Mittwoch, 1. Juni 2022

Start ins digitale Unterrichten

Präsenzseminar mit online-Erweiterung am 28.05.2022 in Douala


Am Samstag, dem 28. Mai 2022, wurde ein Präsenzseminar für die DaF-Lehrkräfte in Douala veranstaltet. Geleitet wurde es von zwei Deutschlehrern, nämlich Serge Eke und Stéphane Konlack. Alles fand unter der Koordination des Goethe Instituts Kamerun statt. Besucht wurde die Fortbildung von den Deutschlehrkräften aus den Küsten- und Südwest-Regionen Kameruns.

Die Ziele waren:










- die verschiedenen Formen des Online-Lernens kennenzulernen und sie voneinander unterscheiden können

- digitale Tools zu erkennen und sie nach Erprobung beurteilen können

- die Arbeit mit einem QR-Code erproben können

- den effektiven Einsatz von digitalen Tools im Unterricht reflektieren können.

Das Seminar begann um 8 Uhr 30 mit dem Grußwort des Fachberaters für Deutsch in der „Littoral Region“, Herrn Teboup Foko Marcel. Dann ergriff Serge Eke das Wort und fokussierte hauptsächlich auf die Entwicklung und Vertiefung der digitalen Kompetenz der Teilnehmenden für die Unterrichtspraxis. Stéphane Konlack führte weiter mit einem Vortrag über die Nutzung des Internets für den Deutschunterricht. 

Im Prozess der Digitalisierung der Unterrichtspraxis sollen die Lehrenden zwischen der Nutzung außerhalb des Unterrichtsgeschehens, der Back-Office Nutzung und der Nutzung innerhalb des Unterrichtsgeschehens, der Front-Office Nutzung unterscheiden können. Bei der „Front-Office Nutzung“ lassen sich folgende Unterrichtsverfahren unterscheiden, nämlich:

*der Online-Live Unterricht: in diesem Fall verläuft die Kommunikation zwischen der Lehrperson und den Lernenden über ein digitales Konferenztool

*der Online-Unterricht: hier erfolgt die Wissensvermittlung über ein virtuelles Klassenzimmer oder eine virtuelle Lernplattform

*das Blended- Learning: eine Kombination aus Online- und Präsenzunterricht. Hier erfolgt der Lernprozess sowohl synchron als auch asynchron. In diesem Sinne steht synchrone Kommunikation für eine zeitgleiche Kommunikation“, aber asynchrone Kommunikation steht für eine zeitversetzte“.

Das Seminar ging weiter mit verschiedenen digitalen Angeboten für Gruppenarbeit, die die Teilnehmer erprobten.











Insbesondere VocarooLearningAppsKahoot, DeutscheWelle und Padlet. Die sollten sich gründlich mit den oben genannten Schwerpunkten befassen, bevor sie ihre Ergebnisse im Plenum präsentierten.








Der letzte Teil des Seminars war eine Online-Live Videokonferenz mit Zoom unter verschiedenen Kollegen aus Douala, Yaoundé und Gabun. Es war wirklich praktisch, spannend, interaktiv und lehrreich.

Das Treffen, das um 8Uhr 30 begann, schloss um 18 Uhr mit der Aufforderung des Fachberaters Herrn Teboup Marcel an die verschiedenen Teilnehmer*innen, die frisch erworbenen technisch-medialen Unterrichtsmethoden in ihren beruflichen Aktivitäten „digital“ einzusetzen.

