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Montag, 9. März 2026

Bilder als Sprechanlass für Anfänger im Deutschunterricht

 

Alle Bilder im Textbuch sind Sprechanlässe. Früher beschäftigte ich mich sehr selten mit Bildern und zwar mit Bildern am Anfang der Einheit (Einstiegsseite). Nach einem Seminar mit dem Thema „Schūlerorientierter Unterricht mit dem Lehrwerk Ihr und wir plus" hat die Bildbeschreibung in meinem Unterricht mehr Bedeutung. Bilder erwecken die Neugier der Schüler und geben ihnen das Wort.

Oft haben sie mit Vokabelproblemen zu tun, was ganz normal ist. Es geht hier ja um DAF-Unterricht.

Die von mir verwendete Methode besteht darin, den Schülern fünf bis zehn Minuten für selbständige Arbeit an der Bildbeschreibung zu geben. Wegen der Vokabelprobleme brauchen die Schüler natürlich die Hilfe des Lehrers. Oft verfügen sie nicht über eigene Wörterbücher. Doch mit Hilfen versuchen sie, eigene Sätze zu bilden. Ich ermutige sie, mit einfachen Sätzen zu beginnen. Zum Beispiel: "Ich sehe einen Ball". "Ich sehe einen Tisch". "Ich sehe eine Frau..." Dann können sie längere Sätze bilden. Zum Beispiel: "Ich sehe zwei Frauen sprechen". "Ich sehe vier Gläser Wasser auf dem Tisch…" Fehler sind bei der Satzbildung unvermeidbar. Ich ermutige sie, ohne Angst vor Fehlern zu sprechen. Die Fehlerkorrektur des Lehrers ist Teil des Lernprozesses. Im nächsten Unterricht brauchen wir noch ein paar Minuten für die Wiederholung und weitere Korrekturen. Danach sind die Sätze deutlich besser und fließender geworden.

Die Erfahrung mit Bildbeschreibungen bei meinen Lernenden und deren positive Ergebnisse ermutigen mich, Bilder nicht mehr zu vernachlässigen, sondern sie öfter im Unterricht zu verwenden.

Evariste Fosong, DAF-Lehrer in Port-gentil, Gabun.

Sonntag, 16. November 2025

Künstliche Intelligenz und Deutschunterricht in Kamerun


 Am Mittwoch, dem 12. November 2025, wurde an der Bilingual High School Bepanda in der Stadt Douala ein Fortbildungsseminar veranstaltet. Das Thema des pädagogischen Treffens lautet : « Einsatz der künstlichen Intelligenz im Deutschunterricht ». Eingeladen wurden die Deutschlehrkräfte, die in den Schulen von Douala tätig sind. Geleitet wurde es von zwei regionalen Fachberatern für Deutsch, nämlich TEBOUP FOKO Marcel und TCHAPET DOKOU Sylvain. Nach den Willkommensworten der Inspektoren an die verschiedenen Teilnehmer wurden die Erwartungen an das Seminar formuliert . Das Ziel war es, die künstliche Intelligenz effizient und innovativ in den aktuellen Deutschunterricht einsetzen. Beim Brainstorming überlegten sich die Seminarteilnehmer im Plenum, was sie unter « Künstlicher Intelligenz » verstehen . Die künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Entwicklung von Maschinen beschäftigt, die kognitive Fähigkeiten wie Lernen, Problemlösen, Sprachverarbeitung. Die Reflexionen gingen weiter mit Debatten in Gruppen und Ergebnisse wurden dann öffentlich vorgetragen.

Zwar ist heutzutage ein moderner Unterricht ohne künstliche Intelligenz unvorstellbar, aber sie kann keineswegs die
natürliche Intelligenz ersetzen. Einige Schwächen der künstlichen Intelligenz wurden in Plenum erwähnt : mangelnde Kontextualisierung, fehlende Kreativität, totale Abhängigkeit von Daten, fehlende soziale Interaktion, technische Probleme. Trotzdem können künstliche Intelligenz und natürliche Intelligenz sich perfekt ergänzen und so vorteilhaft und effizient für das Lernen und Lehren sein.

