Die Einheit Malis ist gefährdet, Putsch gegen Amani Toumani Touré, die Verbündeten der Tuareg zerstören deren Heiligtümer, das Weltkulturerbe der UNESCO in Timbuktu.
Eine beunruhigende und sehr unübersichtliche Situation.
Dazu die Wikipedia (Artikel Mali nach Stand vom 3.7.):
"Am 21. März 2012 fand in Mali ein Militärputsch statt. Der Sprecher der Putschisten Amadou Konaré begründete den Staatsstreich mit der Unfähigkeit des Präsidenten, den seit Mitte Januar 2012 andauernden Aufstand der Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) in der Region Azawad im Norden des Landes unter Kontrolle zu bekommen. Als Anführer der Putschisten gilt der Hauptmann der Streitkräfte Malis Amadou Sanogo. Nach der Einnahme des Präsidentenpalastes in Bamako erklärten die Putschisten die Regierung für gestürzt. Die Verfassung wurde außer Kraft gesetzt, die für April angesetzte Präsidentschaftswahl abgesetzt und alle bisherigen staatlichen Institutionen für aufgelöst erklärt. Mehrere Minister wurden festgenommen. Präsident Amadou Toumani Touré wurde für abgesetzt erklärt, es gelang ihm zusammen mit loyalen Soldaten die Flucht.
Der UN-Sicherheitsrat, die Afrikanische Union und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilten den Staatsstreich und belegten die Militärjunta mit Sanktionen; die EU-Kommission kündigte an, ihre Entwicklungshilfe für Mali vorübergehend einzustellen. Am 1. April 2012 kündigte Sanogo an, die Verfassung wieder in Kraft zu setzen und "freie, offene und demokratische Wahlen" zu ermöglichen. Am 6. April 2012 stimmte Sanogo einem Rahmenabkommen mit der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) zur Machtübergabe an eine zivile Regierung zu. Der malische Parlamentspräsident Dioncounda Traoré soll eine Übergangspräsidentschaft übernehmen und innerhalb von 40 Tagen Neuwahlen organisieren, die ECOWAS beendet im Gegenzug ihre Sanktionen. Um diesen Schritt zu ermöglichen, gab am 8. April auch der vormalige Präsident Touré offiziell seinen Rücktritt bekannt.
Unterdessen nahmen die Tuareg-Rebellen der MNLA im Norden des Landes alle Städte der Region Azawad ein und erklärten am 6. April 2012 die einseitige Unabhängigkeit des Azawad."
Mehr dazu von Tom Schimmeck in der Frankfurter Rundschau vom 3.7.12
Malische Flüchtlinge extrem gefährdet (Ärzte ohne Grenzen, 26.6.12)
Länder der westlichen Sahelzone von Heuschreckenschwärmen bedroht, denn aufgrund der Kämpfe in Libyen und Mali fiel dort die Bekämpfung der Heuschrecken aus. (entwicklungspolitik online, 3.7.12)
"Mali war schon länger instabil." (Interview mit Paul Mben)
Nachtrag 12.7.:
Islamisten erobern Nord-Mali.
Dienstag, 3. Juli 2012
Dienstag, 29. Mai 2012
Immigration in Deutschland
Mein Name ist Eddy, und ich komme ursprünglich aus Albanien. Meine Großeltern sind mit ihren Kindern wegen des Krieges von dort weggegangen und leben seit über 20 Jahren hier in Deutschland.
Es ist für sie aber nicht leicht hier in Deutschland. Sie haben ihr Visum immer nur eine bestimmte Zeit lang und müssen es dann nach Ablauf dieser Zeit verlängern. Sonst werden sie nach Albanien zurück geschickt.
Ich finde es schrecklich, dass es so was gibt; denn mein Opa und meine Oma leben schon seit über 20 Jahren in Deutschland und haben auch immer fleißig gearbeitet. Ich finde, man sollte Ausländern, die schon über 20 Jahre in Deutschland leben, schon ein unbefristetes Visum geben, wenn sie noch nie Probleme gemacht haben.
Meine Eltern haben ein unbefristetes Visum, weil sie arbeiten, meine Tanten haben eins, weil sie deutsche Männer geheiratet haben.
