Einigkeit macht stark, so das Sprichwort. Einigkeit macht Spaß, können wir auch mit vollem Recht sagen. Während einige Leute das Dasein der Einsamkeit wählen, glauben die anderen noch an die Kraft des Zusammenwirkens. Große Erlebnisse kommen oft durch einfache Ideen. So ist auch die Erfahrung der Kribiale, die 2007 in Kribi, einer Stadt im Süden von Kamerun, entstand, durch eine einfache Idee. Vor kurzem wurde das Kribiale Festival zum vierten Mal gefeiert. Wie war also die Kribiale 2010? Das können wir in „Erfahrungen“ lesen. Weitere Informationen darüber erhaltet ihr in „Wussten Sie das?“.
In dieser Ausgabe von Nachbarschaft sehen wir auch, dass Germanistik in Gabun in eine entscheidende Phase kommt, denn die ersten Studierenden dieses Lehrgangs haben an der Universität Omar Bongo von Libreville angefangen.
Die junge Diana Dongmo aus Kamerun sagt uns, „Du bist mein Bruder, Du bist meine Schwester“. In ihrem schönen Gedicht lädt sie uns ein, jeden als Bruder oder Schwester zu betrachten. In Afrika sagt man oft: „Mein Bruder“ oder „Meine Schwester“, auch wenn wir nicht dieselben Eltern haben. Es ist nur ein Liebeszeichen. Ja, auch ein Liebeszeichen für Afrika war und ist Leo Frobenius, Deutscher Ethnologe und echter Afrika-Verteidiger. Den entdecken wir in „Köpfe von gestern und heute“. Wir wollen die Jugendlichen in ihrem Forum nicht vergessen. Noch einige mehr von ihnen haben ihre Meinung über das letzte Thema "Wann soll man das Elternhaus verlassen" äußern wollen, und das finden wir natürlich gut! Viel Spaß wollen wir euch wünschen beim Lesen der Nachbarschaft, die nun schon in die 11. Runde geht!
Evariste Fosong
Samstag, 1. Mai 2010
Tourismus – Tourisme
Deutschland zählt zahlreiche malerische Reiserouten:
L’Allemagne compte de nombreux itinéraires pittoresques
Die Alpenstraße bietet großartige Aussichten und wunderbare Seen:
la route des Alpes offre des panoramas grandioses et des lacs superbes.
Nehmen Sie an der Führung durch die Altstadt teil:
participez à la visite organisée de la vielle ville.
Heidelberg ist für sein Schloss und sein Fass berühmt:
Heidelberg est célèbre pour son château et son tonneau
Der Rhein ist immer noch ein bekanntes Ausflugsziel für In- und Ausländer:
le Rhin demeure un lieu d’excursion connu pour touristes allemands et étrangers.
L’Allemagne compte de nombreux itinéraires pittoresques
Die Alpenstraße bietet großartige Aussichten und wunderbare Seen:
la route des Alpes offre des panoramas grandioses et des lacs superbes.
Nehmen Sie an der Führung durch die Altstadt teil:
participez à la visite organisée de la vielle ville.
Heidelberg ist für sein Schloss und sein Fass berühmt:
Heidelberg est célèbre pour son château et son tonneau
Der Rhein ist immer noch ein bekanntes Ausflugsziel für In- und Ausländer:
le Rhin demeure un lieu d’excursion connu pour touristes allemands et étrangers.
Spiel und Spass
Auflösung
(Fünf Worte waren gesucht!)
Im TR erblickt' ich einen B,
in einem S von Gärten.
Daneben schabt' in einem R
ein Mann den FL von Bärten.
Lösung:
Traum, Baum, Saum, Raum, Flaum
NEUES SPIEL:
Wer bin ich?
Gib mir zu essen und ich lebe,
gib mir zu trinken und ich sterbe.
* Lösung in der nächsten Ausgabe
(Fünf Worte waren gesucht!)
Im TR erblickt' ich einen B,
in einem S von Gärten.
Daneben schabt' in einem R
ein Mann den FL von Bärten.
Lösung:
Traum, Baum, Saum, Raum, Flaum
NEUES SPIEL:
Wer bin ich?
