitäten erhalten. In aller Regel hat dies mit handfesten Interessenkonflikten zu tun, wobei es auch passieren kann, das alte Restaurant die Maus reaktiviert werden. Beispielsweise gibt es zwischen Fulbe und Dogon ein jahrhundertealte Konfliktgeschichte, die auch damit zu tun hat, dass bestimmte Fulbe-Gruppen bis Ende des 19. Jahrhunderts Dogon-Dörfer angegriffen und versklavt haben. (S. 48/49)

"Frauen haben in Afrika seit jeher eine starke Position – aller Diskriminierung zum Trotz. Das hat vor allem mit ihrer Rolle als Mutter zu tun, was nicht mit konservativen 'Frau am Herd'- Ideologien in Europa verwechselt werden sollte. Hintergrund ist vielmehr, dass in Afrika 'die Gebärfähigkeit als eine Frage der menschlichen Ökologie, des Überlebens in der Gruppe und der Erhaltung der Gattung privilegiert' wird, wie Omolara Ogundipe-Leslie erläutert. Die starke Position von Frauen wurde nicht nur für vorkoloniale Gesellschaften ausführlich beschrieben, häufig mit der These, dass es erst die Kolonialmächte waren, die den Status von Männern gegenüber Frauen erheblich aufgewertet haben. Auch nach der Unabhängigkeit griffen Frauen immer wieder an entscheidenden Punkten ins gesellschaftliche Geschehen ein, nicht zuletzt in Westafrika: In Guinea führten Marktfrauen im Juni 1977 Massenproteste gegen das Handelsmonopol des Staates an. Am Ende musste das verhasste Regime von Sékou Touré die allmächtige Wirtschaftspolizei auflösen und den Handel umfassend liberalisieren [...] Ähnlich 2014 in Burkina Faso: Auch dort waren es Frauen, die zu Tausenden der schwerbewaffneten Polizei mit Kochlöffeln  die Stirn boten und somit maßgeblich dazu beitrugen, dass der Langzeitherrscher Blaise Compaoré rasch zurücktrat. Diesen historischen Erfahrungen entspricht, dass Frauen im Alltag durchaus sichtbar agieren, in Ländern, die Ghana auch als erfolgreiche Unternehmerinnen." (S. 51)

Warum Migrantinnen nach Europa aufbrechen

Fest steht, dass Migration nach Europa das Resultat einer langen und weitverzweigten Mobilitätsgeschichte in Westafrika ist. Vor diesem Hintergrund gilt es nun, jene der Motivationen näher zu beleuchten, die einer Migrationsentscheidung zu Grunde liegen. Ein Teil der Antwort ergibt sich aus der Sache selbst: Die Menschen gehen, weil Ortsveränderungen in Westafrika schon seit jeher eine ganz normale Existenzsicherungsstrategie darstellen. Und dieser kulturelle Code sollte stets mitgedacht werden, wenn es um junge Leute geht, die sich zum kopfschüttelnden Staunen des europäischen Publikums tagelang auf völlig überfüllte Ladeflächen von Pickups drängen und bei sengender Hitze durch die Wüste fahren. Denn die Tatsache, dass Menschen bereits seit Jahrhunderten aufbrechen, wirkt wie eine historische Echokammer, die die Migra/tionRichtung Europa zu einem sozial und kulturell plausiblen Akt macht. Gleichwohl möchte ich vor einer Banalisierung des Migrationsgeschehens warnen. Eine Verlockung, der nicht zuletzt Journalist:innen immer wieder erliegen, wenn sie die gesellschaftliche Selbstverständlichkeit westafrikanischer Mobilität als Bestätigung dafür nehmen, dass es den jungen Leuten in erster Linie um Abenteurertum oder Neugier ginge. Denn auch wenn Migranten aus Westafrika ihre Migration mit derartigen Begriffen belegen, bedeutet es keineswegs, dies ihre individuellen Migrationsentscheidungen losgelöst von den meist äußerst schwierigen Lebensverhältnissen in Afrika erfolgen würden. Dies zeigen auch zahlreiche Untersuchungen, unter anderem eine 2019 vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlichte Studie, die in vieler Hinsicht beispiellos sein dürfte." (S. 110).

