Sonntag, 9. Oktober 2011

Feier zum Tag der deutschen Einheit in Kamerun in der Deutschen Seemannsmission von Douala

Am 2. Oktober 2011 hat die Deutsche Botschaft in Kamerun eine offizielle Zeremonie zum Gedenken an die staatliche Einheit Deutschlands veranstaltet. Die Feierlichkeiten, die in der „Deutschen Seemannsmission“ von Douala stattfanden, wurden vom Botschafter, seiner Exzellenz Reinhard Buchholz, persönlich gestaltet. Sie begannen um 18:30 Uhr, das Programm gliederte sich in drei Hauptphasen :
- Empfang der Gäste durch den Botschafter und seine Frau
- Rede und Verteilung des Geburtstagskuchens
- Eröffnung des Büfetts und Belustigungen
Ankunft und Empfang der Gäste
Alle Gäste wurden bei ihrer Ankunft in der „Seemannsmission“ in Douala vom Botschafter, seiner Exzellenz Reinhard Buchholz, und seiner Frau Sibylle herzlich empfangen. Ich hatte persönlich auch die Ehre. Ich freute mich dabei auf das Wiedersehen nach unserem letzten Zusammentreffen im Juli in Jaunde anlässlich des Jubiläums zum 50. Geburtstag der Gründung des Goethe – Instituts Kamerun. Mir ist aufgefallen, dass der Botschafter wirklich ein offener, gastfreundlicher und bescheidener Mann ist.
An den Empfang schloss sich die Rede des Botschafters an. Vor seiner Rede wurden die deutsche und die kamerunische Hymne gesungen, dann folgte das Gebet eines Pfarrers. In seiner Rede betonte der Botschafter die ausgezeichneten diplomatischen Beziehungen, die Deutschland und Kamerun seit etwa 40 Jahren unterhalten. Er ließ auch wissen, dass sich zurzeit ungefähr zwanzigtausend Kameruner in Deutschland aufhalten und dass fünftausend kamerunische Studenten deutsche Hochschulen besuchen. Dann rief er uns die deutsche Geschichte in Erinnerung, vom „Kalten Krieg“ über den Bau der Berliner Mauer bis hin zur Revolution von 1989, die im Zusammenbruch der Mauer kulminierte. Deutschland feierte so das Ende der Existenz von zwei Staaten und damit die Restauration des gemeinsamen Staatsgefühls. Damals sagte der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt Folgendes:
Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“
Die Bilder der Demonstrationen in der arabischen Welt seit dem Frühling zeigen, dass immer mehr Menschen nach Demokratie, Meinungsfreiheit, freiem Leben und Menschenrechten streben. Dies gilt für die Entwicklungsländer genauso wie für die Industrieländer.
Im Anschluss an die Rede wurde der Kuchen zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 feierlich angeschnitten und verteilt. Dabei sollte erwähnt werden, dass der Kuchen zum 21. Geburtstag der deutschen Einheit in den Farben der deutschen Flagge gebacken wurde : schwarz - rot - gold.
Die letzte Phase der Feier bestand in Essen und Trinken. Das Menü war abwechslungsreich und lecker, und jeder Gast konnte sich ganz nach seinem Belieben bedienen. So äußert sich die Demokratie, auch wenn man mit Speisen und Getränken zu tun hat.

Meine persönliche Erfahrung
Bei dieser Feier in der „ Seemannsmission“ in Douala ist mir besonders aufgefallen, dass die Deutschen wirklich auf ihre Einheit stolz sind. Sie halten fest an den Werten: Einigkeit, Recht, Freiheit und bilden ein starkes und vereintes Volk.

Wir Kameruner wünschen uns, dass solche Werte in dieser Zeit der Präsidentenwahlen als Muster dienen, um Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte wieder herzustellen.

William CHANTCHO Douala - Kamerun

Montag, 3. Oktober 2011

Tipps zur Literatursuche, wenn keine größere Bibliothek erreichbar ist

Christian Spannagel hat mit Studenten aus Mosambik eine Zusammenstellung der verschiedenen Möglichkeiten vorgenommen (hier der Link).
Etwas ältere allgemeinere Hinweise findet man hier zusammengestellt.