Meine Onkel haben, weil sie eine gute Position in der Firma, in der sie arbeiten, haben, es sogar geschafft, deutsche Pässe zu erhalten. Und ich habe, weil ich noch zur Schule gehe und meine Eltern auch eins haben, automatisch eins bekommen.
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Ein bisschen Statistik zu diesem Blog
Die Zeitschrift "Nachbarschaft. Internationales Kulturaustauschmagazin" gibt es schon lange. Gegenwärtig leidet sie aber darunter, dass der Herausgeber seit einer schweren Erkrankung noch nicht wieder aktiv ist und die wichtigsten Mitarbeiter mit anderer Arbeit überlastet sind.
Dafür gibt es aber seit September 2009 auch dieses Blog (Weblog, Internettagebuch) und es wird auch unabhängig von der Zeitschrift weiter gelesen.
Die beliebtesten Beiträge des Blogs sind:
Es gibt noch viele Mauern abzubauen
seit 11.12.2009 700 Seitenaufrufe
Du bist mein Bruder, Du bist meine Schwester
seit 20.04.2010 396 Seitenaufrufe
Bauten aus der NS-Zeit – Wie damit heute umgehen?
seit 16.07.2010 364 Seitenaufrufe
Politik und Wahlen in Elfenbeinküste, Gabun und Kamerun
seit 03.05.2011 200 Seitenaufrufe
Online – Plattform für Deutschlehrer und Germanisten
seit 09.01.2011 154 Seitenaufrufe
Das Blog insgesamt ist weit über 8000 mal aufgerufen worden.
Übrigens ist ein neuer Mitarbeiter gewonnen worden, der sich bald hier melden wird.
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Samstag, 5. Mai 2012
Sind afrikanische Ethnien von Europäern erfunden worden?
"Europäer glaubten, dass Afrikaner Stämmen angehörten; Afrikaner gründeten Stämme, um dazuzugehören" - so fasst der Historiker John Iliffe ein Stück afrikanischer Kolonialgeschichte des 19. Jahrhunderts zusammen.YILMAZ GÜLÜM berichtet unter anderem, dass nach der Darstellung des Historikers Gerard Prunier die Belgier in Ruanda die sozialen Gruppen Stämmen zugeordnet hätten, um so die Herrschaft der damaligen Oberschicht dauerhaft zu sichern.
Eine ausführlichere Darstellung dazu findet sich in der österreichischen Zeitung "Standard" unter dem Titel: Das Märchen der Migranten-Communitys. Das sind bisher nur Hypothesen einzelner Wissenschaftler. Interessant sind sie aber allemal.
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Mittwoch, 30. November 2011
Eine Dreieckspartnerschaft - Ein Weg zur Internationalisierung
Die Universität Ngaoundéré (Kamerun), die Universität Bremen und die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) sind seit 2004 im Rahmen einer Hochschulkooperation partnerschaftlich verbunden.
Im Jahre 2001 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein Entwicklungsprogramm auf die Beine gebracht. Das DIES Programm (Dialog on Innovative Higher Education Strategies) unterstützt das Hochschulmanagement in den Entwicklungsländern.
Im Kontext der Globalisierung und der dazugehörigen Mobilität der Akademiker ist es deutlich, dass auf Seiten der Kameruner und Nigerianer Universitäten noch Entwicklungsbedarf besteht, um international konkurrenzfähig bestehen zu können. Zudem haben die beiden Universitäten (Universität von Ngaoungéré und Universität Ahmadu-Bello) den Beitritt zum europäischen Hochschulraum beschlossen und führen in der Folge die Abschlüsse Bachelor (Licence), Master und PhD ein. Damit einher geht eine zunehmende Internationalisierung und der Ausbau internationaler Kontakte – auch über Afrika hinaus.
Gegenstand und Ziel des Projektes
Das oberste Ziel des Projektes ist es, die Universität von Ngaoungéré (Kamerun) und die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) zu international konkurrenzfähigen Universitäten zu entwickeln und ihnen den Weg in den europäischen Hochschulraum zu ebnen.
