Laureen Gambino berichtet im Guardian von einem afrikanischen Wettbewerb, in dem sich Mädchen und Frauen von 13 bis 25 Jahren durch brillanten Einsatz von IT-Kenntnissen für Gemeinschaftsprojekte hervortun können.
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.
mehr dazu:
The Guardian 28.5.2018
Miss Geek Africa (englische Wikipedia)
Sonntag, 16. September 2018
Mittwoch, 15. August 2018
Jean-Marc Ela - ein kamerunischer Befreiungstheologe
"Jean-Marc Ela wurde in Ebolowa im Süden Kameruns geboren. Seine Eltern waren Kleinbauern, die Kakao anbauten [...] Von 1971 an war Ela über zehn Jahre lang als Missionar unter verarmten Angehörigen der Kirdi im Norden Kameruns tätig. Diese Tätigkeit beeinflusste stark die Entwicklung und Ausarbeitung seiner afrozentrischen Befreiungstheologie. Später lehrte Ela an der protestantisch-theologischen Fakultät der Universität Yaoundé und wurde dort 1985 Professor für Soziologie. [...] Anfang der 1990er Jahre feierte er regelmäßig die Messe in einer Pfarrgemeinde in Yaoundé und hielt sozialkritische Predigten, die insbesondere unter Studierenden beliebt waren. Er veröffentlichte Zeitungsartikel, in denen er die Demokratisierung des politischen Systems forderte." (Wikipedia: Jean-Marc Ela)
In seinem Buch "Gott befreit" (2003) argumentiert er, die Wirtschaft müsse wieder in den Dienst des Lebens gestellt werden und "an der Entwicklung einer Alternative zu dieser der Menschheit aufgezwungenen Anti-Solidaritäts-Zivilisation" mitwirken. (zitiert nach: Ulrich Duchrow: Gieriges Geld. Auswege aus der Kapitalismusfalle – Befreiungstheologische Perspektiven, 2013, S. 153)
In seinem Buch "Gott befreit" (2003) argumentiert er, die Wirtschaft müsse wieder in den Dienst des Lebens gestellt werden und "an der Entwicklung einer Alternative zu dieser der Menschheit aufgezwungenen Anti-Solidaritäts-Zivilisation" mitwirken. (zitiert nach: Ulrich Duchrow: Gieriges Geld. Auswege aus der Kapitalismusfalle – Befreiungstheologische Perspektiven, 2013, S. 153)
Montag, 6. August 2018
Nachruf auf Herrn TCHAPTCHIE Emmanuel, den ehemaligen Nationalinspektor für Deutsch in Kamerun
Am
Samstag, dem 4. August 2018, fand die Trauerfeier für Herrn
TCHAPTCHIE
Emmanuel,
Deutschlehrer und ehemaliger Nationalinspektor für Deutsch am
kamerunischen Erziehungsministerium, statt.
Dieser berühmte
Deutschlehrer, der eine Vielzahl von Personen unterschiedlicher
Berufe, insbesondere Lehrer und Anwälte, ausgebildet hat, ist am 21.
Juli 2018 in Yaoundé nach kurzer Krankheit verstorben.
Die
Trauerfeierlichkeiten begannen am 2. August mit der Überführung
seiner sterblichen Überreste vom Zentralspital von Yaoundé. Dem
folgte die kirchliche Bestattung am Samstag, dem 4. August, in seinem
Heimatdorf “Bamena” im Westen Kameruns.
Aus verschiedenen
Zeugnissen geht hervor, dass Herr TCHAPTCHIE
ein begabter, engagierter, kompetenter, bescheidener und
gastfreundlicher Mann war.
Noch kurz vor seinem Tode sagte er lachend und
hoffnungsvoll dem Arzt von seinem Krankenbett aus: “Herr Doktor,
wie sieht die genaue Situation meiner Gesundheit aus? Die einzige Schuld, deren ich mir bewusst bin, ist meine Armut."
Dieser
hochrangige Deutschlehrer, der die harte Arbeit in den Mittelpunkt seines
Lebens stellte, hat uns - seinen ehemaligen Schülern - den deutschen
Keim eingeimpft. Er hat immer betont, dass das Leben denjenigen
gehört, die früh aufstehen und kämpfen.
“Grand
Prof", wie wir ihn immer nennen, möge deine Seele in vollkommenem Frieden ruhen!
Von
William CHANTCHO, Douala - KAMERUN
Mittwoch, 4. Juli 2018
Afrikas Sprachdebatte braucht ein Update
Eine «Dekolonisierung des Denkens» forderte Ngugi wa Thiong’o 1986. Nun liegt der Text auf Deutsch vor – aber ist er noch aktuell?
Die Denker des subsaharischen Afrika kämpfen seit Jahrzehnten gegen dieVerinnerlichung des intellektuellen Rassismus und Kolonialismus. Es gelte, sich endlich vom fortdauernden «Fluch des Ham» zu befreien, forderte der kongolesische Literaturwissenschafter Alain Mabanckou bei seiner Antrittsrede am Collège de France im März 2016. Im Widerstand gegen die kulturelle Vereinnahmung während der Kolonialzeit besang die Négritude-Dichtung die Schönheit der afrikanischen Kulturen. Ihr Wortführer Léopold Sédar Senghor forderte «afrikanische Anwesenheit» (daher auch der Name des 1947 gegründeten Pariser Verlagshauses Présence Africaine). «Lasst uns ‹hier!› rufen, wenn die Welt wiedergeboren wird», schrieb Senghor im «Gebet an die Masken», als die behauptete moralische Überlegenheit der Europäer gerade auf den Schlachtfeldern verblutet und in den Lagern ermordet worden war. Aber nicht alle afrikanischen Literaturschaffenden teilten die Ideen der Négritude. «Ein Tiger verkündet nicht seine Tigritude – er springt», sagte Wole Soyinka 1962 auf einer Konferenz in Kampala, der Hauptstadt des gerade un abhängig gewordenen Uganda.