Gib mir zu essen und ich lebe,
gib mir zu trinken und ich sterbe.
* Lösung in der nächsten Ausgabe
Lexikon zu den Beiträgen dieser Nummer (Deutsch-Französisch)
scheitern: rater, échouer
der Auftakt: l’ouverture, le démarrage
ausfallen: manquer, n’avoir pas lieu
absagen: décommander
der Leuchtturm: le phare (port)
etwaig: éventuel
die Messe: la foire (exp.), la messe (rélig.)
der Faltprospekt: le dépliant
ansonsten = sonst
der Wasserfall: la chute (d’eau)
sich fortbilden: se perfectionner
künftig: à venir, futur
der Lehrstoff: la matière d‘enseignement
zanken: quereller
die Volljährigkeit: la majorité (âge)
der Ehemann: l‘époux
begeistert: enthousiaste
der Enkel : le petit-fils
unstet: inconstant
zeitweise: périodiquement
unerlässlich: indispensable
abschließen: terminer (les études)
umfangreich : immense
die Urgeschichte : la préhistoire
das Felsbild: l‘image rupestre
gleichwertig: équivalent
sich etwas (Dat.) zuwenden: se consacrer
à quelque chose (Frobenius wandte sich der Völkerkunde zu)
der Ursprung: l’origine
bedeutend = wichtig
Völkerkunde: Ethnologie
ausbauen: développer
zwecks (+ Genitiv) : en vue de
der Taufname: le nom de baptême
bezüglich (+Gen.): concernant
der Auftakt: l’ouverture, le démarrage
ausfallen: manquer, n’avoir pas lieu
absagen: décommander
der Leuchtturm: le phare (port)
etwaig: éventuel
die Messe: la foire (exp.), la messe (rélig.)
der Faltprospekt: le dépliant
ansonsten = sonst
der Wasserfall: la chute (d’eau)
sich fortbilden: se perfectionner
künftig: à venir, futur
der Lehrstoff: la matière d‘enseignement
zanken: quereller
die Volljährigkeit: la majorité (âge)
der Ehemann: l‘époux
begeistert: enthousiaste
der Enkel : le petit-fils
unstet: inconstant
zeitweise: périodiquement
unerlässlich: indispensable
abschließen: terminer (les études)
umfangreich : immense
die Urgeschichte : la préhistoire
das Felsbild: l‘image rupestre
gleichwertig: équivalent
sich etwas (Dat.) zuwenden: se consacrer
à quelque chose (Frobenius wandte sich der Völkerkunde zu)
der Ursprung: l’origine
bedeutend = wichtig
Völkerkunde: Ethnologie
ausbauen: développer
zwecks (+ Genitiv) : en vue de
der Taufname: le nom de baptême
bezüglich (+Gen.): concernant
Donnerstag, 29. April 2010
Germanistik auch an der Universität Omar Bongo
Seit Anfang dieses akademischen Jahres zählt auch Germanistik zu den Lehrgängen der Universität Omar Bongo (UOB) von Libreville. Die Studenten, die sich von nun an der deutschen Sprache, Literatur und Kultur widmen, werden bestimmt in einigen Jahren den Bedarf an Deutschlehrern in Gabun mindern. Das Germanistikstudium an der UOB, das auch der Ausbildung künftiger Gabunischer Dolmetscher, Diplomaten usw. dient, folgt dem LMD-System. Als Neuling in Gabun braucht die neue Germanistikunterabteilung gewiss Unterstützung. In dieser Hinsicht waren Frau Irene Bark, Direktorin des Goethe-Instituts Kamerun und Herr Marc Andre Schmachtel, Expert für Unterricht, anfang März zu Besuch in Libreville und haben StudentInnen sowie Behörden der Universität getroffen. Diese erste Kontaktaufnahme war unerlässlich, um die Realitäten vor Ort kennenzulernen für eine eventuelle Hilfe des Goethe-Instituts Kamerun, das verantwortlich für sieben Länder Schwarzafrikas ist, darunter Gabun. Frau Bark und Herr Schmachtel haben die Fragen der begeisterten StudentInnen über ihre Zukunft im Germanistikstudium sowie die Realität der Germanistik in anderen Ländern Zentralafrikas beantwortet. Die Unterabteilung Germanistische Studien und die Unterabteilung anglophone Studien bilden zusammen die Abteilung für anglophone und germanistische Studien.