Dienstag, 30. April 2024

Migration in der menschlichen Frühzeit

 Wo und der Übergang der Vorfahren von Menschen und Affen genau stattgefunden hat, ist noch umstritten. Sehr viel spricht dafür, dass es in Ostafrika war und dass sie sich von dort über den gesamten Erdball verteilt haben. Bei ihrer Wanderung nach Europa ergab es sich, dass viele von ihnen Ackerbauern wurden und weniger Fleisch und Fisch zu sich nahmen und deshalb Vitamin-D-Mangel bekamen. Der führt unter anderem zu Depressionen, Immunschwäche und Knochenerweichung. Da war es ein Glück, dass sie sich an die Umwelt mit weniger Sonnenlicht anpassen konnten und mit der Zeit immer hellere Haut bekamen, so dass sie bei gleicher Sonneneinstrahlung mehr Vitamin-D produzieren konnten. Das dauerte viel länger als der Klimawandel aufgrund der Industriellen Revolution. Man schätzt, dass es innerhalb von 2500 bis 3000 Jahren so weit kam. Allerdings bis der Ackerbau von Mitteleuropa bis Nordeuropa kam, dauerte es noch gut 2000 Jahre länger. (So stark beeinflusste offenbar der Mangel an Sonnenlicht die Entwicklung. Aus archäologischen Funden lässt sich das allerdings erst nachweisen, seit man das menschliche Genom auch anhand alter Knochenfunde bestimmen kann.

Da zeigte sich, dass die menschliche Vielfalt in Afrika weit größer ist als in Europa. Unter anderem zeigt sich da daran, dass Ostafrikaner sich genetisch stärker von Westafrikanern unterscheiden als von Europäern.

Freilich solche genetischen Forschungen lagen noch in ferner Zukunft, als der Panafrikanismus entstand. Übrigens nicht in Afrika, doch das ist ein anderes Kapitel.

(Angeregt wurde dieser Beitrag über "DNA von damals" im ZEIT-Magazin vom 25.4.24, S. 24ff.)

Sonntag, 11. Juli 2021

MIGRATION AUS WESTAFRIKA

 MIGRATIONAUS WESTAFRIKA von Marin Franke  FAZ 9.7.21

Vor drei Jahren erzählte Mustapha Sallah der F.A.Z. von seiner Odyssee durch Afrika. Er wurde in Tripolis als Sklave verkauft, floh durch Libyen und wurde wieder festgenommen. Der damals 26 Jahre alte Gambier träumte von einem Leben in Deutschland, wohin er von Libyen aus über das Mittelmeer aufbrechen wollte. Sallah wollte Informatik studieren und seine Familie in Westafrika finanziell unterstützen.

Erst in seiner zweiten Gefangenschaft verabschiedete er sich vom Mythos Europa und überlegte, wie er Gleichgesinnte im eigenen Land von der gefährlichen Flucht abhalten könnte. Nach seiner Rückkehr nach Gambia gründete er die Organisation „Youth Against Irregular Migration“. Seitdem tourt Sallah durch das Land und versucht jüngere Menschen davon abzuhalten, ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Zwischen 2014 und 2017 machten die Gambier eine der größten Einwanderergruppen über die Mittelmeerroute aus, die in der Heimat auch als „backway“ bezeichnet wird. Auch deswegen sind in dem Land Organisationen und Selbsthilfegruppen entstanden, die als Netzwerke für Rückkehrer dienen und gleichzeitig diejenigen warnen sollen, die gen Norden wollen. Rückkehrer hätten es schwer, sich wieder in die gambische Gesellschaft zu integrieren, sagt Sallah. Viele sähen in ihnen Verlierer, die es nicht geschafft hätten, mit dem gesammelten Geld nach Lampedusa zu kommen und ihre Familien aus der Ferne zu unterstützen.