William CHANTCHO. DaF- Lehrkraft Douala

Dienstag, 26. April 2022

Wasserstoff aus Afrika

 "Die Pläne Deutschlands und Europas, künftig große Mengen an Wasserstoff aus den Ländern des Südens zu importieren, können für diese eine große Chance sein – aber nur, wenn dafür verbindliche Kriterien festgelegt werden, die die lokale Entwicklung berücksichtigen. Andernfalls könnte der Strom- und Wasserbedarf der Wasserstoffproduktion sich auch als hinderlich erweisen und zu neuem „wirtschaftlichen Kolonialismus“ führen. Davor warnt eine im Auftrag der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellte Studie des Forschungsunternehmens Arepo, die der taz vorliegt. [...]" (M. Kreutzfeldt in: taz 26.4.22)

Montag, 4. April 2022

Gabun: Ende der restriktiven Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Corona Virus

 

Die gabunische Regierung hat kürzlich die restriktiven Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 aufgehoben. Diese restriktiven Maßnahmen lauteten wie folgt:

Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr, Maskenpflicht in öffentlichen Orten, Quarantäne im Hotel auf Kosten von Reisenden, die aus Ausland kommen, Vorlage eines negativen Covid-Tests oder eines Impfpasses für Reisen innerhalb des Landes. Kurz gesagt, die Vorlage eines gesundheitlichen Passes. Dazu kommt auch die Begrenzung von öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen auf 30 Personen maximal. Bei über 30 Personen war die Vorlage einer behördlichen Genehmigung unbedingt erforderlich.

Mit der Schließung von Restaurants, Kneipen, Diskotheken usw. wurde das Leben immer schwerer und langweiliger. So wurde die Wirtschaft durch diese Maßnahmen stark betroffen.

Jetzt kann man wieder Leute ohne Maske in den Bussen, in den Supermärkten, auf dem Hof von Schulen und an anderen öffentlichen Orten sehen.

Das Ende dieser Maßnahmen wurde im nationalen Fernsehen vom gabunischen Präsidenten Ali Bongo persönlich angekündigt. Anschließend beauftragte er die Regierung mit deren sofortigen Umsetzung. Die Leute betrachten diese Rede als ein Aufatmen nach zwei Jahren, in denen das Leben sehr schwierig geworden war.

Diese neuen Maßnahmen betreffen jedoch internationale Reisende nicht. Die Vorlage eines negativen Covid-Tests ist weiterhin erforderlich. Die Landesgrenzen bleiben geschlossen, außer für den Güterverkehr. Die Reisenden müssen an Landesgrenzen neben einem negativen Covid-Test eine Sondergenehmigung des Innenministeriums von Gabun vorlegen.

Evariste Roger FOSONG, Gabun

Mittwoch, 16. März 2022

Nationale Deutscholympiade 2022: Finale am Goethe-Institut Jaunde - KAMERUN

 Am Samstag, dem 12. März 2022 wurde am Goethe-Institut das Finale der Nationalen Olympiade veranstaltet. 20 Schüler aus den zehn Regionen Kameruns, darunter 10 Jungen und 10 Mädchen wurden nach Jaunde eingeladen, um am Wettbewerb teilzunehmen. Das Ziel war es, die besten Schüler herauszufiltern, die an einem Jugendcamp in Douala von dem 14. bis zum 23. Juli teilnehmen werden.

Um 7 Uhr 30 wurden die Bewerber(innen) herzlich empfangen. Wegen der Corona- Pandemie wurden die gesundheitlichen Regelungen beachtet. Nach dem Begrüßungswort durch den Projektkoordinator am Goethe-Institut Stéphane Konlack folgte das Frühstück. Um 8 Uhr wurde den Kandidaten das Prüfungsformat vorgetragen. Es bestand aus Lesen, Hören, schriftlicher Produktion und mündlicher Evaluierung. 





















Während die Bewerber(innen) sich mit der Prüfung befassten, wurde den Begleitlehrern (innen) ein Fortbildungsseminar zum Thema „Digitale Tools im Deutschunterricht“ angeboten. Es dauerte ca. 3 Stunden und wurde von Nadège Tchuinang geleitet. In ihrem Referat zeigte sie auf, inwieweit moderne Tools in den Deutschunterricht eingesetzt werden können, um ihn spannend, attraktiv, aktuell und innovativ zu machen. Digitale Tools schaffen so bei den Lernenden Kreativität, Begeisterung und Erfolgsmotivation. Um 13 Uhr wurde das Mittagessen angeboten. Bei dieser Gelegenheit tauschten sich die Bewerber(innen) mit Deutschen über aktuelle landeskundliche Informationen aus Deutschland aus. Dabei ergab sich, dass ausländische Jugendliche unter 18 Jahren keine Reise nach Deutschland ohne Impfung mit zertifizierten Impfstoff antreten dürfen. Aus diesem Grund darf dieses Jahr kein Bewerber aus Kamerun nach Deutschland fliegen, weil die kamerunische Regierung den für Jugendliche zertifizierten Impfstoff noch nicht zur Verfügung hat.
















