Unser Magazin Nachbarschaft hat 2012 von ihr berichtet.
Inzwischen ist ihre Karriere weitergegangen.
Nachzulesen im deutschen Wikipediaartikel wie im französischen.
Sie ist ein Ausnahmefall, aber ein Beweis, dass nicht nur Fußballer, sondern auch Mädchen, die sich auf einen scheinbar typischen Jungensport wie Schach einlassen, vom Slum zu einer internationalen Karriere kommen können.
Hier ein paar Webseiten mit weiteren Informationen:
Phiona Mutesis Webseite
Phiona Mutesis rating bei FIDE
Interview mit Robert Katende und Phiona Mutesi
Phiona Mutesi at chessgames.com, where the moves of each of her games in Women's Chess Olympiads can be viewed (scroll down there to links)
Queen of Katwe - A short documentary about Phiona Mutesi by Silent Images on YouTube
Dienstag, 9. April 2019
Montag, 18. März 2019
PAD-Olympiade 2019 : Finale am Goethe-Institut Jaunde - KAMERUN
Am
Freitag, dem 15.März 2019, wurde am Goethe-Institut das Finale der
PAD-Olympiade
veranstaltet. 22 Schüler, darunter 8 Jungen und 14 Mädchen, wurden
nach Jaunde eingeladen, um am Wettbewerb teilzunehmen. Das Ziel war
es, die sechs besten Schüler aus Kamerun herauszufiltern, die die
Reise nach Deutschland im August antreten werden.
„Alles war gut geplant, die Evaluierung bei der mündlichen Prüfung war auch richtig gestaltet. Die Arbeitsanweisungen waren klar und die Kandidaten waren für mich wirklich gut.“ Ambroise Thomas, Ngono (Regionalinspektor für Deutsch „Centre“)
| Teilnehmer der PAD-Olympiade |
Um
8 Uhr wurden die Bewerber(innen) von Gaetan
Kande
herzlich empfangen. Nach dem Begrüßungswort folgte das Frühstück.
Um 9 Uhr wurde den Kandidaten das Prüfungsformat vorgetragen. Sie
wurden dann in zwei Hauptgruppen aufgeteilt. Während die einen sich
mit der mündlichen Phase beschäftigten, machten
sich die anderen an die schriftlichen Aktivitäten.
Beim Schreiben ging es darum, jeden Bewerber individuell zu prüfen.
Die Prüfung bestand so aus drei Teilen von je 30 Minuten, nämlich
Leseverstehen, Hörverstehen und schriftlicher Produktion. Bei der
mündlichen Evaluierung konnten sich die Bewerber zu zweit beraten,
bevor sie ihre Arbeiten vor der Jury vortrugen. Sie hatten dafür 40
Minuten Vorbereitungszeit und dann 10 Minuten für das Referat. Von
ihnen erwartete die Jury Kreativität, Originalität, Offenheit,
Spontaneität und besonders Teamfähigkeit. Um 13: 40 Uhr kam die
Mittagspause. Die Kandidaten nutzten diese Gelegenheit aus, um etwas
Leckeres zu essen und zu trinken. Sie lernten sich auch untereinander
besser kennen und tauschten ihre Eindrücke über das PAD-Finale aus.
Um 15 Uhr ging es weiter mit dem Bibliotheksbesuch und einem Rundgang
durch einige Abteilungen des Goethe-Instituts Kamerun. Inzwischen
hatte sich der Ausschuss versammelt, um die Ergebnisse festzustellen.
Um 16 Uhr kündigte Stéphane
Konlack
von der BKD (Bildungskooperation Deutsch) die Zeremonie zur
Bekanntgabe der Resultate an. Danach ergriff André
Tsafack
von der deutschen Botschaft Jaunde das Wort, um die Wichtigkeit des
PAD-Wettbewerbs weltweit zu präsentieren. Der PAD
(Pädagogische Austauschdienst)
ist eines der Programme des Auswärtigen Amtes im Schulwesen, um die
deutsche Sprache und Kultur zu verbreiten und zu fördern. Neu in
diesem Jahr war, dass Kamerun noch zwei zusätzliche Plätze vergeben
konnte. Die Gewinner(innen) der PAD-Olympiade 2019 sind :
| Die Gewinner(innen) |
1-Talla
Waffo, Luc Ramses (Schüler der Government Bilingual High School von
Baleng)
2-Mbena
Onana, Fabrice Mamert (Schüler des Gymnasiums von Zamengoé)
3-Zoukponyui
, Paule Esther (Schülerin der Government Bilingual High School von
Mbang)
4-Mbazoa
Ngandi, Christiana Margaret (Schülerin der Government Bilingual High
School von Nkongsamba)
5-Lambi
Biyo, Christelle (Schülerin des Gymnasiums von Tsinga – Jaunde)
6-Anang
Hamsou, Fiacre (Schüler des Gymnasiums von Guider)
Die
Gewinner(innen) wurden beglückwünscht und ihnen wurden auch
wichtige Hinweisen für die Sommerreise nach Deutschland gegeben. Die
anderen sechzehn Teilnehmer(innen) gewannen Stipendien für ein
Sommercamp in Kribi im Süden Kameruns. Stéphane
Konlack
hatte die Ehre, die Zeremonie abzuschließen, und zur bleibenden
Erinnerung wurde ein Gruppenfoto aufgenommen.