Nach drei erfolgreichen Jahren kann man den Bachelor erhalten und zwei Jahre später den Master mit den Schwerpunkten Linguistik und Deutsch als Fremdsprache, Übersetzung und Literatur. Später können die Absolventen als Lehrer tätig sein, in der Diplomatie arbeiten oder auch im privaten Sektor.
Evariste Fosong
Nach drei erfolgreichen Jahren kann man den Bachelor erhalten und zwei Jahre später den Master mit den Schwerpunkten Linguistik und Deutsch als Fremdsprache, Übersetzung und Literatur. Später können die Absolventen als Lehrer tätig sein, in der Diplomatie arbeiten oder auch im privaten Sektor.
Evariste Fosong
Kribiale, interkulturelles Deutsch-Festival - Was ist das?
In der heutigen globalen Welt ist die Begegnung vieler Menschen verschiedenen Kulturhintergrundes die beste Gelegenheit gegenseitiger Befruchtung. Die KRIBIALE ist ein Ort, an dem sich Leute unterschiedlicher Horizonte zwecks Kennenlernens und interkulturellen Austauschs treffen können.
Zwischenmenschliche Beziehung zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sollte nach wie vor das Hauptanliegen der Erziehung sein. Die Schule, die ihr Allwisserei-Monopol zugunsten von Erziehung zur Kommunikation und zur Medienpädagogik loswerden soll - letzteres ist heute angesagt -, sollte eine Plattform des Umdenkens anbieten, wo experimentiert und reflektiert, gelernt und gehandelt wird. Dieses ständige Streben nach der „Schule fürs Leben“ ist das Leitmotiv des vorliegenden Projekts.
I – Förderungskräfte
Die KRIBIALE ist eine Initiative des « Freundeskreises Junger Deutschkünstler » (JUK). Wir sind ein apolitischer, nicht auf Gewinn ausgerichteter, Verein. Dieser Verein entstand 2006 im Collège Adventiste in Kribi (Kamerun) unter dem „Taufnamen“ DEKAK (« Deutschklub Collège Adventiste Kribi »). Der Verein musste sich 2007 anderen Deutschklubs der Stadt Kribi und Umgebung anschließen, um dann „Synergie des clubs d’allemand de Kribi“ zu heißen. Seit 2008 ist er noch größer geworden: Er ist nämlich kein einfacher Schulklub mehr, sondern ein selbstständiger Verein: JUK.
II- Vorstellung des Festivals
Was heißt KRIBIALE?
SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).Die KRIBIALE , «Interkulturelles Deutsch-Festival» oder «Cross-cultural German Festival», findet seit 2007 einmal im Jahr in der Stadt Kribi statt. Dieses Festival ist eine Plattform zur Beförderung interkultureller Begegnungen, Informationsbeschaffung und Erfahrungsaustausch zwischen SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).
Ziele des Projekts
*Den Schülern, Studierenden und beruflichen Experten freien Raum zu geben, um ihre Talente in der Öffentlichkeit zeigen können;
*Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zwecks professionellen Denkens und Handelns fördern;
*Informationen über das Lernen und das Lehren des Deutschen in Kamerun, Informationen über das Hochschul- und universitäre Studium in Deutschland, sowie Landeskunde neuesten Standes bezüglich deutschsprachiger Länder vermitteln;
*Bekannt- und Bewusstmachung über den Einsatz neuer Medien für Recherchen. Z.B. Online-Bibliothek des Goethe-Instituts
*Für Sehenswürdigkeiten Kameruns („das ganze Afrika in einem einzigen Land“) werben.
Das Interkulturelle Deutschfestival (KRIBIALE) lässt sich auch verstehen als ein interdisziplinäres Schulprojekt, das zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur an der Küste im Südkamerun beitragen möchte. Die diesjährige Veranstaltung fand vom 11.02. bis zum 14.02.2010 in Lobé bei Kribi statt.
Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante
Zwischenmenschliche Beziehung zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sollte nach wie vor das Hauptanliegen der Erziehung sein. Die Schule, die ihr Allwisserei-Monopol zugunsten von Erziehung zur Kommunikation und zur Medienpädagogik loswerden soll - letzteres ist heute angesagt -, sollte eine Plattform des Umdenkens anbieten, wo experimentiert und reflektiert, gelernt und gehandelt wird. Dieses ständige Streben nach der „Schule fürs Leben“ ist das Leitmotiv des vorliegenden Projekts.
I – Förderungskräfte
Die KRIBIALE ist eine Initiative des « Freundeskreises Junger Deutschkünstler » (JUK). Wir sind ein apolitischer, nicht auf Gewinn ausgerichteter, Verein. Dieser Verein entstand 2006 im Collège Adventiste in Kribi (Kamerun) unter dem „Taufnamen“ DEKAK (« Deutschklub Collège Adventiste Kribi »). Der Verein musste sich 2007 anderen Deutschklubs der Stadt Kribi und Umgebung anschließen, um dann „Synergie des clubs d’allemand de Kribi“ zu heißen. Seit 2008 ist er noch größer geworden: Er ist nämlich kein einfacher Schulklub mehr, sondern ein selbstständiger Verein: JUK.
II- Vorstellung des Festivals
Was heißt KRIBIALE?
SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).Die KRIBIALE , «Interkulturelles Deutsch-Festival» oder «Cross-cultural German Festival», findet seit 2007 einmal im Jahr in der Stadt Kribi statt. Dieses Festival ist eine Plattform zur Beförderung interkultureller Begegnungen, Informationsbeschaffung und Erfahrungsaustausch zwischen SchülerInnen (Amateure) und Professionellen (Experte für Beruf).
Ziele des Projekts
*Den Schülern, Studierenden und beruflichen Experten freien Raum zu geben, um ihre Talente in der Öffentlichkeit zeigen können;
*Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zwecks professionellen Denkens und Handelns fördern;
*Informationen über das Lernen und das Lehren des Deutschen in Kamerun, Informationen über das Hochschul- und universitäre Studium in Deutschland, sowie Landeskunde neuesten Standes bezüglich deutschsprachiger Länder vermitteln;
*Bekannt- und Bewusstmachung über den Einsatz neuer Medien für Recherchen. Z.B. Online-Bibliothek des Goethe-Instituts
*Für Sehenswürdigkeiten Kameruns („das ganze Afrika in einem einzigen Land“) werben.
Das Interkulturelle Deutschfestival (KRIBIALE) lässt sich auch verstehen als ein interdisziplinäres Schulprojekt, das zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur an der Küste im Südkamerun beitragen möchte. Die diesjährige Veranstaltung fand vom 11.02. bis zum 14.02.2010 in Lobé bei Kribi statt.
Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante
Montag, 26. April 2010
Kribiale 2010… echt cool !!!
Summa summarum ist die KRIBIALE 2010 für die Organisatoren erfolgreich abgelaufen: Nach dem gescheiterten Musikkonzert des vorigen Jahres waren viele Leute skeptisch und konnten nicht glauben, dass dieses Festival tatsächlich stattfinden würde. Doch die diesjährige Veranstaltung war echt cool: Der Ort und die Arbeitsatmosphäre, sowie die durchgeführten Aktivitäten haben laut Feedback, das wir bisher erhalten haben, Kribialerinnen und Kribialern gut gefallen.
Im Rahmen der Kribiale bilden LehrerInnen LehrerInnen fort!
Zum Auftakt des Freitagprogramms gab es in Lobé eine Ortssanierung, gefolgt von sportlichen Aktivitäten am Strand. Um 11 Uhr begann eine Lehrerfortbildung zum Thema: „Powerpoint im Deutschunterricht“ am Lycée Bilingue de Kribi mit Herrn Dieudonné Eman (Kribi) und Herrn Alain Tasse (Ebolowa) als Referenten. Zu bedauern bleibt aber die geringe Teilnehmerzahl (10). Ziel dieses Lehrerseminars war es, den Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern vor Ort Impulse zum Gebrauch von digitalen Medien im DaF-Unterricht am Beispiel von Powerpoint als Publikationsmittel zu geben. Die Teilnehmer konnten also landeskundlichen und grammatischen Lehrstoff mit Hilfe des Powerpoint-Programms didaktisieren.