Sprache färbt das Denken
Zu den Unabhängigkeitsfeiern war auch das Theaterstück «The Black Hermit» von James Ngugi aufgeführt worden, einem kenyanischen Studenten der Makerere-Universität. Er sah die Hauptprobleme in Analphabetentum, Stammeswesen und Religion. Ngugiwa Thiong’o, wie er sich seit 1970 entsprechend der Familientradition nennt, schrieb vier Romane auf Englisch, bis er erkannte, dass die Sprache Teil des kolonialen Denkens ist – nicht nur, weil sie ein europäisches oder europäisch gebildetes Publikum anspricht, sondern weil sie zwangsläufig die Inhalte verfremdet. Auch wenn Autoren afrikanische Sprachbilder, Sprichwörter und Rhythmen benutzten, wie etwa Chinua Achebe im Englischen und Ahmadou Kourouma im Französischen, führe das wohl zu einer Bereicherung dieser Sprachen, nicht aber zur Afrikanisierung des Denkens. Die Sprachendebatte tobte heftig in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. 1986 wurde der erste – und bisher einzige – Literaturnobelpreis an einen schwarzafrikanischen Autor vergeben, den Nigerianer Wole Soyinka. Er hätte ihn nie bekommen, wenn er in seiner Muttersprache Yoruba geschrieben hätte, sagte man in Afrika; mit seinem Englisch habe er sich den Europäern angebiedert.
Im selben Jahr er schien «Decolonizing the Mind» von Ngugi wa Thiong’o, das jetzt endlich ins Deutsche übersetzt wurde. Dabei entspricht der Untertitel «Essays über afri kanische Sprachen in der Literatur» nicht dem Original: «The Politics of Language in African Literature». Es geht jedoch im Buch weniger um afrikanische als vor allem um europäische Sprachen in Erziehung, Kultur und Literatur Afrikas. Ngugis Schrift ist eine harte Auseinandersetzung mit dem postkolonialen Imperialismus, in dem die Sprache weiterhin als Herrschaftsinstrument fungiert. Dass auf «Schwert und Gewehr kugel (. . .) Kreide und Schultafel» folgten, ist eine Beschreibung der Kolonialisierung, die ja nicht nur physische, sondern auch geistige Inbesitznahme war. Die afrikanischen Sprachen wurden zu «Buschsprachen» degradiert, die höchstens als Studienobjekte der Ethnologen Bestand hatten.
Die Machthaber spielen mit
Warum aber haben die unabhängigen afrikanischen Nationen dann nicht die Kreide zum Schreiben ihrer Landessprachen eingesetzt? Warum sind die afrikanischen Schriftsteller hier nicht voran gegangen? Ngugi wa Thiong’o sieht in seinem Essay die Hauptschuld in den neokolonialen Staatsführungen. Das ist sicher auch heute noch richtig,wenn man bedenkt, dass sie Schulbücher lieber als Geschenke der ehemaligen Kolonialherren annehmen, als sich um einheimische Produktion zu kümmern. Dabei gibt es ja eine umfangreiche Literatur in afrikanischen Sprachen, insbesondere in Swahili, der Lingua franca Ostafrikas; aber sie wird kaum übersetzt und deshalb weltweit nicht wahrgenommen. Dass Autoren eine grössere Verbreitung ihrer Werke durch die Verwendung europäischer Sprachen anstreben, kann man ihnen nicht verübeln. Und wer in Afrika lesen kann, liest meist auch Eng lisch bzw.Französisch oder Portugiesisch. Aus heutiger Sicht ist weniger die Verwendung dieser Sprachen der Skandal als vielmehr die Tatsache, dass es kaum Verlagshäuser in Afrika gibt und dass Transport und Zölle aus Übersee importierte Bücher unerschwinglich machen. Hier bietet sich das Internet zur Überwindung räumlicher und sprachlicher Grenzen an; dabei ist interessant zu beobachten, wie locker afrikanische Blogger zwischen den Sprachen hin und her wechseln und wie kreativ sie mit Orthographie und Grammatik umgehen. «Dekolonisierung des Denkens» ist zweifellos ein historischer Grundlagen text,wird aber der heutigen Wirklichkeit nicht mehr gerecht. Von einer «Zerstörung der afrikanischen Kulturen» durch die Bevorzugung europäischer Sprachen kann so allgemein nicht die Rede sein, allenfalls davon, dass auch heutzutage gesellschaftlicher Aufstieg und inter nationales Ansehen mit der Verwendung europäischer Sprachen einhergehen.