Von
William
CHANTCHO,
Douala – KAMERUN
„Alles war gut geplant, die Evaluierung bei der mündlichen Prüfung war auch richtig gestaltet. Die Arbeitsanweisungen waren klar und die Kandidaten waren für mich wirklich gut.“ Ambroise Thomas, Ngono (Regionalinspektor für Deutsch „Centre“)
„Ich
war sehr beeindruckt von den Leistungen der Schüler während der
mündlichen Prüfung. Sie waren kreativ, kommunikativ und konnten ein
sehr gutes Deutsch-Niveau vorweisen. Schade, dass nicht alle nach
Deutschland fliegen können. Verdient hätten sie es !“
„Dieser
Test war sehr schwierig. Aber das Schreiben war leichter. Leider habe
ich beim Hörverstehen nicht gut gearbeitet, weil das Tonbandgerät
zu schnell lief .“
“Ich
danke dem Goethe-Institut Kamerun für die Gelegenheit, die sie mir
heute gegeben haben. Die Olympiade habe ich toll gefunden. Die Prüfer
waren sehr nett und offen. Wir haben auch genug gegessen, die Speise
war lecker. Es ist für mich eine große Freude, an diesem Finale
teilgenommen zu haben.“
Mbazoa
Ngandi, Christiana
(Government Bilingual High School von Nkongsamba – Gewinnerin der
PAD-Olympiade 2019)
“Für
mich waren die Aufgaben nicht so schwer. Zuerst habe ich mich über
den Empfang und die Gastfreundlichkeit am Goethe-Institut Jaunde sehr
gefreut. Die Prüfer waren auch nett und freundlich zu uns. Es freut
mich sehr, an diesem Finale 2019 teilzunehmen.“
Ngoboh
Mbeukbeh, Sylvanine
(Schülerin im Gymnasium von Baré)
„Am
Anfang fand ich es stressig, weil ich ein bisschen Angst hatte.
Trotzdem freut es mich, am Finale der PAD- Olympiade 2019
teilzunehmen. Ich habe mein Bestes getan und ich danke dem Goethe-Institut für diese Gelegenheit, meine deutschen Leistungen auf
nationaler Ebene zu messen.“
Houdja
Kaoudje, Josiane
(Government Bilingual High School Bayelle – Bamenda)
“Der
erste Teil Leseverstehen war leicht, aber das Hörverstehen war eine
ganz komplexe Übung, denn die CD lief zu schnell. Das Schreiben war
auch leicht und ich habe bei dem schriftlichen Ausdruck gut
gearbeitet.“
Amvene, Claude Yaëlle
(Government Bilingual High School Djoum)
“Ich
bin Schülerin in der Klasse von 2nde bilingue und wohne in Buea.
Ich habe die Prüfung leicht gefunden, aber es gab nicht genug Zeit,
um sich gründlich zu überlegen. Alles ging sehr schnell und das hat
mich wirklich gestresst.“
Fotso
Mafo, Angela
(Government High School Molyko - Buea)
Von
William
CHANTCHO
Labels:
2019,
Goethe-Institut,
Jaunde,
Kamerun,
PAD-Olympiade
Dienstag, 4. Dezember 2018
Mut zur Veränderung
Luftverschmutzung, Wasserknappheit. Was kann ein Einzelner da schon tun?
Die us-amerikanischen Stiftungen haben Milliarden zur Verfügung. Aber interessieren sich doch nicht für die Probleme bei uns vor Ort. Und was soll man machen ohne staatliche Unterstützung, ohne ausländische Hilfe, ohne einen Investor?
Oumar Basse aus dem Senegal hat nicht resigniert. Wie sollte er seiner Tante helfen, die in Dakar lebt und an Asthma leidet? Mit der Luftverschmutzung in den Millionenstädten werden selbst die reichen Länder nicht fertig, wie soll das ein kleines Entwicklungsland schaffen? Und gar ein Einzelner, ganz auf sich gestellt?
