In der letzten Ausgabe der Nachbarschaft berichteten wir über den deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler und sein besonderes Interesse an Afrika. Am 31. Mai 2010 trat Horst Köhler völlig überraschend von seinem Amt zurück.
Begründet hat Horst Köhler seinen Rücktritt mit der massiven Kritik, die seine Äußerungen zur deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan auslösten. Ob das der wahre Grund war, wird von vielen bezweifelt. Wahrscheinlich liegen die wirklichen Gründe eher in einer zunehmenden Distanz zur Politik der Bundesregierung.
Spannend wird die Frage, wer zum Nachfolger gewählt wird. Die Regierungskoalition schlug Christian Wulff vor, den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen. Die Opposition setzte Joachim Gauck dagegen. Gauck hat sich große Verdienste bei der Bewältigung der deutschen Teilung erworben, er kommt aus der ehemaligen DDR. Wegen seiner Popularität ist der Ausgang der Präsidentenwahl, die am 30. Juni stattfindet, noch völlig offen.
Gottfried Samoth
Nachtrag:
Zeit online zu den Wahlaussichten der Kandidaten (mit Kommentaren)
30.6.: Die Wahl geht über drei Wahlgänge. Es wird relative Mehrheit entscheiden.
Wulff im 3. Wahlgang gewählt.
Wulffs Antrittsrede (2.7.2010)
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Dienstag, 29. Juni 2010
Montag, 1. März 2010
Horst Köhler, Deutscher Bundespräsident und Afrika-Förderer
Horst Köhler hat sich in Deutschland nicht nur aufgrund seines Amts als neunter Bundespräsident einen Namen gemacht. Der seit 2004 amtierende Präsident gilt auch als großer Förderer und Unterstützer Afrikas. Köhler ist Mitglied und Schirmherr zahlreicher Organisationen, so auch der Kampagne „Gemeinsam für Afrika“.
Diese Kampagne besteht aus 25 internationalen Hilfswerken und Non-Profit Organisationen, die sich gemeinsam „für bessere Bedingungen in Afrika einsetzt“, so das auf der Homepage
(www.gemeinsam-fuer-afrika.de) formulierte Ziel der Organisation.
Die Kampagne steht nicht nur für konkrete Hilfe vor Ort, sondern auch für eine rege Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, um auf die in Afrika benötigte Hilfe hinzuweisen.
Auch in der Organisation „INTEGRA - Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung“ hat Köhler die Schirmherrschaft inne. Das zeigt sein waches Bewusstsein für dringende Hilfestellungen im Kampf gegen FGM, die vor allen Dingen in Ost-Afrika, aber auch in anderen Teilen der Welt zelebriert wird.
Ein weiteres bemerkenswertes Engagement Köhlers ist die zusammen mit der Bundesregierung und der ZEIT– Stiftung ins Leben gerufene Initiative „Partnerschaft mit Afrika“. Dieses 2005 gegründete Gremium besteht sowohl aus afrikanischen Staats- und Regierungschefs, Unternehmern und Schriftstellern, als auch aus deutschen Politikern und Personen des öffentlichen Lebens.
Köhler möchte hiermit, „den Versuch eines echten Dialogs machen, […] Begegnungen und Diskussionen“ fördern. Sein Ziel sei es, Fragen an die andere Kultur zuzulassen und Wünsche füreinander und für das eigene Land zu formulieren.
Des weiteren stellt Köhler fest: „Geld ist nicht das Hauptproblem. Mir geht es um mehr Mitmenschlichkeit in dieser einen Welt, um das Bewusstsein des aufeinander Angewiesenseins. Und ja, es geht mir auch um Moral und Weltethos.“ Solche Aussagen von einem Menschen in einer solch hohen politischen Stellung zu hören, ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit!
Die Zitate sind aus einem Interview mit Horst Köhler entnommen, das am 13.10.2005 in der ZEIT erschien. - Franziska Goetz
Diese Kampagne besteht aus 25 internationalen Hilfswerken und Non-Profit Organisationen, die sich gemeinsam „für bessere Bedingungen in Afrika einsetzt“, so das auf der Homepage
(www.gemeinsam-fuer-afrika.de) formulierte Ziel der Organisation.
Die Kampagne steht nicht nur für konkrete Hilfe vor Ort, sondern auch für eine rege Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, um auf die in Afrika benötigte Hilfe hinzuweisen.
Auch in der Organisation „INTEGRA - Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung“ hat Köhler die Schirmherrschaft inne. Das zeigt sein waches Bewusstsein für dringende Hilfestellungen im Kampf gegen FGM, die vor allen Dingen in Ost-Afrika, aber auch in anderen Teilen der Welt zelebriert wird.
Ein weiteres bemerkenswertes Engagement Köhlers ist die zusammen mit der Bundesregierung und der ZEIT– Stiftung ins Leben gerufene Initiative „Partnerschaft mit Afrika“. Dieses 2005 gegründete Gremium besteht sowohl aus afrikanischen Staats- und Regierungschefs, Unternehmern und Schriftstellern, als auch aus deutschen Politikern und Personen des öffentlichen Lebens.
Köhler möchte hiermit, „den Versuch eines echten Dialogs machen, […] Begegnungen und Diskussionen“ fördern. Sein Ziel sei es, Fragen an die andere Kultur zuzulassen und Wünsche füreinander und für das eigene Land zu formulieren.
Des weiteren stellt Köhler fest: „Geld ist nicht das Hauptproblem. Mir geht es um mehr Mitmenschlichkeit in dieser einen Welt, um das Bewusstsein des aufeinander Angewiesenseins. Und ja, es geht mir auch um Moral und Weltethos.“ Solche Aussagen von einem Menschen in einer solch hohen politischen Stellung zu hören, ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit!
Die Zitate sind aus einem Interview mit Horst Köhler entnommen, das am 13.10.2005 in der ZEIT erschien. - Franziska Goetz
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