Um 14 Uhr wurden die Bewerber(innen) in den Kinoraum eingeladen. Sie konnten sich einen Film, dessen Titel „der Schwarzfahrer“ lautete, anschauen. So erfuhren sie, dass Europa kein Paradies ist. Die Szene spielte sich in der Hauptstadt Berlin ab. Eine echte alte Berlinerin fuhr im Film „schwarz“ mit der Straßenbahn, weil sie nicht imstande war, sich einen Fahrausweis zu kaufen.

Um 15 Uhr wurden die Ergebnisse bekanntgemacht. Dann wurden den Bewerbern(innen) Preise verliehen und den besten Zeugnisse übergeben. Die zehn besten Bewerber(innen) dürfen an einem Sommercamp vom 14. bis zum 23. Juli in Douala mit anderen Preisträgern aus verschiedenen Ländern der ganzen Welt teilnehmen.

Die Zeremonie schloss sich mit dem Wort des nationalen Fachberaters für Deutsch in Kamerun, Akoa Ambassa Cyrille ab. Er bedankte sich herzlich bei dem Goethe-Institut für diese tolle Initiative und ermutigte Schüler(innen), sich weiter für Deutsch zu qualifizieren. Schließlich wurde zur Erinnerung ein Gruppenfoto genommen.


William CHANTCHO, Douala - KAMERUN

Sonntag, 6. März 2022

Nachrichten zum Krieg in der Ukraine

Flüchtlinge

"Seit dem Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine sind nach Angaben des Chefs des UN-Flüchtlingshilfswerks, Filippo Grandi, mehr als 1,5 Millionen Menschen in andere Länder geflüchtet.

"Dies ist nun die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg", teilte die Organisation auf Twitter mit. In den kommenden Tagen würden weitere Millionen Menschen entwurzelt, wenn dieser sinnlose Konflikt nicht sofort beendet werde."

tagesschau.de 6.3.2022

Verhandlungen

US-Präsident Joe Biden hat mit dem Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Er meinte, Russland werde unter den Schäden, die es jetzt der Ukraine zufügt, noch zu leiden haben. So würden die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard Russland aus ihrem Geschäft ausschließen.

Die USA wollten ihre sicherheitsbezogenen, humanitären und wirtschaftlichen Hilfe für die Ukraine  steigern. Mitglieder des US-Kongresses kündigten Selenskyj an, es gehe um zehn Milliarden Dollar.

Der chinesische Außenminister Wang Yi sagte in einem Telefonat dem US-Außenminister Antony Blinken mit, er wünsche Verhandlungen, um die Krisensituation zu lösen. Es solle aber kein „Öl ins Feuer“ gegossen werden.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett war im Kreml, um mit Putin über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Er wolle im Konflikt vermitteln. Bei ihm war sein Berater, der aus der Ukraine stammt. Anschließend wird Bennet in Berlin mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz sprechen. 

(Quelle: Frankfurter Rundschau online 6.3.22)

zum Krieg

deutsche Wikipedia über den Krieg

französische Wikipedia über den Krieg

Tweets zu Ukraine


Donnerstag, 3. Februar 2022

Geflüchtet und wie geht es weiter?

Im Sommer 2020 hat das Seenotrettungsschiff Sea-Watch 4, das auf Initiative der EKD gekauft und eingesetzt wurde, 354 Menschen gerettet. Über vier von ihnen berichtet jetzt die Zeitschrift Chrismon in ihrer Februarnummer. Leider steht der Text nicht im Internet.