Auch im Ausland sind sehr viele Fans der Kribiale…
Genau um 12.00 Uhr hat die vorgesehene Internet-Liveschaltung mit der Herrmann-Voss Realschule in Wipperfürth angefangen, wobei die Kommunikation gut gelaufen ist. Erwünscht war ein Schüler-Schüler-Austausch wie in den vorigen Jahren. Aber wegen schlechten Wetters und Karnevals in Deutschland musste der Unterricht in Wipperfürth ausfallen. Also kamen speziell von seiten des bergischen Landes einige Mitarbeiter wie Frau Susanne Eckahrdt, Frau Gaby Biesenbach und Herr Höttermann zum Gesprächstermin. Zu den kamerunischen Gesprächspartnern gehörten außer den beiden Organisatoren, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Herr Rößler, Frau Abbing und Frau Mouchango), sowie das Goethe-Institut Kamerun (durch Herrn Uwe Jung und Frau Thekla Worch vertreten). Dieser ersten Phase unseres Gesprächsforums folgte eine zweite mit der ehemaligen Praktikantin im Goethe-Institut Kamerun und heutigen Kribialerin aus Berlin, Nina Reichert. Wir hatten auch vor, mit Thomas Frahm und Marc-André Schmachtel zu „skypen“. Leider mussten unsere Impulsgeber Herr Thomas Frahm (Dänemark) und Herr Marc-André Schmachtel (Kamerun) aus dienstlichen Gründen in München kurzfristig absagen.
Kleine Führung zum Leuchtturm in Kribi
Einige Schritte von der „Marina“ entfernt, dem Ort der Liveschaltung, fand eine kleine Führung zu dem Leuchtturm statt, wo Herr Joseph Kamte uns erwartete. Dieser Leuchtwächter erzählte den Besuchern, wann, wozu und wie lange der Turm gebaut wurde. Dieser Turm an der Küste in Kribi, an dessen Licht sich deutsche Schiffe einst orientieren konnten, hatten die Organisatoren der KRIBIALE absichtlich ausgewählt. Er wurde Ausgangspunkt bzw. „Landungsbrücke“ aller Kribialerinnen und Kribialer getauft. Tatsächlich war dieser Ort das Eingangstor der Deutschen in Kamerun in der Zeit vor und während der Kolonisation. Diesen Spuren der Geschichte möchten wir bei Gelegenheit mit der KRIBIALE nachgehen, ehe die kulturellen oder sprachlichen Aktivitäten unternommen werden. Unsere Gäste aus Jaunde konnten ihre Begeisterung nicht zurückhalten, als sie feststellten, dass der Ort nach den Farben der deutschen Fahne gestrichen war. Die KRIBIALE betrachtet somit diesen Symbolort als Tor zur Heimreise und zugleich als Anlagestelle der Kribialerinnen und Kribialer und will ihn deshalb jederzeit so streichen.
Die Kribiale ist auch eine Plattform zur Informationsbeschaffung…
Wegen Verspätung beim Aufbau des Materials vom Goethe-Institut und zum Teil auch wegen der Führung zum Leuchtturm, die ein bisschen länger gedauert hat als vorgesehen, beginnt die große Podiumsdiskussion zum Thema « Relations germano-camerounaises. Etudes supérieures, bourses d’étude et vie quotidienne en Allemagne: des réponses à toutes vos questions » erst um 14:45 Uhr mit der Eröffnungsrede von Thierry Endante, gefolgt von den Grußworten des Chiefs Eko Roosevelt an die vielen Referenten und Teilnehmer (über 100). Letztere bestanden hauptsächlich aus Schülern, Studenten, Lehrern, Deutschsprechenden und Nicht-Deutschsprechenden. Der gemeinsame Nenner dabei war die Liebe zu der deutschen Sprache und Kultur:
Die Studenten des CENAJES-Kribi wurden als zukünftige Betreuer der Jugendlichen im Kulturbereich gebeten, sich zu informieren, um später ihre Erfahrung mit ihren Schülern zu teilen. Außerdem waren die meisten Kribialerinnen und Kribialer ehemalige Deutschschüler, die bei dieser Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse aktualisieren konnten.