Oumar Basse hat eine Box entwickelt, die den Grad der Umweltverschmutzung vor Ort misst und auf dem Smartphone sichtbar macht und passend zur jeweiligen Verschmutzungssituation Gesundheitsempfehlungen für Risikogruppen ausgibt. Die Box heißt jetzt NanoAir Box.
mehr dazu:
Wir sind Helden: Der Gründer, ZEIT online (deutsch), eine ausführliche Darstellung mehrerer junger Menschen mit Mut zur Veränderung und der Geschichte, wie Oumar Basse zu seinen Erfindungen kam
Decent Jobs for Youth (pdf, englisch), eine Broschüre über eine Tagung für junge Unternehmer in Dakar, Senegal, in der viele Unternehmer vorgestellt werden
Test von Nano air (englisch)
NanoAir Box (fanzösisch)
Eine andere Erfindung von Oumar Basse: Widim Pompe (französisch)
Die us-amerikanischen Stiftungen haben Milliarden zur Verfügung. Aber interessieren sich doch nicht für die Probleme bei uns vor Ort. Und was soll man machen ohne staatliche Unterstützung, ohne ausländische Hilfe, ohne einen Investor?
Oumar Basse aus dem Senegal hat nicht resigniert. Wie sollte er seiner Tante helfen, die in Dakar lebt und an Asthma leidet? Mit der Luftverschmutzung in den Millionenstädten werden selbst die reichen Länder nicht fertig, wie soll das ein kleines Entwicklungsland schaffen? Und gar ein Einzelner, ganz auf sich gestellt?
Oumar Basse hat eine Box entwickelt, die den Grad der Umweltverschmutzung vor Ort misst und auf dem Smartphone sichtbar macht und passend zur jeweiligen Verschmutzungssituation Gesundheitsempfehlungen für Risikogruppen ausgibt. Die Box heißt jetzt NanoAir Box.
mehr dazu:
Wir sind Helden: Der Gründer, ZEIT online (deutsch), eine ausführliche Darstellung mehrerer junger Menschen mit Mut zur Veränderung und der Geschichte, wie Oumar Basse zu seinen Erfindungen kam
Decent Jobs for Youth (pdf, englisch), eine Broschüre über eine Tagung für junge Unternehmer in Dakar, Senegal, in der viele Unternehmer vorgestellt werden
Test von Nano air (englisch)
NanoAir Box (fanzösisch)
Eine andere Erfindung von Oumar Basse: Widim Pompe (französisch)
Labels:
Oumar Basse,
Senegal,
Umweltverschmutzung,
Wassermangel
Sonntag, 28. Oktober 2018
Achille Mbembe über seine "Ethik des Passanten"
ACHILLE MBEMBE
Der Politologe aus Kamerun lehrt an der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika.
"Ich denke über zweierlei nach: Bewegung und Begrenzung. Wer oder was kann sich in der heutigen Welt bewegen? Mich beschäftigt, wie Menschen mobil sind und an welche Grenzen sie mit ihrer Mobilität stoßen. [...] Ich sehe uns Menschen als Passanten, wir leben in Passagen. Wir sind unterwegs als Gäste auf Erden. Aus diesen Gedanken möchte ich eine "Ethik des Passanten" entwickeln. Ich habe dabei auch ein politisches Ziel vor Augen: eine Welt, in der nicht nur wenige, sondern wir alle uns frei bewegen können und die fortbesteht. [...] Eine Erde mit ungleicher Bewegungsfreiheit ihrer Bürger ist seit Kant meines Erachtens nicht denkbar. Auf diesen Ideen beruht nicht nur eine gute Einwanderungspolitik, sondern auch der Schutz, den wir Flüchtlingen gewähren. [...]
Im politischen Sinne bringt das die Frage mit sich, wer in der heutigen Welt das Recht hat, sich frei über Grenzen zu bewegen, während andere an ihrem Ort bleiben müssen. Wie kommt es, dass manche Bewohner der Erde meinen, sie könnten andere zurückweisen? Bleiben zu müssen bringt für viele ein tödliches Risiko mit sich. In Afrika bedeuten Grenzen in besonderer Weise auch Endlichkeit: Wie kann es sein, dass wir Afrika zu einem Gefängnis machen, aus dem man nur unter Lebensgefahr ausbrechen kann und in dem auch die inneren Grenzen zwischen den Staaten hochgezogen werden, während Europäer und andere Menschen aus den mächtigen Staaten weltweite Reisefreiheit haben?