Aus heutiger Sicht
Die Herausgeberinnen haben fünf Texte international bekannter Autorinnen und Autoren angehängt, die den Essay kommentieren. Der interessanteste Beitrag stammt von Ngugis Sohn Mukoma wa Ngugi. Er knüpft an die Familiengeschichte an, zeigt aber auch realistische Optionen zum Umgang mit dem Problem auf, etwa mit dem Hinweis auf das Online Magazin «Jalada», das Schreiben und Übersetzen in afrikanischen Sprachen in einer internationalen Community betreibt. Auch Boubacar Boris Diop aus Senegal kümmert sich um Übersetzungen in afrikanische Sprachen. Der Kameruner Achille Mbembe beschreibt die Gebrochenheit der postkolonialen Welt. Petina Gappah aus Simbabwe schildert die Praxis des Schreibens in Englisch und Shona. Ganz anders sieht es in Südafrika aus: Sonwabiso Ngcowa, 1984 geboren, erinnert sich nicht mehr an die Zeiten, als «Bantu- Erziehung» ein Mittel war, die farbige Bevölkerung von der Teilhabe an der modernen Welt auszuschließen. Er sieht in der Dominanz des Englischen den Fortbestand weißer Vorherrschaft und fordert eine «Sprachrevolution», um das Sterben der südafrikanischen Sprachen zu verhindern. Erstaunlicherweise ist nirgendwo die Rede vom Vorteil der Mehrsprachigkeit, der in der Befähigung zum Agieren in der globalisierten Welt besteht. Die behauptete Glottophagie findet, wenn überhaupt, auf politischer Ebene statt, etwa wenn,wie unlängst in Kamerun, ein Konflikt zwischen «Anglofonen» und «Frankofonen» aufflammt: Tribalismus als koloniale Restmasse. Die afrikanischen Sprachen sind höchst lebendig und inzwischen auch weitgehend verschriftlicht. Es ist in der Tat Zeit für die «Dekolonisierung des Denkens» und die Übernahme kultureller Eigenverantwortung in den afrikanischen Gesellschaften.
Ngugi wa Thiong’o: Dekolonisierung des Denkens. Essays über afrikanische Sprachen in der Literatur. Aus dem Englischen von Thomas Brückner. Unrast-Verlag, Münster 2017. 272 S.
ALMUT SEILER-DIETRICH
Die Denker des subsaharischen Afrika kämpfen seit Jahrzehnten gegen dieVerinnerlichung des intellektuellen Rassismus und Kolonialismus. Es gelte, sich endlich vom fortdauernden «Fluch des Ham» zu befreien, forderte der kongolesische Literaturwissenschafter Alain Mabanckou bei seiner Antrittsrede am Collège de France im März 2016. Im Widerstand gegen die kulturelle Vereinnahmung während der Kolonialzeit besang die Négritude-Dichtung die Schönheit der afrikanischen Kulturen. Ihr Wortführer Léopold Sédar Senghor forderte «afrikanische Anwesenheit» (daher auch der Name des 1947 gegründeten Pariser Verlagshauses Présence Africaine). «Lasst uns ‹hier!› rufen, wenn die Welt wiedergeboren wird», schrieb Senghor im «Gebet an die Masken», als die behauptete moralische Überlegenheit der Europäer gerade auf den Schlachtfeldern verblutet und in den Lagern ermordet worden war. Aber nicht alle afrikanischen Literaturschaffenden teilten die Ideen der Négritude. «Ein Tiger verkündet nicht seine Tigritude – er springt», sagte Wole Soyinka 1962 auf einer Konferenz in Kampala, der Hauptstadt des gerade un abhängig gewordenen Uganda.
Sprache färbt das Denken
Zu den Unabhängigkeitsfeiern war auch das Theaterstück «The Black Hermit» von James Ngugi aufgeführt worden, einem kenyanischen Studenten der Makerere-Universität. Er sah die Hauptprobleme in Analphabetentum, Stammeswesen und Religion. Ngugiwa Thiong’o, wie er sich seit 1970 entsprechend der Familientradition nennt, schrieb vier Romane auf Englisch, bis er erkannte, dass die Sprache Teil des kolonialen Denkens ist – nicht nur, weil sie ein europäisches oder europäisch gebildetes Publikum anspricht, sondern weil sie zwangsläufig die Inhalte verfremdet. Auch wenn Autoren afrikanische Sprachbilder, Sprichwörter und Rhythmen benutzten, wie etwa Chinua Achebe im Englischen und Ahmadou Kourouma im Französischen, führe das wohl zu einer Bereicherung dieser Sprachen, nicht aber zur Afrikanisierung des Denkens. Die Sprachendebatte tobte heftig in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. 1986 wurde der erste – und bisher einzige – Literaturnobelpreis an einen schwarzafrikanischen Autor vergeben, den Nigerianer Wole Soyinka. Er hätte ihn nie bekommen, wenn er in seiner Muttersprache Yoruba geschrieben hätte, sagte man in Afrika; mit seinem Englisch habe er sich den Europäern angebiedert.
Im selben Jahr er schien «Decolonizing the Mind» von Ngugi wa Thiong’o, das jetzt endlich ins Deutsche übersetzt wurde. Dabei entspricht der Untertitel «Essays über afri kanische Sprachen in der Literatur» nicht dem Original: «The Politics of Language in African Literature». Es geht jedoch im Buch weniger um afrikanische als vor allem um europäische Sprachen in Erziehung, Kultur und Literatur Afrikas. Ngugis Schrift ist eine harte Auseinandersetzung mit dem postkolonialen Imperialismus, in dem die Sprache weiterhin als Herrschaftsinstrument fungiert. Dass auf «Schwert und Gewehr kugel (. . .) Kreide und Schultafel» folgten, ist eine Beschreibung der Kolonialisierung, die ja nicht nur physische, sondern auch geistige Inbesitznahme war. Die afrikanischen Sprachen wurden zu «Buschsprachen» degradiert, die höchstens als Studienobjekte der Ethnologen Bestand hatten.
