Deutsch als Fremdsprache: ZUM Deutsch lernen
Artikel zur deutschen Sprache und zur Literatur
Historische Stichworte zur deutschen Geschichte und zur Weltgeschichte des 21. Jahrhunderts
INTERNATIONALES KULTURAUSTAUSCHMAGAZIN
Wir gingen aus von der Mehrsprachigkeit, davon, wie gut es ist, wenn man in einem Land wie Kamerun, in dem über 200 Sprachen gesprochen werden, neben seiner Muttersprache auch die Verkehrssprache beherrscht, über man sich mit denen verständigt, die mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind. Hinzu kommt die allgemeinere Überlegung, dass Mehrsprachigkeit zu größerer Empathie führt, weil man mit der anderen Sprache eine andere Weltsicht lernt und sich beim Wechseln der Sprachen darin übt, schnell von einer Sicht in eine andere umzudenken.
Doch es gibt auch eine andere Sicht auf Mehrsprachigkeit: Nämlich, je mehr Sprachen zur Verfügung stehen, sich mit anderen zu verständigen (Verkehrssprache, Amtssprache, Weltsprache, Plansprache und leichte Übersetzungsmöglichkeit aufgrund von KI), desto weniger Anlass gibt es, an einer Sprache festzuhalten, die einem nur den Kontakt mit relativ wenigen Sprechern erlaubt. Jede neue Generation, die andere Sprachen lernt, pflegt die alte Sprache weniger. Mit den Sprechern stirbt die Sprache.
Allerdings gibt es Ausnahmen wie z.: die Sprachen der Religionen, die zwar nicht mehr so lebendig sind wie ständig gesprochene, aber - wie im Falle des Lateins - fortlaufend von einer großen Zahl von Schreibern sich über die Jahrhunderte fortentwickeln als Kirchenlatein, dessen Grammatik sich stark veränderte, und - auch wenn es weit seltener als zuvor geschrieben wurde - als Sprache der Amtskirche des Vatikans eine Fülle von Neologismen aufnahm. Insofern gibt es Abstufungen der Lebendigkeit.
Die Sprache stirbt freilich nur, wenn sie nicht - wie jede quicklebendige Sprache - weiter vererbt wird. Heute gibt es freilich viel mehr Gründe, vorhandene Sprachen aufzugeben (und nicht zu vererben als bei früheren in sich geschlossenen Sprachgemeinschaften wie in einsamen Tälern, auf (Sprach-)Inseln und im Urwald.
Der häufigste Grund wird sein, dass neben der zu vererbenden Sprache bereits eine andere beherrscht wird, die von einer größeren Zahl von Sprechern als Erst- oder Zweitsprache gesprochen wird.
Eine ZEIT-Autorin berichtet darüber, dass sie versucht, ihrem Sohn ihre und seine Muttersprache beizubringen, und dass er immer wieder abblockt mit: "Rede richtig mit mir!" Erst als sie mit ihm in eine Eltern-Kind-Gruppe mit polnischen Eltern geht, entwickelt er sein Polnisch.
Das passt zu unserer Erfahrung. Als wir mit unserer einjährigen Tochter nach England gingen, verzögerte sich ihre Sprachentwicklung. Es blieb bei Zwei-Wort-Sätzen. Nach einem rund 14-tägigen Urlaub in Deutschland hatte sie aber so gut wie alles aufgeholt. Uns schien, dass sie vorher keinen rechten Sinn im Deutschsprechen gesehen hatte, weil die Umwelt durchweg Englisch sprach.
Unser Sohn, der als Dreijähriger nach England kam, reagierte etwas anders. Er begann mit bedeutungsfreien Silben zu spielen, die er uns als Sprache seines Stofftieres vorstellte. Nach meinem Verständnis war das seine Reaktion darauf, dass ihm die Umwelt Texte lieferte, denen er mit deutschen Vokabular keinen Sinn entnehmen konnte. (Später hat er dann von sinnfreien Silben wieder Abstand genommen und die Sprache seines Stofftieres nach festen Regeln umgestaltet, so dass man erkennen konnte, ob die Ausgangssprache der Umformung Deutsch oder Englisch war. Als er dann älter wurde, hat er für uns Erwachsene die Grundsätze der Sprachumformung schriftlich festgenalten.)