Es geht darum, vor allem die Dozenten, Mitarbeiter/innen und die Studierenden mit den Kompetenzen auszustatten, die sie benötigen, um international agieren und mit diesen Herausforderungen umgehen zu können. Dazu gehören die Vermittlung von Schlüssel- und interkulturellen Kompetenzen.
Um diese Aktivitäten sichtbar zu machen, beabsichtigt die Universität von Ngaoundéré mit finanzieller und materieller Hilfe von der Bremer Universität den Aufbau und die Ausstattung eines Zentrums für Schlüsselkompetenzen. Dieses Zentrum hilft beim Lernen und Lehren akademischer Sprachkompetenzen als dem Schlüssel zum internationalen Hochschulraum und somit für die Internationalisierung über Afrika hinaus.
Dazu kommen Kompetenzen aus dem Methodenbereich der hochschuldidaktischen Wissensvermittlung und -aneignung, schriftliche und mündliche Präsentationstechniken sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Aufgabe des Zentrums soll es sein, diese akademischen Kompetenzbereiche durch Train-the-Trainer-Seminare zu organisieren und curricular aufeinander zu beziehen.
Eine Möglichkeit zur Süd-Süd Kooperation?
Die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) wird in der zweiten Projektphase mit einbezogen werden, und die hier formulierten Ziele werden auch auf diesen Partner Anwendung finden.
Die Universität Bremen kooperiert auch in den Biowissenschaften im Rahmen eines DFG-Projektes mit dieser Hochschule (DFG-Afrika-Initiative zur Unterstützung von Projekten in der Infektionsforschung). Daher ergibt sich hier eine vielversprechende trilaterale Beziehung, die durch das vorliegende Projekt ausgebaut werden soll. Die Übertragung der Ergebnisse auf die Universität Ahmadu-Bello soll soweit möglich durch die Université von Ngaoundéré erfolgen; selbstverständlich begleitet und unterstützt durch die Universität Bremen. Es geht darum, eine Süd-Süd-Partnerschaft zu stärken, die Fähigkeiten und Verantwortung der Mitarbeiter/innen der beiden afrikanischen Universitäten zu entwickeln.
Die bis jetzt verwendeten Methoden an den beiden afrikanischen Universitäten sind mit internationalen Standards nicht vergleichbar. Schuld daran sind das Fehlen der entsprechenden Ausstattung und der Mangel an adäquater didaktischer Ausbildung seitens der Dozenten.
Fortbildungsveranstaltungen sind also wichtiger Bestandteil der Internationalisierung.
Fortbildungsmodule werden geplant werden, die über die Laufzeit des Projektes die Methodenkompetenz der Dozenten an den beiden Universitäten erhöhen werden. Diese Module werden zum Teil in Bremen stattfinden, dann unter Einbeziehung Bremer Kolleginnen und Kollegen, zum Teil in Ngaoundéré, später auch an der nigerianischen Partneruniversität. Dies ist durch Hospitationen an der Uni Bremen und an den beiden afrikanischen Partnern möglich. Themen der Veranstaltungen werden u.a. Anwendung von e-Learning, Präsentationstechniken oder innovative Lern- und Lehrmethoden sein.
Neben der Vermittlung von Lehrmethoden bildet die Verbesserung der Sprachkenntnisse von Lehrpersonal, Mitarbeitern und Studierenden einen weiteren Schwerpunkt. Die Notwendigkeit des Englischen ist ersichtlich, zugleich soll Deutsch auch Berücksichtigung finden.
Den Studierenden und Dozenten an der Universität von Ngaoundéré werden Sprachkurse angeboten. Ihnen wird auch die die Möglichkeit gegeben, an Kursen an der Universität Bremen teilzunehmen.
English- und Deutschkurse sind an der Uni Ngaoundéré seit einem Jahr Wirklichkeit geworden.
Hinsichtlich der Gegenseitigkeit hat die Universität von Ngaoundéré vorgeschlagen, den deutschen Projektpartnern ein Angebot an Französischunterricht zu unterbreiten. Damit erhalten alle von Bremer Seite beteiligten Partner die Möglichkeit, bei Bedarf Französischkenntnisse während eines Aufenthalts in Ngaoundéré aufzufrischen.