Die Machthaber spielen mit
Warum aber haben die unabhängigen afrikanischen Nationen dann nicht die Kreide zum Schreiben ihrer Landessprachen eingesetzt? Warum sind die afrikanischen Schriftsteller hier nicht voran gegangen? Ngugi wa Thiong’o sieht in seinem Essay die Hauptschuld in den neokolonialen Staatsführungen. Das ist sicher auch heute noch richtig,wenn man bedenkt, dass sie Schulbücher lieber als Geschenke der ehemaligen Kolonialherren annehmen, als sich um einheimische Produktion zu kümmern. Dabei gibt es ja eine umfangreiche Literatur in afrikanischen Sprachen, insbesondere in Swahili, der Lingua franca Ostafrikas; aber sie wird kaum übersetzt und deshalb weltweit nicht wahrgenommen. Dass Autoren eine grössere Verbreitung ihrer Werke durch die Verwendung europäischer Sprachen anstreben, kann man ihnen nicht verübeln. Und wer in Afrika lesen kann, liest meist auch Eng lisch bzw.Französisch oder Portugiesisch. Aus heutiger Sicht ist weniger die Verwendung dieser Sprachen der Skandal als vielmehr die Tatsache, dass es kaum Verlagshäuser in Afrika gibt und dass Transport und Zölle aus Übersee importierte Bücher unerschwinglich machen. Hier bietet sich das Internet zur Überwindung räumlicher und sprachlicher Grenzen an; dabei ist interessant zu beobachten, wie locker afrikanische Blogger zwischen den Sprachen hin und her wechseln und wie kreativ sie mit Orthographie und Grammatik umgehen. «Dekolonisierung des Denkens» ist zweifellos ein historischer Grundlagen text,wird aber der heutigen Wirklichkeit nicht mehr gerecht. Von einer «Zerstörung der afrikanischen Kulturen» durch die Bevorzugung europäischer Sprachen kann so allgemein nicht die Rede sein, allenfalls davon, dass auch heutzutage gesellschaftlicher Aufstieg und inter nationales Ansehen mit der Verwendung europäischer Sprachen einhergehen.
Aus heutiger Sicht
Die Herausgeberinnen haben fünf Texte international bekannter Autorinnen und Autoren angehängt, die den Essay kommentieren. Der interessanteste Beitrag stammt von Ngugis Sohn Mukoma wa Ngugi. Er knüpft an die Familiengeschichte an, zeigt aber auch realistische Optionen zum Umgang mit dem Problem auf, etwa mit dem Hinweis auf das Online Magazin «Jalada», das Schreiben und Übersetzen in afrikanischen Sprachen in einer internationalen Community betreibt. Auch Boubacar Boris Diop aus Senegal kümmert sich um Übersetzungen in afrikanische Sprachen. Der Kameruner Achille Mbembe beschreibt die Gebrochenheit der postkolonialen Welt. Petina Gappah aus Simbabwe schildert die Praxis des Schreibens in Englisch und Shona. Ganz anders sieht es in Südafrika aus: Sonwabiso Ngcowa, 1984 geboren, erinnert sich nicht mehr an die Zeiten, als «Bantu- Erziehung» ein Mittel war, die farbige Bevölkerung von der Teilhabe an der modernen Welt auszuschließen. Er sieht in der Dominanz des Englischen den Fortbestand weißer Vorherrschaft und fordert eine «Sprachrevolution», um das Sterben der südafrikanischen Sprachen zu verhindern. Erstaunlicherweise ist nirgendwo die Rede vom Vorteil der Mehrsprachigkeit, der in der Befähigung zum Agieren in der globalisierten Welt besteht. Die behauptete Glottophagie findet, wenn überhaupt, auf politischer Ebene statt, etwa wenn,wie unlängst in Kamerun, ein Konflikt zwischen «Anglofonen» und «Frankofonen» aufflammt: Tribalismus als koloniale Restmasse. Die afrikanischen Sprachen sind höchst lebendig und inzwischen auch weitgehend verschriftlicht. Es ist in der Tat Zeit für die «Dekolonisierung des Denkens» und die Übernahme kultureller Eigenverantwortung in den afrikanischen Gesellschaften.
Ngugi wa Thiong’o: Dekolonisierung des Denkens. Essays über afrikanische Sprachen in der Literatur. Aus dem Englischen von Thomas Brückner. Unrast-Verlag, Münster 2017. 272 S.
ALMUT SEILER-DIETRICH
Mittwoch, 7. Februar 2018
Deutscholympiade 2018: Finale am Goethe-Institut Jaunde - Kamerun
Am
Freitag, dem 2. Februar 2018, organisierte das Goethe-Institut das
Finale der Deutscholympiaden in Jaunde. 23 Schüler, darunter 11
Mädchen und 12 Jungen im Alter von 14 bis 18, wurden nach Jaunde
eingeladen, um am Wettbewerb teilzunehmen. Das Ziel war es, die sechs
besten Schüler aus Kamerun herauszufinden, die nächsten Sommer die
Reise nach Deutschland antreten werden.