Eine Maßnahme zur Verbreitung von Sprachen über Schrift stellt die Wikipedia mit inzwischen über 300 Sprachsektionen dar. Aufgrund des leichteren Zugangs zu Übersetzungen ist die Versuchung, Mehrsprachigkeit aufzugeben, gestiegen. Das wird vermutlich das Sprachensterben sehr verstärken. Doch ist zu hoffen, dass aufgrund der Erfahrung (und technischen Erleichterung) bei der Übertragung von Sprachen ins Internet das Ärgste noch verhütet werden kann.
Einiges wird auch jetzt schon getan:
"Mitten in Berlin, nahe dem Gendarmenmarkt, liegt eine moderne Version der Arche Noah. Kein gewaltiges Schiff, wie es die Original-Arche der biblischen Legende nach gewesen sein soll, die Funktion aber ist die gleiche: Sie bewahrt. Nicht Menschen und Tiere, sondern Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind.
Das Endangered Languages Archive (ELAR), so heißt diese moderne Arche, findet sich im vierten Stock der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Es ist das wohl größte digitale Archiv bedrohter Sprachen: Über 770 Sprachen aus über 90 verschiedenen Ländern werden hier vor dem Vergessen geschützt. Sei es Makaguaje aus Kolumbien mit nur noch einer Sprecherin oder Malak-Malak aus Nordwestaustralien, das noch acht Menschen sprechen.
Gespeichert sind Videos und Audioaufnahmen von Gesängen, Ritualen, Alltagsgesprächen, aber auch davon, wie ein Boot gebaut oder ein Dach mit Palmwedeln gedeckt wird. Grammatiken und Wörterbücher umfasst das Archiv ebenfalls, erstellt und gesammelt von Sprachforschern aus Südamerika, Afrika oder Australien. Manche stammen von den indigenen Sprechergemeinschaften selbst." (ZEIT 19.2.2026)
Die Topografie von Kamerun war ungünstig für den Bahnbau: Gebirge und ein dichter Urwaldgürtel im Hinterland des größten Hafens, Douala, verhinderten lange den Start Kameruns ins Eisenbahnzeitalter. So war die erste Eisenbahn, die in Kamerun in Betrieb ging, eine Feldbahn in der Spurweite 600 mm, die durch die private Westafrikanische Pflanzungsgesellschaft Victoria (WAPV) verlegt wurde. Sie führte von Zwingenberger Hof[1] bei Soppo, nahe dem damaligen Gouverneurssitz Buea, zu dem kleinen Hafen Viktoria (heute: Limbe) und bot auch Personenverkehr an.[2] Das Netz wurde weiter ausgebaut. Eine ähnliche Bahn betrieb die Cameroon Development Corporation (CDC) unmittelbar östlich des WAPV-Netzes. Letzteres war bis in die 1970er Jahre in Betrieb. Die Angaben zu dessen Spurweite variieren zwischen 600 mm und 610 mm.[3]
Die zweite Eisenbahn, die in Kamerun entstand, war die 160 km lange Bahnstrecke Bonaberi–Nkongsamba, auch Nordbahn genannt.
Drittes Bahnprojekt war die Bahnstrecke Douala–Mbalmayo, die Mittellandbahn, die die Schmalspurbahn Eséka–Makak ersetzte.
Die beiden letzteren Strecken wurden in Meterspur ausgeführt und setzten einen entsprechenden Standard auch für künftige Bahnbauten in Kamerun.
Der überwiegende Teil von Kamerun wurde nach 1918 als Mandatsgebiet an Frankreich überantwortet. Diese „Treuhandverwaltung“ animierte die französische Kolonialmacht nicht zu größeren Investitionen in die Eisenbahn des Landes. Sie stellte zunächst lediglich die Betriebsfähigkeit der unter deutscher Herrschaft gebauten Strecken wieder her. Die Nordbahn und die Mittellandbahn wurden im Betrieb einheitlich der Chemins de fer de Cameroun (CFC) unterstellt, waren aber nach wie vor zwei getrennte Netzteile. Der Bau des Bahnprojekts Douala–Mbalmayo wurde fortgesetzt, jedoch die Trasse nach Jaunde umgeleitet, das 1927 erreicht wurde. Dorthin war der Sitz der Kolonialverwaltung verlegt worden. Der Lückenschluss nach Mbalmayo erfolgte zunächst durch eine Bahn mit der Spurweite von 600 mm und Feldbahnmaterial von Otele aus. Erst 1933 wurde die Strecke auf Meterspur umgebaut. Eine bauliche Verbindung zwischen der Mittellandbahn und der Nordbahn kam erst 1955 über eine 12 km lange Strecke und eine 1850 m lange Brücke über den Wouri zustande.[4]
Die Umstellung auf Dieselbetrieb wurde seit 1950 forciert, da alle Kohle aus Südafrika importiert werden musste und es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten bei deren Lieferung kam.