Im Rahmen der Verbesserung des Lehrangebots werden nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Masterstudierende oder Absolventen der Universität Bremen für längere oder kürzere Aufenthalte als Teaching Assistants nach Ngaoundéré oder Zaria entsendet. Auf diese Weise können sie ihre erste Lehrerfahrung sammeln.
Ein anderer Einsatzbereich ist die Ausstattung der Universität von Ngaoundéré und der Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) mit technischen Geräten wie PC’s, Video-Konferenz-Räumen für e-Learning-Angebote und Online-Kurse.
Am Ende der Projektlaufzeit werden die Universität von Ngaoundéré und die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) über den Grundstock von Zentren für Schlüsselkompetenzen verfügen und die maßgeblichen Mitarbeiter/innen werden in der Lage sein, Bedarf zu erkennen, weitere Kurse zu planen, Dozentinnen und Dozenten zu rekrutieren, um das Zentrum nachhaltig wachsen zu lassen. So kann das in den beiden entstehenden Zentren für Schlüsselkompetenzen Modell sein für vergleichbare Einrichtungen an weiteren afrikanischen Universitäten.
Im Jahre 2001 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein Entwicklungsprogramm auf die Beine gebracht. Das DIES Programm (Dialog on Innovative Higher Education Strategies) unterstützt das Hochschulmanagement in den Entwicklungsländern.
Im Kontext der Globalisierung und der dazugehörigen Mobilität der Akademiker ist es deutlich, dass auf Seiten der Kameruner und Nigerianer Universitäten noch Entwicklungsbedarf besteht, um international konkurrenzfähig bestehen zu können. Zudem haben die beiden Universitäten (Universität von Ngaoungéré und Universität Ahmadu-Bello) den Beitritt zum europäischen Hochschulraum beschlossen und führen in der Folge die Abschlüsse Bachelor (Licence), Master und PhD ein. Damit einher geht eine zunehmende Internationalisierung und der Ausbau internationaler Kontakte – auch über Afrika hinaus.
Gegenstand und Ziel des Projektes
Das oberste Ziel des Projektes ist es, die Universität von Ngaoungéré (Kamerun) und die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) zu international konkurrenzfähigen Universitäten zu entwickeln und ihnen den Weg in den europäischen Hochschulraum zu ebnen.
Es geht darum, vor allem die Dozenten, Mitarbeiter/innen und die Studierenden mit den Kompetenzen auszustatten, die sie benötigen, um international agieren und mit diesen Herausforderungen umgehen zu können. Dazu gehören die Vermittlung von Schlüssel- und interkulturellen Kompetenzen.
Um diese Aktivitäten sichtbar zu machen, beabsichtigt die Universität von Ngaoundéré mit finanzieller und materieller Hilfe von der Bremer Universität den Aufbau und die Ausstattung eines Zentrums für Schlüsselkompetenzen. Dieses Zentrum hilft beim Lernen und Lehren akademischer Sprachkompetenzen als dem Schlüssel zum internationalen Hochschulraum und somit für die Internationalisierung über Afrika hinaus.
Dazu kommen Kompetenzen aus dem Methodenbereich der hochschuldidaktischen Wissensvermittlung und -aneignung, schriftliche und mündliche Präsentationstechniken sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Aufgabe des Zentrums soll es sein, diese akademischen Kompetenzbereiche durch Train-the-Trainer-Seminare zu organisieren und curricular aufeinander zu beziehen.
Eine Möglichkeit zur Süd-Süd Kooperation?
Die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) wird in der zweiten Projektphase mit einbezogen werden, und die hier formulierten Ziele werden auch auf diesen Partner Anwendung finden.
Die Universität Bremen kooperiert auch in den Biowissenschaften im Rahmen eines DFG-Projektes mit dieser Hochschule (DFG-Afrika-Initiative zur Unterstützung von Projekten in der Infektionsforschung). Daher ergibt sich hier eine vielversprechende trilaterale Beziehung, die durch das vorliegende Projekt ausgebaut werden soll. Die Übertragung der Ergebnisse auf die Universität Ahmadu-Bello soll soweit möglich durch die Université von Ngaoundéré erfolgen; selbstverständlich begleitet und unterstützt durch die Universität Bremen. Es geht darum, eine Süd-Süd-Partnerschaft zu stärken, die Fähigkeiten und Verantwortung der Mitarbeiter/innen der beiden afrikanischen Universitäten zu entwickeln.