Die Referenten waren: Herr Rößler (Moderator), Frau Mouchango und Frau Abbing von der Deutschen Botschaft in Kamerun, Herr Ludovic Etoundi vom Koordinationsbüro Kamerun und Herr Uwe Jung vom Goethe-Institut Kamerun. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden fruchtbaren Austauschs war die Konferenz zu Ende und ließ privatem Small Talk und Kontaktaustausch freien Raum.
Teilnehmende Schülerinnen und Schüler lernen, sich auf einer Messe zu „verkaufen“
In der Zwischenzeit, d.h. von 17.15- 18.30, fand die „Grande exposition“ statt. Während im Hintergrund deutsche Musik, daneben auch Trommel und afrikanischer Tanz erklangen, waren die Aussteller vor dem Konferenzraum schon bereit, ihre Besucher zu empfangen. Ziel dieser Schülermesse war es, den Jugendlichen und den deutschen Einrichtungen zu ermöglichen, sich besser zu verkaufen. Wissenschaftliche Arbeiten und Kunstwerke der Schüler und Studenten konnte man hier entdecken und in Ruhe bewundern.
Zu bedauern war der Mangel an Informationsbroschüren und Faltprospekten zum Mitnehmen, die die eingeladenen deutschen Institutionen hätten mitbringen sollen.
Zu einem Festival gehören auch Filme: Der Filmabend Gegen 20 Uhr wurden vier deutsche Kurzfilme, „Meine Eltern“, „Gregors größte Erfindung“, „Talks“ und „Björn oder die Hürden der Behörden“ vom Goethe-Institut vorgeführt. Sehr gute und spannende Filme, das konnte man leicht an den Gesichtern der Zuschauer ablesen. Was uns an diesem Filmabend gestört hat, war das Fehlen des Wettbewerbs. Es wurde mit den Filmmacher-Studierenden der Universität Jaunde I abgemacht, dass die Kriterien zur Auswahl des besten Kurzfilms erarbeitet und den Zuschauern mitgeteilt werden sollten.
Ums Feuer wird getanzt und getrunken: Der „Soir au village“
Nach dem Abendessen verabschiedeten sich einige Gäste, während die anderen dabei blieben und sich nach dem Rhythmus des traditionellen Batanga-Tanzes mit Tam-Tam ums Feuer bewegen konnten. Palmwein war auch dabei. Es war also sehr viel los bis etwa 23 Uhr. Der Freitag war ansonsten echt … cool!
Kribiale-Deutsch-Olympiade
Das Samstagprogramm begann am frühen Morgen mit dem erfolgreichen Besuch der Lobe-Wasserfälle, wo unsere Gäste mit viel Vergnügen mit dem Boot über den Lobe-Fluss fahren konnten. Gleich danach kam ein unerwarteter strömender Regen, der als Folge dazu geführt hat, dass die meisten betreuenden Teilnehmer von der Stadt Kribi nicht nach Lobe kommen konnten, sodass die KRIBIALE Deutscholympiade sehr spät angefangen hat. Folglich konnten nur ein paar Aktivitäten durchgeführt werden. Dieses Programm der Olympiade war insofern wichtig, als sie den beteiligten Schülern die Möglichkeit gab, ihre Sprachkenntnisse und ihre Allgemeinbildung zu aktualisieren. Es war eine Herausforderung, wo Schüler ihre Grenzen erproben konnten.
Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante
Im Rahmen der Kribiale bilden LehrerInnen LehrerInnen fort!