„Ich bin wirklich gerührt, die Wörter fehlen mir, um diese
riesengroße Freude auszusprechen. Gott sei dank ! Ich werde mein Bestes tun, um mein Land Kamerun bei den internationalen Deutscholympiaden gut zu vertreten“.
„Ich glaube, dass das Thema des Vortrags ganz einfach war und
die Jury auch sehr tolerant war. Deshalb hege ich die Hoffnung, diesen Wettbewerb zu gewinnen, um schließlich mein Traumland zu besichtigen“
“Ich habe diese Prüfung leicht gefunden. Die Zeit war genug und die Aufgaben nicht so kompliziert.
Ich glaube vor dem Schreiben gründlich überlegt zu haben. Ich wünsche mir ein erfolgreiches Ergebnis bei diesem Finale“
TCHUIDJANG WODJOU, Mérité, Gewinner des PAD Stipendiums, Schüler des Gymnasiums von Manjo .

„Ich bin 15 Jahre alt, komme aus Limbé und besuche die „SONARA Schule“. Die erste Phase der Prüfung war für mich erfolgreich, weil ich und meine Partnerin in guter Harmonie gearbeitet haben. Obwohl ich in der Hauptstadt Jaunde fremd bin, habe ich mich vor dem Ausschuss wohl gefühlt. Die Mitglieder der Prüfungskommission waren geduldig und verständnisvoll“ .
„Das Finale war sehr schwer, besonders die schriftliche Prüfung. Alles ging viel schneller, als ich mir vorher gedacht hätte. Die Kandidaten hatten ein gutes Niveau. Der Inspektor hat mich und meinen Partner bei der mündlichen Prüfung herzlich empfangen. Es hat mir Spaß gemacht, zum ersten Mal am Finale der Deutscholympiade teilzunehmen.
« Nach der Präsentation unserer Partnerarbeit vor dem Ausschuss fühle ich mich richtig entspannt.
Die Mitglieder der Prüfungskommission waren freundlich, geduldig und ließen uns ungestört sprechen. Die Erfahrung ist toll.“

«Von vornherein kann ich sagen, dass das Goethe-Institut eine tolle und gastfreundliche Anstalt ist. Die Prüfer waren sehr nett zu mir. Bei meiner Präsentation waren sie geduldig, hilfsbereit und ließen mich frei sprechen. Das war super.“
Bei
der Ankunft um 8 Uhr wurden die Bewerber(Innen) herzlich von Katja
Buchecker,
der Expertin für Unterricht im Goethe-Institut, empfangen. Jede(r)
bekam ein Päckchen, in dem Hauptlinien zum Prüfungsverlauf standen.
Nach den Willkommensworten durch den Leiter des Goethe-Instituts
Herrn
Fabian Mühlthaler
ergriff Herr Tsafack
André
vom Presse- und Informationsdienst der deutschen Botschaft Jaunde
das Wort, um den hohen Stellenwert der Förderung der deutschen
Kultur für die Auslandspolitik des Auswärtigen Amts
herauszustellen.
Die
Prüfung begann um 9:00 Uhr. Neu war in diesem Jahr, dass die
Bewerber in zwei Hauptgruppen aufgeteilt wurden.
Bei
der schriftlichen Phase wurde jede (r) Kandidat (in) individuell
geprüft. Die Prüfung bestand aus drei Teilen von je 30 Minuten,
nämlich Hörverstehen, Leseverstehen und schriftlichem Ausdruck.
| Die Schüler folgen den Hinweisen zum Prüfungsverlauf |
Bei
der mündlichen Phase konnten sich die Bewerber zu zweit oder zu
dritt zu bestimmten Themen gründlich beraten, bevor sie ihre
Ergebnisse vor der Jury vortrugen. Sie hatten 40 Minuten
Vorbereitungszeit und 10 Minuten für die Präsentation. Von ihnen
wurden Originalität, Kreativität und Teamfähigkeit erwartet.
Um
13:40 begann die Mittagspause, die den Kandidaten die Gelegenheit
bot, sich über ihre Eindrücke von diesem Finale auszutauschen.
Um
15:15 ging es weiter mit einer Bibliotheksrallye. Die Schüler
bekamen einen Fragebogen, den sie bei einem Rundgang durch alle
Abteilungen der Bibliothek zu viert bearbeiten durften. Dabei konnten
sie alle Hilfsmittel der Bibliothek nutzen, um die Fragen zu
beantworten.
Danach wurden die Schüler von Tsafack André von der deutschen Botschaft Jaunde und Carola Dinnbier von der Bildungskooperation Deutsch (BKD) im Goethe-Institut Kamerun in Partnerarbeit geschult. Dabei wurden sie dazu angeleitet, wie man mit Originalität, Geschick und Professionalität einen Vortrag vorbereiten und präsentieren kann. Diese Kenntnisse werden ihnen sicher noch oft in ihrem Leben weiterhelfen.
Danach wurden die Schüler von Tsafack André von der deutschen Botschaft Jaunde und Carola Dinnbier von der Bildungskooperation Deutsch (BKD) im Goethe-Institut Kamerun in Partnerarbeit geschult. Dabei wurden sie dazu angeleitet, wie man mit Originalität, Geschick und Professionalität einen Vortrag vorbereiten und präsentieren kann. Diese Kenntnisse werden ihnen sicher noch oft in ihrem Leben weiterhelfen.