Die künstliche Intelligenz kann als Werkzeug dienen, insofern als sie die natürliche Intelligenz unterstützt und erweitert. Sie kann Routineaufgaben automatisieren, neue Perspektiven und Ideen einbringen, von der natürlichen Intelligenz lernen und sich anpassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Medizin, Unterricht, Forschung sind einige Gebiete, wo die künstliche und die natürliche Intelligenz sich perfekt ergänzen und zu besseren Ergebnissen und neuen Möglichkeiten führen.

Das Treffen, das um 8 Uhr anfing, schloss um 14 Uhr ab mit dem Appell der Inspektoren an die Kollegen,  die frisch erworbenen Kenntnisse in den jeweiligen Klassen einzusetzen .

William CHANTCHO, Deutschlehrkraft Douala -KAMERUN

Samstag, 5. März 2016

Podcast und Videocast im Deutschunterricht

Fortbildungsseminar vom  26.02. bis 27.02.2016  im deutschen Seemannsheim in Douala, Kamerun



Thema des Seminars


Vom 26.02. bis 27.02 2016 hat das Goethe-Institut Kamerun ein Fortbildungsseminar für Lehrkräfte im deutschen Seemannsheim von Douala veranstaltet. Das Thema des Seminars war: „ Pod- und Videocast im Deutschunterricht“ und wurde von dem Deutschlehrer Désiré NJONTU geleitet.
Die Ziele des Seminars waren:
  • technische und ästhetische Kompetenzen zur Verarbeitung und Erstellung eines Films zu erwerben
  • Audio- und Videodateien mit geeigneter Software zu erstellen
  • qualitätvolle digitale Ressourcen herauszufinden und sie im Deutschunterricht einzusetzen.

Frau Nadege und der Referent Desire Njontu bei der Begrüßungsphase 

Nach den Begrüßungsworten von Frau Nadège TCHUINANG ergriff der Referent das Wort, um die Wichtigkeit der Audio- und Videodateien in der Fremdsprachenvermittlung zu erläutern. Im Laufe der Debatten wurden die Teilnehmer(innen) aufgefordert, einige Audio- und Videodateien aus dem Internet herunterzuladen und sie gründlich zu prüfen. Dabei sollte erwähnt werden, dass die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) gegenwärtig Podcast und Videocast für den Unterricht propagiert, da sie dem Lehrer erleichtern, einen kompetenzorientierten Unterricht online durchzuführen. Die Lernenden stehen so im Mittelpunkt des Lernprozesses, und das macht den Unterricht spannender und attraktiver.
Am zweiten Tag des Seminars wurde sehr handlungs- und praxisorientiert gearbeitet. Es begann mit einer musikalischen Aufwärmung der Teilnehmer(innen), die von Frau Martine BOUWA geleitet wurde. Ein Lied aus dem Lehrwerk „Ihr und Wir I Plus“ wurde im Chor feierlich und stimmungsvoll gesungen. 

Dann wurde ein wichtiges Programm, nämlich Audacity aus dem Internet heruntergeladen und auf den verschiedenen Geräten (Laptop, Handy Android, I-Phones, Smartphones oder Tablets) installiert. Audacity ist ein wichtiges Programm in der modernen Medienlandschaft. Es dient dazu, Audiodateien zu erstellen und zu bearbeiten. Die Teilnehmer(innen) wurden herzlich eingeladen, in Gruppenarbeit Interviews durchzuführen und mit Hilfe von Audacity eine Live-Aufzeichnung zu erstellen, die dann zur weiteren Verwendung zur Verfügung steht.
Das Treffen schloss am Samstag, dem 27. 02. 2016, gegen 18 Uhr mit dem Appell von Frau Tchuinang an die Teilnehmer(innen), die frisch erworbenen Kenntnisse auch in ihrem jeweiligen Unterricht einzusetzen. Schließlich wurde ein Gruppenfoto aufgenommen.
William CHANTCHO , DaF-Lehrer, DOUALA