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Donnerstag, 18. Januar 2024

Rinaudo und Aufforstung in Afrika

"[...]Rinaudo entwickelte in den 1980er und 1990er Jahren die Wiederaufforstungstechnik „Farmer Managed Natural Regeneration“ (FMNR), bei der aus den unter dem Wüstensand verborgenen Wurzelsystemen Bäume herangezogen werden. So wurden erfolgreich Teile der Sahelzone wieder begrünt. Er und sein Team konnten mit dieser Methode über 200 Millionen neue Bäume in der Sahelzone heranziehen, und andere Teams zogen weitere 600 Millionen mit seiner Technik heran. Insgesamt gab es bis 2019 20 Millionen Hektar mit einer durchschnittlichen Baumdichte von etwa 40 Bäumen pro Hektar.[1][2]

2018 wurde ihm der Right Livelihood Award – auch als Alternativer Nobelpreis bekannt – zusammen mit Yacouba Sawadogo verliehen.[...]" (Wikipedia)


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Mittwoch, 29. Juli 2015

Die "grünen" Wurzeln Afrikas

Die grünen Wurzeln Afrikas, Frankfurter Rundschau, 27.5.2015

 Von 

Wer es zum ersten Mal sieht, traut seinen Augen nicht. „Nach sechsstündiger Fahrt durch trostloses Gelände tut sich vor uns plötzlich ein grünes Paradies auf“, schwärmt Silvia Holten von World Vision: „Statt der allgegenwärtigen kargen Hügel bedeckt nun dichter Wald die sanfte Landschaft.“ Die Sprecherin der Hilfsorganisation ist in Humbo im äthiopischen Hochland angekommen: Ein Ort, der jahrzehntelang Lebensmittel von außen brauchte. Heute gehen die Überschüsse von Humbo ans Welternährungsprogramm der UN: Was, um Gottes Willen, ist geschehen? [...]
In Nigers trostloser Sahelzone hatte der australische Agrarexperte Tony Rinaudo herausgefunden, dass selbst übelst verwüstete Regionen von einem endlosen Geflecht an Wurzeln durchzogen werden: „Ein unterirdischer Wald“, so der World-Vision-Mann. Werden die aus dem Wurzelwerk wachsenden Sprösslinge in Ruhe gelassen und nicht von Tieren gefressen, abgebrannt oder abgehakt, wachsen bald wieder Bäumchen – die dann nicht nur Schatten spenden und so die Feuchtigkeit im Boden halten. Sie bremsen auch die Erosion und düngen die Umgebung.
Die „regenerative Wiederaufforstungsmethode“ wird bereits in mehr als 20 Staaten angewandt, rund 20 Millionen Hektar Land wurden wieder begrünt. Die Bauern würden hier bis zu dreifach größere Ernten einfahren, sagt Holten: „Ich bin mir sicher, dass mit dieser Methode das Hungerproblem der Welt gelöst werden kann.“ [...]

Vergleiche: Der Mann, der die Wüste aufhielt