Währenddessen
ging die Prüfungskommission daran, die Ergebnisse festzustellen.
Um
16 Uhr konnte Katja
Buchecker
dann die Zeremonie der Bekanntgabe der Resultate ankündigen.
Die
Gewinner der Stipendien für internationale Olympiaden in Deutschland
sind:
-
Eya’a Souga Dominick Logan (Schüler des Gymnasiums von Mfou)
-
Dountio Sidoine (Schüler der Government Bilingual High School
Mendong – Jaunde)
Die
Gewinner der PAD-Stipendien (Partnerschule des pädagogischen
Austauschdiensts) sind :
-
Ndoungo Nyamsi Armelle (Schülerin in Government Bilingual High
School Kumba)
-
Matane Divine Laure (Schülerin in Government Bilingual High School
Gouache)
-
Ngabga Grâce Félicité (Schülerin in Gymnasium von Pitoa)
-
Tchuidjang Wodjou Mérité (Schüler im Gymnasium von Manjo)
![]() |
Die
beiden Teilnehmer, die zu der internationalen Deutscholympiade in
Deutschland fahren werden
Herr
Fabian
Mühlthalter
gratulierte den Gewinnern und Gewinnerinnen und wünschte ihnen im
voraus eine angenehme Reise nach Deutschland. Auf dem Programm stehen
auch 6 Stipendien zur Teilnahme an einem Sommercamp in Kribi im
Süden Kameruns. Dies wird zwischen dem 29. Juni – 09. Juli 2018
stattfinden.
Abschließend
sei erwähnt, dass der Prüfungsausschuss der nationalen
Deutscholympiaden aus den Vertretern des kamerunischen
Erziehungsministeriums, der deutschen Botschaft von Jaunde und des
Goethe-Instituts Kamerun bestand.
Zur
bleibenden Erinnerung wurde ein Gruppenfoto aufgenommen:
| Gruppenfoto der Teilnehmer |
Einige
Eindrücke über das Finale der Deutscholympiade 2018 in Kamerun
„Ich danke dem Goethe Institut für seine ständige Hilfe, was die Ausbildung kamerunischer Jugendlicher angeht. Die Arbeit war gut organisiert und die Kriterien angemessen.
„Im Großen und Ganzen sehr sehr positiv. Ich war von
der Sprachfertigkeit der meisten Teilnehmer beeindruckt. Also
Kinder im Alter von 14 bis 18 Jahre, die aus den zehn Regionen Kameruns kommen und die so eine große Begeisterung für die deutsche Sprache zeigen, das ist richtig gut zu erleben. Es war so eine große Freude für mich, das Finale vor Ort mitzuverfolgen. Ich wünsche den Gewinnern alles Gute.“
TSAFACK, André, Verwaltung: Presse und Information Deutsche Botschaft Kamerun .
Es ist nicht einfach, so viele Lernende aus dem Hinterland nach Yaoundé einzuladen. Danke vielmals.“
AKOA AMBASSA, Cyrille Roger,
Nationalinspektor für Deutsch „Minesec“ Kamerun.
Nationalinspektor für Deutsch „Minesec“ Kamerun.
„Im Großen und Ganzen sehr sehr positiv. Ich war von
der Sprachfertigkeit der meisten Teilnehmer beeindruckt. Also
Kinder im Alter von 14 bis 18 Jahre, die aus den zehn Regionen Kameruns kommen und die so eine große Begeisterung für die deutsche Sprache zeigen, das ist richtig gut zu erleben. Es war so eine große Freude für mich, das Finale vor Ort mitzuverfolgen. Ich wünsche den Gewinnern alles Gute.“
TSAFACK, André, Verwaltung: Presse und Information Deutsche Botschaft Kamerun .
„Ich bin wirklich gerührt, die Wörter fehlen mir, um diese
riesengroße Freude auszusprechen. Gott sei dank ! Ich werde mein Bestes tun, um mein Land Kamerun bei den internationalen Deutscholympiaden gut zu vertreten“.
EYA’A
SOUGA, Dominick Logan,
Gewinner der Olympiaden, Schüler des Gymnasiums von Mfou.
„Ich glaube, dass das Thema des Vortrags ganz einfach war und
die Jury auch sehr tolerant war. Deshalb hege ich die Hoffnung, diesen Wettbewerb zu gewinnen, um schließlich mein Traumland zu besichtigen“
DOUTIO, Sidoine, Gewinner der Olympiaden, Schüler der Government Bilingual High School Mendong – Yaoundé
“Ich habe diese Prüfung leicht gefunden. Die Zeit war genug und die Aufgaben nicht so kompliziert.
Ich glaube vor dem Schreiben gründlich überlegt zu haben. Ich wünsche mir ein erfolgreiches Ergebnis bei diesem Finale“
TCHUIDJANG WODJOU, Mérité, Gewinner des PAD Stipendiums, Schüler des Gymnasiums von Manjo .

„Ich bin 15 Jahre alt, komme aus Limbé und besuche die „SONARA Schule“. Die erste Phase der Prüfung war für mich erfolgreich, weil ich und meine Partnerin in guter Harmonie gearbeitet haben. Obwohl ich in der Hauptstadt Jaunde fremd bin, habe ich mich vor dem Ausschuss wohl gefühlt. Die Mitglieder der Prüfungskommission waren geduldig und verständnisvoll“ .