Im ökologischen Sinne fasse ich die Vergänglichkeit , das Vorübergehende als universelle Eigenschaft alles Lebendigen im weitesten Sinne auf: Alles Lebendige ist verletzlich und sterblich. Die Spezies Mensch zerstört die Lebenschancen ihrer nicht menschlichen Mitbewohner. Das Lebendige stößt durch uns Menschen an Grenzen. Aber die ökologischen Risiken zeigen uns noch auf eine weitere Weise, was Grenzen sind: Sie überschreiten die Grenzen des Nationalstaats, sie wandern überall ein. Und sie verlangen deshalb nach unserem Handeln als Menschheit: Eine universelle Politik des Reparierens und der Pflege wäre die Antwort auf die Zerstörung des Lebendigen.
Ich möchte mit meiner "Ethik des Passanten" das Denken in Gegensätzen durch ein Denken in Beziehungen ersetzen. Wir sollten nach den Fähigkeiten suchen, die das Existierende in etwas Neues, Unbekanntes verwandeln können. In der afrikanischen Kosmologie hat die Idee der Beziehung große Bedeutung: Im vollen Sinne ein Mensch wird man erst, wenn die Beziehung zum Anderen einen verwandelt. [...]"
(Achille Mbembe aufgezeichnet von Elisabeth von Thadden in ZEIT vom 25.10. 44/2018)
Sieh auch: Mbembe zu seiner "Kritik der schwarzen Vernunft"
"Ich denke über zweierlei nach: Bewegung und Begrenzung. Wer oder was kann sich in der heutigen Welt bewegen? Mich beschäftigt, wie Menschen mobil sind und an welche Grenzen sie mit ihrer Mobilität stoßen. [...] Ich sehe uns Menschen als Passanten, wir leben in Passagen. Wir sind unterwegs als Gäste auf Erden. Aus diesen Gedanken möchte ich eine "Ethik des Passanten" entwickeln. Ich habe dabei auch ein politisches Ziel vor Augen: eine Welt, in der nicht nur wenige, sondern wir alle uns frei bewegen können und die fortbesteht. [...] Eine Erde mit ungleicher Bewegungsfreiheit ihrer Bürger ist seit Kant meines Erachtens nicht denkbar. Auf diesen Ideen beruht nicht nur eine gute Einwanderungspolitik, sondern auch der Schutz, den wir Flüchtlingen gewähren. [...]
Im politischen Sinne bringt das die Frage mit sich, wer in der heutigen Welt das Recht hat, sich frei über Grenzen zu bewegen, während andere an ihrem Ort bleiben müssen. Wie kommt es, dass manche Bewohner der Erde meinen, sie könnten andere zurückweisen? Bleiben zu müssen bringt für viele ein tödliches Risiko mit sich. In Afrika bedeuten Grenzen in besonderer Weise auch Endlichkeit: Wie kann es sein, dass wir Afrika zu einem Gefängnis machen, aus dem man nur unter Lebensgefahr ausbrechen kann und in dem auch die inneren Grenzen zwischen den Staaten hochgezogen werden, während Europäer und andere Menschen aus den mächtigen Staaten weltweite Reisefreiheit haben?
Im ökologischen Sinne fasse ich die Vergänglichkeit , das Vorübergehende als universelle Eigenschaft alles Lebendigen im weitesten Sinne auf: Alles Lebendige ist verletzlich und sterblich. Die Spezies Mensch zerstört die Lebenschancen ihrer nicht menschlichen Mitbewohner. Das Lebendige stößt durch uns Menschen an Grenzen. Aber die ökologischen Risiken zeigen uns noch auf eine weitere Weise, was Grenzen sind: Sie überschreiten die Grenzen des Nationalstaats, sie wandern überall ein. Und sie verlangen deshalb nach unserem Handeln als Menschheit: Eine universelle Politik des Reparierens und der Pflege wäre die Antwort auf die Zerstörung des Lebendigen.
Ich möchte mit meiner "Ethik des Passanten" das Denken in Gegensätzen durch ein Denken in Beziehungen ersetzen. Wir sollten nach den Fähigkeiten suchen, die das Existierende in etwas Neues, Unbekanntes verwandeln können. In der afrikanischen Kosmologie hat die Idee der Beziehung große Bedeutung: Im vollen Sinne ein Mensch wird man erst, wenn die Beziehung zum Anderen einen verwandelt. [...]"