Viele träumen von Europa

Sallah sagt, dass er seit seiner Rückkehr viele getroffen habe, denen er den Wunsch von Europa ausreden konnte. Doch nicht alle lassen sich überzeugen – denn die Möglichkeiten in der Heimat sind begrenzt. „Viele junge Leute wollen ihr Business starten, aber ihnen wird der Zugang verwehrt“, sagt Sallah. Die Regierung, die von der EU Geld erhalten habe, stelle zu wenig Minikredite aus. „Das Geld für Projekte kommt bei den Falschen an.“ Sallah glaubt, dass in nächster Zeit wieder viele Richtung Europa aufbrechen könnten. Die Corona-Krise habe den für Gambia wichtigen Tourismussektor schachmatt gesetzt, die Strände und Küsten seien leer. „Durch die Medien erfahren wir die Todeszahlen in Europa. Einige junge Leute denken hier, dass in Europa viele gestorben sind und nun Arbeitsplätze frei werden“, sagt Sallah.

Die politischen Verhältnisse in Gambia haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der langjährige Diktator Yahya Jammeh war nach einer verlorenen Wahl 2017 ins Exil nach Äquatorialguinea gegangen. Der Demokrat Adama Barrow, einst selbst Migrant in Europa, wurde zum Präsidenten gewählt. Die Zahl der Migranten aus Gambia ist seitdem gesunken. Potentielle Ausreisende können nicht mehr behaupten, sie würden in ihrem Land von einem Diktator und dessen Schergen verfolgt.

Präsident Barrow hat freilich wenig Interesse daran, dass die vielen Gambier im Ausland nach Hause kommen. Knapp ein Viertel des Staatshaushaltes setzt sich aus den Rücküberweisungen zusammen. (weiter ...)

Zur Flüchtlingsproblematik allgemein vgl. Flüchtlinge (Wikiversity)



Sonntag, 28. Oktober 2018

Achille Mbembe über seine "Ethik des Passanten"

ACHILLE MBEMBE Der Politologe aus Kamerun lehrt an der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika.
"Ich denke über zweierlei nach: Bewegung und Begrenzung. Wer oder was kann sich in der heutigen Welt bewegen? Mich beschäftigt, wie Menschen mobil sind und an welche Grenzen sie mit ihrer Mobilität stoßen. [...] Ich sehe uns Menschen als Passanten, wir leben in Passagen. Wir sind unterwegs als Gäste auf Erden. Aus diesen Gedanken möchte ich eine "Ethik des Passanten" entwickeln. Ich habe dabei auch ein politisches Ziel vor Augen: eine Welt, in der nicht nur wenige, sondern wir alle uns frei bewegen können und die fortbesteht. [...]   Eine Erde mit ungleicher Bewegungsfreiheit ihrer Bürger ist seit Kant meines Erachtens nicht denkbar. Auf diesen Ideen beruht nicht nur eine gute Einwanderungspolitik, sondern auch der Schutz, den wir Flüchtlingen gewähren. [...]
Im politischen Sinne bringt das die Frage mit sich, wer in der heutigen Welt das Recht hat, sich frei über Grenzen zu bewegen, während andere an ihrem Ort bleiben müssen. Wie kommt es, dass manche Bewohner der Erde meinen, sie könnten andere zurückweisen? Bleiben zu müssen bringt für viele ein tödliches Risiko mit sich. In Afrika bedeuten Grenzen in besonderer Weise auch Endlichkeit: Wie kann es sein, dass wir Afrika zu einem Gefängnis machen, aus dem man nur unter Lebensgefahr ausbrechen kann und in dem auch die inneren Grenzen zwischen den Staaten hochgezogen werden, während Europäer und andere Menschen aus den mächtigen Staaten weltweite Reisefreiheit haben?
Im ökologischen Sinne fasse ich die Vergänglichkeit , das Vorübergehende als universelle Eigenschaft alles Lebendigen im weitesten Sinne auf: Alles Lebendige ist verletzlich und sterblich. Die Spezies Mensch zerstört die Lebenschancen ihrer nicht menschlichen Mitbewohner. Das Lebendige stößt durch uns Menschen an Grenzen. Aber die ökologischen Risiken zeigen uns noch auf eine weitere Weise, was Grenzen sind: Sie überschreiten die Grenzen des Nationalstaats, sie wandern überall ein. Und sie verlangen deshalb nach unserem Handeln als Menschheit: Eine universelle Politik des Reparierens und der Pflege wäre die Antwort auf die Zerstörung des Lebendigen.
Ich möchte mit meiner "Ethik des Passanten" das Denken in Gegensätzen durch ein Denken in Beziehungen ersetzen. Wir sollten nach den Fähigkeiten suchen, die das Existierende in etwas Neues, Unbekanntes verwandeln können. In der afrikanischen Kosmologie hat die Idee der Beziehung große Bedeutung: Im vollen Sinne ein Mensch wird man erst, wenn die Beziehung zum Anderen einen verwandelt. [...]"
(Achille Mbembe  aufgezeichnet von Elisabeth von Thadden in ZEIT vom 25.10. 44/2018)