Einer von ihnen ist bereits einmal aus Deutschland, wo er in einem Fußballverein erfolgreich Tore geschossen hatte, in sein Heimatland Gambia abgeschoben worden. Jetzt ist er nach einer langwierigen Flucht und seiner Rettung wieder in Deutschland und hofft auf eine Fußballkarriere. 

Hilaire Mbakop, den manche von seinem Interview mit unserem Magazin und den Besprechungen von Holzfeuermärchen und Mambés Heimat kennen, unterrichtet jetzt Deutsch, Französisch und Englisch in Deutschland. 


Mittwoch, 17. November 2021

Seminar "Unterrichtsplanung und kooperatives Lernen" vom 13. 11. 2021

 Am Samstag, dem 13. November 2021, wurde in der Stadt Douala eine Fortbildung für die DaF Lehrkräfte organisiert. Geleitet wurde es von vier Deutschlehrern, nämlich Willi Chuisseu, Stéphane KonlackJoseph Fombain und Serge Eke . Das Seminar wurde unter der allgemeinen Koordination von der Expertin für Unterricht am Goethe Institut Kamerun, Kirsten Böttger veranstaltet.

Die Lernziele waren:

- mit modernen Tools einen Deutschunterricht effizient gestalten und durchführen

- Lerner und Lehrende an der Gestaltung des Lernprozesses beteiligen


Das Seminar begann um 9 Uhr mit dem herzlichen Grußwort von Kirsten Böttger an die verschiedenen Teilnehmer*innen, die übrigens Lehrkräfte aus den Küsten- und Südwest- Regionen Kameruns waren. 



Dann ergriff Willi Chuisseu das Wort mit seinem Exposé zum Schwerpunkt: „Von der traditionellen zur kooperativen Gruppenarbeit“. Er zeigte, wie der Lehrer kognitive Aktivitäten der Schüler*innen anregen kann. Dafür verwendete er das digitale Tool Padlet . „Padlet“ ist eine digitale Pinnwand, auf der Texte, Bilder, Videos, Links, Sprachaufnahmen, Bildschirmausschnitte und Zeichnungen abgelegt werden können.



Der nächste Referent war Stéphane Konlack, dessen Thema lautete: „Das individuelle Fördern als Merkmal eines guten Unterrichts“. Er präsentierte zuerst die zehn Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer, nämlich klare Strukturierung des Unterrichts, hoher Anteil echter Lernzeit, lernförderliches Klima, inhaltliche Klarheit, sinnstiftendes Kommunizieren, Methodenvielfalt, individuelles Fördern, intelligentes Üben, transparente Leistungen und vorbereitete Umgebung. Nach einer Pause von dreißig Minuten zum Mittagessen ergriff Joseph Fombain das Wort und referierte zum Thema: “Schüleraktivierende Arbeitsaufträge“. Er zeigte anhand des Konzepts „IMOS“ (Information – Methode - Organisation – Sozialform), wie die Schüler*innen Lernprozesse selbst gestalten können. .

Der letzte Vortragende Serge Eke sprach zum Thema: „Rollen der Lehrkraft im kooperativenLernen. Dabei präsentierte er nach den fünf Basiselementen des kooperatives Lernens (individuelle Verantwortlichkeit, positive Abhängigkeit, Sozial- und Teamkompetenz, Interaktion von Angesicht zu Angesicht, Prozessevaluation), welche Rollen die Lehrkraft im Lernprozess übernehmen kann. Sie kann in diesem Sinne Planer, Beobachter, Wegweiser, Arrangeur, motivationsschaffende Figur oder Unterweisender sein.

Das Treffen, das um 9 Uhr begann, schloss um 18 Uhr mit dem Appell von Kirsten Böttger ab, die frisch erworbenen Kenntnisse in kommenden Tagen im Unterricht einzusetzen.

William CHANTCHO, Daf Lehrkraft Douala