Die bis jetzt verwendeten Methoden an den beiden afrikanischen Universitäten sind mit internationalen Standards nicht vergleichbar. Schuld daran sind das Fehlen der entsprechenden Ausstattung und der Mangel an adäquater didaktischer Ausbildung seitens der Dozenten.
Projektpartner an der Universität Ngaoundéré (Kamerun)
Fortbildungsveranstaltungen sind also wichtiger Bestandteil der Internationalisierung.
Fortbildungsmodule werden geplant werden, die über die Laufzeit des Projektes die Methodenkompetenz der Dozenten an den beiden Universitäten erhöhen werden. Diese Module werden zum Teil in Bremen stattfinden, dann unter Einbeziehung Bremer Kolleginnen und Kollegen, zum Teil in Ngaoundéré, später auch an der nigerianischen Partneruniversität. Dies ist durch Hospitationen an der Uni Bremen und an den beiden afrikanischen Partnern möglich. Themen der Veranstaltungen werden u.a. Anwendung von e-Learning, Präsentationstechniken oder innovative Lern- und Lehrmethoden sein.
Neben der Vermittlung von Lehrmethoden bildet die Verbesserung der Sprachkenntnisse von Lehrpersonal, Mitarbeitern und Studierenden einen weiteren Schwerpunkt. Die Notwendigkeit des Englischen ist ersichtlich, zugleich soll Deutsch auch Berücksichtigung finden.
Den Studierenden und Dozenten an der Universität von Ngaoundéré werden Sprachkurse angeboten. Ihnen wird auch die die Möglichkeit gegeben, an Kursen an der Universität Bremen teilzunehmen.
English- und Deutschkurse sind an der Uni Ngaoundéré seit einem Jahr Wirklichkeit geworden.
Hinsichtlich der Gegenseitigkeit hat die Universität von Ngaoundéré vorgeschlagen, den deutschen Projektpartnern ein Angebot an Französischunterricht zu unterbreiten. Damit erhalten alle von Bremer Seite beteiligten Partner die Möglichkeit, bei Bedarf Französischkenntnisse während eines Aufenthalts in Ngaoundéré aufzufrischen.
Im Rahmen der Verbesserung des Lehrangebots werden nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Masterstudierende oder Absolventen der Universität Bremen für längere oder kürzere Aufenthalte als Teaching Assistants nach Ngaoundéré oder Zaria entsendet. Auf diese Weise können sie ihre erste Lehrerfahrung sammeln.
Ein anderer Einsatzbereich ist die Ausstattung der Universität von Ngaoundéré und der Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) mit technischen Geräten wie PC’s, Video-Konferenz-Räumen für e-Learning-Angebote und Online-Kurse.
Am Ende der Projektlaufzeit werden die Universität von Ngaoundéré und die Universität Ahmadu-Bello in Zaria (Nigeria) über den Grundstock von Zentren für Schlüsselkompetenzen verfügen und die maßgeblichen Mitarbeiter/innen werden in der Lage sein, Bedarf zu erkennen, weitere Kurse zu planen, Dozentinnen und Dozenten zu rekrutieren, um das Zentrum nachhaltig wachsen zu lassen. So kann das in den beiden entstehenden Zentren für Schlüsselkompetenzen Modell sein für vergleichbare Einrichtungen an weiteren afrikanischen Universitäten.