NINGPEYE KENNE, Madeleine, Schülerin der „Ecole SONARA“ Limbé
„Das Finale war sehr schwer, besonders die schriftliche Prüfung. Alles ging viel schneller, als ich mir vorher gedacht hätte. Die Kandidaten hatten ein gutes Niveau. Der Inspektor hat mich und meinen Partner bei der mündlichen Prüfung herzlich empfangen. Es hat mir Spaß gemacht, zum ersten Mal am Finale der Deutscholympiade teilzunehmen.
« Nach der Präsentation unserer Partnerarbeit vor dem Ausschuss fühle ich mich richtig entspannt.
Die Mitglieder der Prüfungskommission waren freundlich, geduldig und ließen uns ungestört sprechen. Die Erfahrung ist toll.“
MACDI
POMTE, Christelle Audrey,
Schülerin in „Collège Bilingue Pintades“ Ngaoundéré

«Von vornherein kann ich sagen, dass das Goethe-Institut eine tolle und gastfreundliche Anstalt ist. Die Prüfer waren sehr nett zu mir. Bei meiner Präsentation waren sie geduldig, hilfsbereit und ließen mich frei sprechen. Das war super.“
NGWAT,
Marielle Paulette,
Schülerin der „Ecole SONARA“ Limbé
Von
William CHANTCHO
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Goethe-Institut,
Jaunde,
Kamerun
Montag, 20. November 2017
Maryse Condé: SEGU. Die Mauern aus Lehm.
Maryse Condé: SEGU. Die Mauern aus Lehm. Roman. Wie Spreu im Wind. Roman. Aus dem Französischen von Uli Wittmann.
Als ich die zweibändige Familiensaga von Maryse Condé vor dreißig Jahren zum ersten Mal las, (1984/85 im Pariser Verlag Robert Laffont erschienen), rührten mich vor allem die Schicksale, die den Nachkommen des Fürsten Dusika Traoré aus Segu im heutigen Mali zugemutet wurden. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts führt die Familie ein durch alte Traditionen geregeltes Leben, an dem auch die Ahnen teilnehmen, die verehrt und um Rat befragt werden. Dann bricht die Gewalt von allen Seiten herein. Der von Norden vorrückende Islam bekämpft die animistischen Rituale, zerstört Statuen und Amulette und erzwingt das Bekenntnis zum Einen Gott.
Zur selben Zeit lauern im Busch Sklavenjäger und verschleppen junge Menschen an die Küsten, wo europäische Händler sie aufkaufen und nach Amerika verschiffen.
Bald tritt auch das Christentum auf: Vom Senegal her verbreiten französische Missionare – unterstützt von der Armee – den katholischen Glauben; im Süden herrscht britischer Protestantismus.
Söhne und Enkel der Traorés geraten teils freiwillig, teils unter Zwang in die neuen Strömungen und entfernen sich immer weiter von den Mauern ihrer Heimatstadt. Sie reisen durch ganz Westafrika und gelangen sogar bis nach England und nach Jamaika.
Der Leser verfolgt ihr Schicksal mit ahnungsvoller Spannung, denn er kennt – anders als die Romanfiguren - die historischen Hintergründe der Gewalt, die sie in den Tod treibt.
Der Leser verfolgt ihr Schicksal mit ahnungsvoller Spannung, denn er kennt – anders als die Romanfiguren - die historischen Hintergründe der Gewalt, die sie in den Tod treibt.
Eigentlich wollte die in Guadeloupe geborene Autorin, die 1960 durch Heirat nach Guinea kam, eine Doktorarbeit über westafrikanischen Geschichte schreiben. Aber, so sagt sie, der Stoff habe sie überwältigt und in der Romanform einen plastischeren Niederschlag gefunden.
Die Erzählung beginnt 1795 mit dem Erscheinen des ersten Weißen vor den Mauern Segus, der später als Mungo Park identifiziert wird, hält sich aber konsequent an die afrikanische Perspektive. Insofern ist der Roman ein Beitrag zur „global history“, die die eurozentrische Geschichtsschreibung ablöst.
Maryse Condé konnte damals nicht ahnen, dass ihr Roman durch die Ereignisse in Mali - insbesondere durch den Überfall der Ansar Dine auf Timbuktu im Juni 2012 - neue Aktualität gewinnen würde: Der Djihad, den El-Hadj Omar Saidu Tall in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegen die „Ungläubigen“ führte, ist wieder näher gerückt. Mit Beklemmung lesen wir heute, wie ein Volk, das sein Leben im Einklang mit der Natur genießt, durch die aufgezwungenen monotheistischen Religionen gleichsam erstarrt: Musik und Tanz, Fröhlichkeit und Genuss jeder Art sind nun verboten. Im Hofe der Traorés tobt der Kampf zwischen den Weltanschauungen. Der Patriarch fragt den nach jahrelanger islamischer Indoktrination heimgekehrten Neffen: „’Wenn die Schöpfung der Wesen auf Gottes Liebe beruht, kann Gott dann den Tod oder die Erniedrigung dieser Wesen wollen? Kann man im Namen Gottes töten oder unterdrücken?’ Omar erschauerte. Er wusste, dass Gott seinen Erwählten befohlen hatte, die Menschen zu bekämpfen, bis sie bekannten, dass es keinen Gott gibt außer Ihm.“
Maryse Condés zweibändiges Werk ist durch die Ereignisse der letzten Jahre noch politischer und damit wichtiger geworden, als es zum Zeitpunkt des Erscheinens war.