Zum Auftakt des Freitagprogramms gab es in Lobé eine Ortssanierung, gefolgt von sportlichen Aktivitäten am Strand. Um 11 Uhr begann eine Lehrerfortbildung zum Thema: „Powerpoint im Deutschunterricht“ am Lycée Bilingue de Kribi mit Herrn Dieudonné Eman (Kribi) und Herrn Alain Tasse (Ebolowa) als Referenten. Zu bedauern bleibt aber die geringe Teilnehmerzahl (10). Ziel dieses Lehrerseminars war es, den Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern vor Ort Impulse zum Gebrauch von digitalen Medien im DaF-Unterricht am Beispiel von Powerpoint als Publikationsmittel zu geben. Die Teilnehmer konnten also landeskundlichen und grammatischen Lehrstoff mit Hilfe des Powerpoint-Programms didaktisieren.
Auch im Ausland sind sehr viele Fans der Kribiale…
Genau um 12.00 Uhr hat die vorgesehene Internet-Liveschaltung mit der Herrmann-Voss Realschule in Wipperfürth angefangen, wobei die Kommunikation gut gelaufen ist. Erwünscht war ein Schüler-Schüler-Austausch wie in den vorigen Jahren. Aber wegen schlechten Wetters und Karnevals in Deutschland musste der Unterricht in Wipperfürth ausfallen. Also kamen speziell von seiten des bergischen Landes einige Mitarbeiter wie Frau Susanne Eckahrdt, Frau Gaby Biesenbach und Herr Höttermann zum Gesprächstermin. Zu den kamerunischen Gesprächspartnern gehörten außer den beiden Organisatoren, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Herr Rößler, Frau Abbing und Frau Mouchango), sowie das Goethe-Institut Kamerun (durch Herrn Uwe Jung und Frau Thekla Worch vertreten). Dieser ersten Phase unseres Gesprächsforums folgte eine zweite mit der ehemaligen Praktikantin im Goethe-Institut Kamerun und heutigen Kribialerin aus Berlin, Nina Reichert. Wir hatten auch vor, mit Thomas Frahm und Marc-André Schmachtel zu „skypen“. Leider mussten unsere Impulsgeber Herr Thomas Frahm (Dänemark) und Herr Marc-André Schmachtel (Kamerun) aus dienstlichen Gründen in München kurzfristig absagen.
Kleine Führung zum Leuchtturm in Kribi
Einige Schritte von der „Marina“ entfernt, dem Ort der Liveschaltung, fand eine kleine Führung zu dem Leuchtturm statt, wo Herr Joseph Kamte uns erwartete. Dieser Leuchtwächter erzählte den Besuchern, wann, wozu und wie lange der Turm gebaut wurde. Dieser Turm an der Küste in Kribi, an dessen Licht sich deutsche Schiffe einst orientieren konnten, hatten die Organisatoren der KRIBIALE absichtlich ausgewählt. Er wurde Ausgangspunkt bzw. „Landungsbrücke“ aller Kribialerinnen und Kribialer getauft. Tatsächlich war dieser Ort das Eingangstor der Deutschen in Kamerun in der Zeit vor und während der Kolonisation. Diesen Spuren der Geschichte möchten wir bei Gelegenheit mit der KRIBIALE nachgehen, ehe die kulturellen oder sprachlichen Aktivitäten unternommen werden. Unsere Gäste aus Jaunde konnten ihre Begeisterung nicht zurückhalten, als sie feststellten, dass der Ort nach den Farben der deutschen Fahne gestrichen war. Die KRIBIALE betrachtet somit diesen Symbolort als Tor zur Heimreise und zugleich als Anlagestelle der Kribialerinnen und Kribialer und will ihn deshalb jederzeit so streichen.