Jean Francois BAPACK
DaF-Lehrer GBHS Ngaoundéré
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Sonntag, 9. Oktober 2011
Feier zum Tag der deutschen Einheit in Kamerun in der Deutschen Seemannsmission von Douala
Am 2. Oktober 2011 hat die Deutsche Botschaft in Kamerun eine offizielle Zeremonie zum Gedenken an die staatliche Einheit Deutschlands veranstaltet. Die Feierlichkeiten, die in der „Deutschen Seemannsmission“ von Douala stattfanden, wurden vom Botschafter, seiner Exzellenz Reinhard Buchholz, persönlich gestaltet. Sie begannen um 18:30 Uhr, das Programm gliederte sich in drei Hauptphasen :
- Empfang der Gäste durch den Botschafter und seine Frau
- Rede und Verteilung des Geburtstagskuchens
- Eröffnung des Büfetts und Belustigungen
Ankunft und Empfang der Gäste
Alle Gäste wurden bei ihrer Ankunft in der „Seemannsmission“ in Douala vom Botschafter, seiner Exzellenz Reinhard Buchholz, und seiner Frau Sibylle herzlich empfangen. Ich hatte persönlich auch die Ehre. Ich freute mich dabei auf das Wiedersehen nach unserem letzten Zusammentreffen im Juli in Jaunde anlässlich des Jubiläums zum 50. Geburtstag der Gründung des Goethe – Instituts Kamerun. Mir ist aufgefallen, dass der Botschafter wirklich ein offener, gastfreundlicher und bescheidener Mann ist.
An den Empfang schloss sich die Rede des Botschafters an. Vor seiner Rede wurden die deutsche und die kamerunische Hymne gesungen, dann folgte das Gebet eines Pfarrers. In seiner Rede betonte der Botschafter die ausgezeichneten diplomatischen Beziehungen, die Deutschland und Kamerun seit etwa 40 Jahren unterhalten. Er ließ auch wissen, dass sich zurzeit ungefähr zwanzigtausend Kameruner in Deutschland aufhalten und dass fünftausend kamerunische Studenten deutsche Hochschulen besuchen. Dann rief er uns die deutsche Geschichte in Erinnerung, vom „Kalten Krieg“ über den Bau der Berliner Mauer bis hin zur Revolution von 1989, die im Zusammenbruch der Mauer kulminierte. Deutschland feierte so das Ende der Existenz von zwei Staaten und damit die Restauration des gemeinsamen Staatsgefühls. Damals sagte der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt Folgendes:
„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“
Die Bilder der Demonstrationen in der arabischen Welt seit dem Frühling zeigen, dass immer mehr Menschen nach Demokratie, Meinungsfreiheit, freiem Leben und Menschenrechten streben. Dies gilt für die Entwicklungsländer genauso wie für die Industrieländer.
Im Anschluss an die Rede wurde der Kuchen zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 feierlich angeschnitten und verteilt. Dabei sollte erwähnt werden, dass der Kuchen zum 21. Geburtstag der deutschen Einheit in den Farben der deutschen Flagge gebacken wurde : schwarz - rot - gold.
Im Anschluss an die Rede wurde der Kuchen zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 feierlich angeschnitten und verteilt. Dabei sollte erwähnt werden, dass der Kuchen zum 21. Geburtstag der deutschen Einheit in den Farben der deutschen Flagge gebacken wurde : schwarz - rot - gold.
Die letzte Phase der Feier bestand in Essen und Trinken. Das Menü war abwechslungsreich und lecker, und jeder Gast konnte sich ganz nach seinem Belieben bedienen. So äußert sich die Demokratie, auch wenn man mit Speisen und Getränken zu tun hat.
Meine persönliche Erfahrung
Bei dieser Feier in der „ Seemannsmission“ in Douala ist mir besonders aufgefallen, dass die Deutschen wirklich auf ihre Einheit stolz sind. Sie halten fest an den Werten: Einigkeit, Recht, Freiheit und bilden ein starkes und vereintes Volk.
Wir Kameruner wünschen uns, dass solche Werte in dieser Zeit der Präsidentenwahlen als Muster dienen, um Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte wieder herzustellen.
William CHANTCHO Douala - Kamerun
Montag, 3. Oktober 2011
Tipps zur Literatursuche, wenn keine größere Bibliothek erreichbar ist
Christian Spannagel hat mit Studenten aus Mosambik eine Zusammenstellung der verschiedenen Möglichkeiten vorgenommen (hier der Link).
Etwas ältere allgemeinere Hinweise findet man hier zusammengestellt.
Etwas ältere allgemeinere Hinweise findet man hier zusammengestellt.
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