Sieh auch: Mbembe zu seiner "Kritik der schwarzen Vernunft"

Dienstag, 28. Juni 2016

Armut, Reichtum, Migration und soziale Netzwerke

Das Magazin "Nachbarschaft" ist gegründet worden, um Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinaus zu ermöglichen. Der Blog "Nachbarschaft" ist aus dieser Zusammenarbeit entstanden.
Ein Ziel, das er sich gesetzt hat, ist, zu gegenseitiger Information beizutragen.

In diesem Artikel werden ein paar Stichworte zusammengestellt, die gegenwärtig von internationalem Interesse sind, und über die Links Hinweise darauf gegeben, welche Materialien in Deutschland  zur Behandlung dieser Themen verwendet werden.

Armut und Reichtum (Probleme aus diesem Zusammenhang, Versuch internationaler Zusammenarbeit)

Historische Versuche, die härtesten Folgen abzubauen

Migration (Probleme in diesem Zusammenhang, Nachrichten zum Thema in Afrika)

Soziale Netzwerke

Anregungen zu internationaler politischer Beteiligung

Diese Links führen freilich zu einer Fülle von Materialien, die zunächst sehr unübersichtlich ist.
Es wäre zu überlegen, wie sie für den Unterricht vor Ort genutzt werden können.

Themen, wie sie auch im Zusammenhang damit in Deutschland diskutiert werden

Sonntag, 5. August 2012

Migration innerhalb Afrikas

Wenn der Kameruner Bernard Doungmo (42), Taxifahrer in Gabuns Hauptstadt Libreville, die Bilder der in Marokko gescheiterten Immigranten im Fernsehen sieht, überfallen ihn Trauer und Mitleid aber auch gleichzeitig Unverständnis. „Wieso“, fragt er, „sparen diese armen Menschen Tausende von Euros, um sich auf den Weg in solch ein ungewisses Schicksal zu machen? Mit dem gleichen Betrag kann man sich in Afrika eine Existenz aufbauen, vielleicht nicht unbedingt in seinem Heimatland, aber doch auf dem Kontinent“. Er weiß, wovon er spricht … (mehr dazu)

Aktuelle Nachrichten:

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Dienstag, 29. Mai 2012

Immigration in Deutschland


Mein Name ist Eddy, und ich komme ursprünglich aus Albanien. Meine Großeltern sind mit ihren Kindern wegen des Krieges von dort weggegangen und leben seit über 20 Jahren hier in Deutschland.

Es ist für sie aber nicht leicht hier in Deutschland. Sie haben ihr Visum immer nur eine bestimmte Zeit lang  und müssen es dann nach Ablauf dieser  Zeit verlängern. Sonst werden sie nach Albanien zurück geschickt.

Ich finde es schrecklich, dass es so was gibt; denn mein Opa und meine Oma leben schon seit über 20 Jahren in Deutschland und haben auch immer fleißig gearbeitet. Ich finde, man sollte Ausländern, die schon über 20 Jahre in Deutschland leben, schon ein unbefristetes Visum geben, wenn sie noch nie Probleme gemacht haben.
Meine Eltern haben ein unbefristetes Visum, weil sie arbeiten, meine Tanten haben eins, weil sie deutsche Männer geheiratet haben.
Meine Onkel haben, weil sie eine gute Position in der Firma, in der sie arbeiten, haben, es sogar geschafft, deutsche Pässe zu erhalten. Und ich habe, weil ich noch zur Schule gehe und meine Eltern auch eins haben, automatisch eins bekommen.
Eddy


Mit Gesten kann man sich verständigen, aber auch gründlich missverstehen.