Die Kribiale ist auch eine Plattform zur Informationsbeschaffung…
Wegen Verspätung beim Aufbau des Materials vom Goethe-Institut und zum Teil auch wegen der Führung zum Leuchtturm, die ein bisschen länger gedauert hat als vorgesehen, beginnt die große Podiumsdiskussion zum Thema « Relations germano-camerounaises. Etudes supérieures, bourses d’étude et vie quotidienne en Allemagne: des réponses à toutes vos questions » erst um 14:45 Uhr mit der Eröffnungsrede von Thierry Endante, gefolgt von den Grußworten des Chiefs Eko Roosevelt an die vielen Referenten und Teilnehmer (über 100). Letztere bestanden hauptsächlich aus Schülern, Studenten, Lehrern, Deutschsprechenden und Nicht-Deutschsprechenden. Der gemeinsame Nenner dabei war die Liebe zu der deutschen Sprache und Kultur:
Die Studenten des CENAJES-Kribi wurden als zukünftige Betreuer der Jugendlichen im Kulturbereich gebeten, sich zu informieren, um später ihre Erfahrung mit ihren Schülern zu teilen. Außerdem waren die meisten Kribialerinnen und Kribialer ehemalige Deutschschüler, die bei dieser Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse aktualisieren konnten.
Die Referenten waren: Herr Rößler (Moderator), Frau Mouchango und Frau Abbing von der Deutschen Botschaft in Kamerun, Herr Ludovic Etoundi vom Koordinationsbüro Kamerun und Herr Uwe Jung vom Goethe-Institut Kamerun. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden fruchtbaren Austauschs war die Konferenz zu Ende und ließ privatem Small Talk und Kontaktaustausch freien Raum.
Teilnehmende Schülerinnen und Schüler lernen, sich auf einer Messe zu „verkaufen“
In der Zwischenzeit, d.h. von 17.15- 18.30, fand die „Grande exposition“ statt. Während im Hintergrund deutsche Musik, daneben auch Trommel und afrikanischer Tanz erklangen, waren die Aussteller vor dem Konferenzraum schon bereit, ihre Besucher zu empfangen. Ziel dieser Schülermesse war es, den Jugendlichen und den deutschen Einrichtungen zu ermöglichen, sich besser zu verkaufen. Wissenschaftliche Arbeiten und Kunstwerke der Schüler und Studenten konnte man hier entdecken und in Ruhe bewundern.
Zu bedauern war der Mangel an Informationsbroschüren und Faltprospekten zum Mitnehmen, die die eingeladenen deutschen Institutionen hätten mitbringen sollen.
Zu einem Festival gehören auch Filme: Der Filmabend Gegen 20 Uhr wurden vier deutsche Kurzfilme, „Meine Eltern“, „Gregors größte Erfindung“, „Talks“ und „Björn oder die Hürden der Behörden“ vom Goethe-Institut vorgeführt. Sehr gute und spannende Filme, das konnte man leicht an den Gesichtern der Zuschauer ablesen. Was uns an diesem Filmabend gestört hat, war das Fehlen des Wettbewerbs. Es wurde mit den Filmmacher-Studierenden der Universität Jaunde I abgemacht, dass die Kriterien zur Auswahl des besten Kurzfilms erarbeitet und den Zuschauern mitgeteilt werden sollten.
Ums Feuer wird getanzt und getrunken: Der „Soir au village“
Nach dem Abendessen verabschiedeten sich einige Gäste, während die anderen dabei blieben und sich nach dem Rhythmus des traditionellen Batanga-Tanzes mit Tam-Tam ums Feuer bewegen konnten. Palmwein war auch dabei. Es war also sehr viel los bis etwa 23 Uhr. Der Freitag war ansonsten echt … cool!
Kribiale-Deutsch-Olympiade
Das Samstagprogramm begann am frühen Morgen mit dem erfolgreichen Besuch der Lobe-Wasserfälle, wo unsere Gäste mit viel Vergnügen mit dem Boot über den Lobe-Fluss fahren konnten. Gleich danach kam ein unerwarteter strömender Regen, der als Folge dazu geführt hat, dass die meisten betreuenden Teilnehmer von der Stadt Kribi nicht nach Lobe kommen konnten, sodass die KRIBIALE Deutscholympiade sehr spät angefangen hat. Folglich konnten nur ein paar Aktivitäten durchgeführt werden. Dieses Programm der Olympiade war insofern wichtig, als sie den beteiligten Schülern die Möglichkeit gab, ihre Sprachkenntnisse und ihre Allgemeinbildung zu aktualisieren. Es war eine Herausforderung, wo Schüler ihre Grenzen erproben konnten.
Jean Léopold Leumassi und Georges Thierry Endante
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