Kamerun war von 1884 bis 1919 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie. Die Kolonie hatte anfangs eine Fläche von 495.000 km², nach der Angliederung Neukameruns im Jahre 1911 hatte sie eine Fläche von 790.000 km² und war damit etwa 1,3-mal so groß wie das Mutterland.[2]
Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Völkerbundes über, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an die Briten und Franzosen gab. Daraufhin wurde Kamerun in ein Britisch-Kamerun und ein Französisch-Kamerun aufgeteilt.
Seit 1862 waren deutsche Handelshäuser in Gabun tätig, darunter das Hamburger Haus Woermann, dessen Agent Emil Schulz zugleich als kaiserlicher Konsul mit Amtsbefugnissen bis zum Kamerunästuar fungierte.

1868 errichtete Woermann die erste deutsche Faktorei in Duala. Am 19. März 1884 ernannte Reichskanzler Bismarck den Afrikaforscher und bisherigen deutschen Generalkonsul in Tunis, Gustav Nachtigal, zum kaiserlichen Kommissar für die Westküste Afrikas, mit dem Auftrag, die für den deutschen Handel interessanten Gebiete unter deutsches Protektorat zu stellen. Hierzu gehörte auch der Küstenstrich zwischen dem Nigerdelta und Gabun, insbesondere der gegenüber der Insel Fernando Poo in der Bucht von Biafra gelegene Teil.
Am 10. Juli 1884 traf der von Togo kommende Reichskommissar Nachtigal auf der Möwe in Duala ein. Nach der Unterzeichnung von Schutzverträgen zwischen der deutschen Delegation und den wichtigsten Führern der Duálá, Ndumb’a Lobe (King Bell) und Ngand’a Kwa (Akwa), am 11. und 12. Juli 1884 kam es am 14. Juli in Duala zur Hissung der deutschen Flagge und Erklärung der „Schutzherrschaft“. Der fünf Tage später eintreffende britische Konsul Hewett, der Kamerun für England in Besitz nehmen wollte, musste sich mit einem förmlichen Protest begnügen. Er erhielt den Spitznamen „The too late consul“.[3
Vor der Kolonialisierung basierte der Handel im Binnenland primär auf Tauschhandel und lokalen Märkten. Mit der deutschen Herrschaft änderte sich die Struktur:
Vordringen ins Hinterland: Ab den 1890er Jahren drangen deutsche Händler (z. B. Woermann, Jantzen & Thormählen) von der Küste in das Waldland vor. Sie errichteten sogenannte „Faktoreien“ (Handelsposten).
Warenangebot: Diese Stationen waren die Vorläufer des Einzelhandels. Sie tauschten europäische Industriegüter wie Textilien (Baumwollstoffe), Eisenwaren, Salz, Tabak und leider auch Alkohol und Waffen gegen lokale Exportprodukte wie Kautschuk, Elfenbein und Palmöl.
Kamerun unter deutscher Herrschaft (Youtube)
Standorte: Erste feste ländliche Posten entstanden entlang der neu gebauten Infrastruktur, etwa in Edea, Ebolowa oder an den Endpunkten der Eisenbahnlinie, der 1908 begonnenen damaligen "Mittellandbahn".
Kampf gegen das Königreich Bafut: Bafutkriege und die Schlacht von Mankon.
Ab etwa 1839 war Gabun eine französische Kolonie. Seit der Unabhängigkeit 1960 litt Gabun fast durchgängig unter Diktaturen. Von 1967 bis 2023 wurde das Land von der Familie Bongo autoritär regiert. . Im Gegensatz zu der Mehrzahl der anderen Staaten in Subsahara-Afrika gehört Gabun nicht zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt.