(Achille Mbembe aufgezeichnet von Elisabeth von Thadden in ZEIT vom 25.10. 44/2018)
Sieh auch: Mbembe zu seiner "Kritik der schwarzen Vernunft"
Sonntag, 16. September 2018
Frauen glänzen nicht nur mit Schönheit
Laureen Gambino berichtet im Guardian von einem afrikanischen Wettbewerb, in dem sich Mädchen und Frauen von 13 bis 25 Jahren durch brillanten Einsatz von IT-Kenntnissen für Gemeinschaftsprojekte hervortun können.
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.
mehr dazu:
The Guardian 28.5.2018
Miss Geek Africa (englische Wikipedia)
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.
mehr dazu:
The Guardian 28.5.2018
Miss Geek Africa (englische Wikipedia)
Mittwoch, 15. August 2018
Jean-Marc Ela - ein kamerunischer Befreiungstheologe
"Jean-Marc Ela wurde in Ebolowa im Süden Kameruns geboren. Seine Eltern waren Kleinbauern, die Kakao anbauten [...] Von 1971 an war Ela über zehn Jahre lang als Missionar unter verarmten Angehörigen der Kirdi im Norden Kameruns tätig. Diese Tätigkeit beeinflusste stark die Entwicklung und Ausarbeitung seiner afrozentrischen Befreiungstheologie. Später lehrte Ela an der protestantisch-theologischen Fakultät der Universität Yaoundé und wurde dort 1985 Professor für Soziologie. [...] Anfang der 1990er Jahre feierte er regelmäßig die Messe in einer Pfarrgemeinde in Yaoundé und hielt sozialkritische Predigten, die insbesondere unter Studierenden beliebt waren. Er veröffentlichte Zeitungsartikel, in denen er die Demokratisierung des politischen Systems forderte." (Wikipedia: Jean-Marc Ela)
In seinem Buch "Gott befreit" (2003) argumentiert er, die Wirtschaft müsse wieder in den Dienst des Lebens gestellt werden und "an der Entwicklung einer Alternative zu dieser der Menschheit aufgezwungenen Anti-Solidaritäts-Zivilisation" mitwirken. (zitiert nach: Ulrich Duchrow: Gieriges Geld. Auswege aus der Kapitalismusfalle – Befreiungstheologische Perspektiven, 2013, S. 153)
In seinem Buch "Gott befreit" (2003) argumentiert er, die Wirtschaft müsse wieder in den Dienst des Lebens gestellt werden und "an der Entwicklung einer Alternative zu dieser der Menschheit aufgezwungenen Anti-Solidaritäts-Zivilisation" mitwirken. (zitiert nach: Ulrich Duchrow: Gieriges Geld. Auswege aus der Kapitalismusfalle – Befreiungstheologische Perspektiven, 2013, S. 153)
Montag, 6. August 2018
Nachruf auf Herrn TCHAPTCHIE Emmanuel, den ehemaligen Nationalinspektor für Deutsch in Kamerun
Am
Samstag, dem 4. August 2018, fand die Trauerfeier für Herrn
TCHAPTCHIE
Emmanuel,
Deutschlehrer und ehemaliger Nationalinspektor für Deutsch am
kamerunischen Erziehungsministerium, statt.
Dieser berühmte
Deutschlehrer, der eine Vielzahl von Personen unterschiedlicher
Berufe, insbesondere Lehrer und Anwälte, ausgebildet hat, ist am 21.
Juli 2018 in Yaoundé nach kurzer Krankheit verstorben.
Die
Trauerfeierlichkeiten begannen am 2. August mit der Überführung
seiner sterblichen Überreste vom Zentralspital von Yaoundé. Dem
folgte die kirchliche Bestattung am Samstag, dem 4. August, in seinem
Heimatdorf “Bamena” im Westen Kameruns.
Aus verschiedenen
Zeugnissen geht hervor, dass Herr TCHAPTCHIE
ein begabter, engagierter, kompetenter, bescheidener und
gastfreundlicher Mann war.
Noch kurz vor seinem Tode sagte er lachend und
hoffnungsvoll dem Arzt von seinem Krankenbett aus: “Herr Doktor,
wie sieht die genaue Situation meiner Gesundheit aus? Die einzige Schuld, deren ich mir bewusst bin, ist meine Armut."
Dieser
hochrangige Deutschlehrer, der die harte Arbeit in den Mittelpunkt seines
Lebens stellte, hat uns - seinen ehemaligen Schülern - den deutschen
Keim eingeimpft. Er hat immer betont, dass das Leben denjenigen
gehört, die früh aufstehen und kämpfen.
“Grand
Prof", wie wir ihn immer nennen, möge deine Seele in vollkommenem Frieden ruhen!
Von
William CHANTCHO, Douala - KAMERUN
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