Almut Seiler-Dietrich
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Workshop zur Evaluierung und Erarbeitung von neuen Lehrwerken für den Deutschunterricht in Kamerun
Am Samstag 14. Oktober 2017 fand im SLZ (Sprachlernzentrum) Douala ein Workshop statt.
Ziel des Treffens war es, die Mängel der auf dem Programm stehenden Lehrwerke "Ihr und Wir Plus" Bände I und II vom Hueber Verlag zu evaluieren, und dann einen neuen Entwurf zu erstellen , der der „APC“ Approche (Kompetenzorientiertem Unterricht) entsprechen würde.
Eingeladen waren sechs Deutschlehrer aus der Region „Littoral“, nämlich Herr TAKAM Robert (Lycée Bilingue Deido), Herr TADAHA Omer Lemerre (Lycée Bilingue Bonabérie), Herr CHANTCHO TANKOUA William (Collège Chevreul Bassa), Frau TADIE Judith (Lycée Bilingue Nyalla), Frau FOUEZEU (Lycée Japoma ). Nach den Willkommensworten von Herrn Takam an die Kollegen, wurde dann jedem/jeder das Wort erteilt, damit er/sie Erfahrungen aus dem eigenen Unterricht vorstellen konnte.
Nach diesem Präsentationsdurchgang ergab sich, dass die Deutschlehrer im Allgemeinen große Schwierigkeiten haben, mit dem Lehrwerk "Ihr und Wir Plus" nach der „APC“ Methode zu unterrichten. Das Erziehungsministerium hat seit etwa drei Jahren beschlossen, dass das Programm von „4ème“ und „3ème“ hauptsächlich aus fünf Modulen besteht. Jeder in Kamerun tätige Lehrer soll diesen Modulen genau folgen und seinen Unterricht nach der „APC“ Methodologie gestalten. Leider ist festzustellen, dass die vom Erziehungsministerium festgelegten Module den Inhalten vom Lehrwerk „Ihr und Wir Plus“ Bände I und II überhaupt nicht entsprechen. Bei dieser Arbeitssitzung wurde daher kritisch und innovativ überlegt und geplant. Nach der Reflexion über das Programm von „4ème“ und „3ème“ wurde vorgeschlagen, dass die neuen Lehrwerke zum Fach Deutsch aus fünf Modulen bestehen sollten.
Wir hätten lieber authentische Texte mit Bildern, Grafiken, Zeichnungen und CDs. Die Übungen sollten handlungs- und kompetenzorientiert sein und an die Module bzw. Themen angebunden sein.
Ziel des Treffens war es, die Mängel der auf dem Programm stehenden Lehrwerke "Ihr und Wir Plus" Bände I und II vom Hueber Verlag zu evaluieren, und dann einen neuen Entwurf zu erstellen , der der „APC“ Approche (Kompetenzorientiertem Unterricht) entsprechen würde.
Eingeladen waren sechs Deutschlehrer aus der Region „Littoral“, nämlich Herr TAKAM Robert (Lycée Bilingue Deido), Herr TADAHA Omer Lemerre (Lycée Bilingue Bonabérie), Herr CHANTCHO TANKOUA William (Collège Chevreul Bassa), Frau TADIE Judith (Lycée Bilingue Nyalla), Frau FOUEZEU (Lycée Japoma ). Nach den Willkommensworten von Herrn Takam an die Kollegen, wurde dann jedem/jeder das Wort erteilt, damit er/sie Erfahrungen aus dem eigenen Unterricht vorstellen konnte.
Nach diesem Präsentationsdurchgang ergab sich, dass die Deutschlehrer im Allgemeinen große Schwierigkeiten haben, mit dem Lehrwerk "Ihr und Wir Plus" nach der „APC“ Methode zu unterrichten. Das Erziehungsministerium hat seit etwa drei Jahren beschlossen, dass das Programm von „4ème“ und „3ème“ hauptsächlich aus fünf Modulen besteht. Jeder in Kamerun tätige Lehrer soll diesen Modulen genau folgen und seinen Unterricht nach der „APC“ Methodologie gestalten. Leider ist festzustellen, dass die vom Erziehungsministerium festgelegten Module den Inhalten vom Lehrwerk „Ihr und Wir Plus“ Bände I und II überhaupt nicht entsprechen. Bei dieser Arbeitssitzung wurde daher kritisch und innovativ überlegt und geplant. Nach der Reflexion über das Programm von „4ème“ und „3ème“ wurde vorgeschlagen, dass die neuen Lehrwerke zum Fach Deutsch aus fünf Modulen bestehen sollten.
Wir hätten lieber authentische Texte mit Bildern, Grafiken, Zeichnungen und CDs. Die Übungen sollten handlungs- und kompetenzorientiert sein und an die Module bzw. Themen angebunden sein.
Der Workshop, der im Sprachlernzentrum von Douala (Offizieller Partner des Goethe-Instituts Kamerun) stattfand, begann gegen 10 Uhr und endete um 16 Uhr, mit dem Wunsch der Kollegen, den neu erarbeiteten Entwurf zu berücksichtigen . Es wurde auch vorgeschlagen, dass alle kamerunischen Schulen an das Internet angeschlossen werden sollten, damit die Lehrer ihren Unterricht reibungslos durchführen können .
William CHANTCHO Douala - KAMERUN
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