Seit einem Militärputsch 2023 regiert Brice Oligui Nguema, Kommandeur der gabunischen Republikanischen Garde.
Die Trans-Gabun-Bahn folgt dem Fluss Ogooué bis Ndjolé. Zu den wichtigsten Bauten gehören der Juckville-Tunnel, die Brücke über die Abanga-Sümpfe und die Brücke über dem Zusammenfluss von Ogooué und Ivindo. [...]"
Viel Natur, nicht nur Erdöllieferant (Werbung überspringen!)
Die hochdeutsche (oder auch zweite) Lautverschiebung hatte zur Folge, dass im Hochdeutschen neue Laute entstanden, die es im Niederdeutschen nicht an denselben Stellen der Wörter gab.
So kam es dazu, dass es im erweiterten deutschen Sprachraum vom 13. bis zum 17. Jahrhundert zwei deutsche Schriftsprachen gab:
Das Mittelniederdeutsch, das an der Nordseeküste in den Gebieten der heutigen Staaten Niederlande, Deutschland und an der Ostseeküste bis ins Baltikum (Litauen. Lettland und Estland) gesprochen wurde und das die Schriftsprache der Hanse war. Und das Mittelhochdeutsch, das durch die hochdeutsche Lautverschiebung entstand und in dem die wichtigsten deutschen literarischen Werke des Mittelalters entstanden: das Nibelungenlied eines unbekannten Verfassers, der Parzival von Wolfram von Eschenbach und Tristan und Isolde von Gottfried von Straßburg sowie die mittelhochdeutsche Lyrik von vielen wichtigen Verfasser, von denen aber Walther von der Vogelweide der bekannteste ist. Nicht zufällig hat Richard Wagner, der bekannteste deutsche Komponist des späten 19. Jahrhunderts, alle Stoffe dieser drei Epen des Mittelalters in seinen Opern aufgegriffen.
In dieser Zeit entwickelten sich deutschen Dialekte weiter auseinander, aber die Schriftsprache war innerhalb des Mittelniederdeutschen und des Mittelhochdeutschen ziemlich einheitlich.
Eine KI schreibt:
Der klassische Wochenmarkt ist die Urform des Handels.
Zeitraum: Seit dem frühen Mittelalter fester Bestandteil des städtischen Lebens.
Konzept: Bauern und Handwerker verkaufen ihre Waren direkt an die Bürger. Es herrschte Feilschen und direkter Austausch, oft unter freiem Himmel auf zentralen Plätzen.
Mit der Industrialisierung und Urbanisierung entwickelten sich ortsfeste Geschäfte.
Zeitraum: Blütezeit ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert.
Konzept: Bedienung über die Theke. Der Verkäufer wog Waren ab und verpackte sie. Der „Tante-Emma-Laden“ war nicht nur Einkaufsort, sondern auch soziales Zentrum der Nachbarschaft.
Um die hygienischen Zustände der offenen Märkte zu verbessern, baute man prachtvolle Hallenbauten.
Zeitraum: Ab ca. 1860 (z.B. Berlin, Leipzig).
Konzept: Konzentration vieler kleiner Händler unter einem festen Dach. Dies war ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung und Lebensmittelsicherheit in den wachsenden Großstädten.
Die wohl größte Revolution war die Einführung der Selbstbedienung.
Zeitraum: Der erste echte Selbstbedienungsladen in Deutschland eröffnete 1949 (Edeka in Hamburg), der Durchbruch kam in den 1950ern.
Konzept: Kunden nehmen die Ware selbst aus dem Regal. Dies ermöglichte ein breiteres Sortiment (auch Non-Food) und schnellere Abläufe.
Effizienz und Preis wurden zum absoluten Fokus.
Zeitraum: 1962 markiert den Wendepunkt, als aus dem Stammhaus Albrecht der erste Aldi-Markt (Diskont) hervorging.
Konzept: „Verzicht auf alles Unnötige.“ Begrenztes Sortiment, Warenpräsentation oft auf Paletten und extrem niedrige Preise durch hohe Umschlaggeschwindigkeiten.