Montag, 26. September 2011

Besuch im Lamida


Es ist aber höchste Zeit, dass wir unsere
Begegnung mit dem Anderen, dem Fremden,
und hier mit dem Deutschen nicht auf Kosten
der Zerstörung unseres Selbst betreiben.
Kum’a Ndumbe III: „Afrika ist im Aufbruch,
Afrika ist die Zukunft"

Am 4. Mai 2011 haben die Schüler der Abschlussklasse begleitet von ihrem Deutschlehrer das Lamidat von Ngaoundéré besucht. Unter dem Motto „Wenn die Fremdsprache der lokalen Kultur begegnet“ lernen die Schüler, Fremdsprache und eine andre Kultur miteinander zu verbinden. Die Sprache ist das Vehikel der Kultur. Die lokale Kultur wird durch die deutsche Sprache wahrgenommen, in dem alltäglichen Verkehr mit Leuten verwendet und vermittelt. Hier wird die Interkulturalität, eins der Hauptziele des Fremdsprachenlernens, Wirklichkeit. Inter- und Multikulturell lernen und lehren bezieht sich nicht nur auf die Deutsch-Kamerunische Kultur, sondern auch auf die Kamerun-kamerunische Kulturkonstellation. Denn interkulturell handeln setzt Wissen über die Kulturpluralität des Gegenübers und eine reflektierte Haltung zur eigenen Identität voraus.
Schüler als potentielle Kulturträger, Bewohner und Förderer der globalisierten Welt sind alltäglich mit der Realität der interkulturellen Vielfalt konfrontiert.
Der Besuch im Lamidat von Ngaoundéré bringt die Lernenden dazu, das Interesse an der kulturellen Bereicherung ihrer näheren Umgebung zu wecken und eine mögliche Berufskarriere aufzuzeigen, wie zum Beispiel die eines Reiseführers oder eines Kulturingenieurs..
Schüler aus den verschiedenen Regionen stehen manchmal der lokalen Kultur fremd gegenüber. Sie können die Sprache der Gastregion nicht sprechen. Die Sitten und Gebräuche sowie die Lebensweise des Gegenübers sind ihnen fremd. Sie bleiben bei den oberflächlichen oder mit Stereotyp verbundenen Kulturelementen.
So ist unsere jüngere Generation kulturell arm, anstatt die Möglichkeit einer Verbindung zweier Kulturen zu nutzen. Eltern sollten ihre Kinder dabei unterstützen, sich in mehrere Kulturen einzuleben. Wenn die Eltern aber selbst kulturell unbewusst sind, kann dieses lokale Wissen in der Schule erworben werden.
Die Schüler lernen zum Beispiel sich mit einer anderen lokalen Kultur zu versöhnen. Sie erleben, wie man mit kulturellen Gegenständen sowie kulturellen Trägern Kontakt pflegt. Sie lernen auch, wie man den König (Lamido) begrüßt, wie man sich am Hof von Lamida präsentiert: (Man soll barfuß den Hof betreten und die Frauen sollen den Kopf verschleiern). Die traditionelle Macht ist hierarchisch strukturiert. Solche Integrationselemente schaffen ein besseres Verstehen des Anderen besonders in einem Land mit breiter Kulturlandschaft.

„Lamida“, der Wohnsitz des Lamido, ist eine große Wohngemeinschaft mit vielen Abteilungen.
Er wurde vor knapp zweihundert Jahren von Yerima Bello aus Nigeria gegründet. Dieser kam nach Ngaoundéré im Rahmen der Missionierung der Einheimischen zur islamischen Religion eingeführt von Ousman dan Fodio, der Schwarzafrika von Mali bis Nigeria zum Islam bekehrt hatte. Die Herrschaft des Lamido dehnt sich über hunderte Kilometer in der Region bis zur nächsten Herrschaftsgrenze. Häuptlinge, ländliche- und städtische Bevölkerung sind dem Lamido untergeordnet. Seine Macht ist groß: er ernennt verschiedene Häuptlinge, verteilt Land an die Einwohner und schlicht Streit. Er kann die Wahl eines Präsidenten oder die Ernennung eines Oberbeamten beeinflussen. Der Lamido verkörpert die geistliche, die politische und die traditionelle Macht.
Seine Machtausübung und die staatliche Macht verlaufen in einem perfekten Synkretismus. Beide Verwaltungen ergänzen sich bei der Sicherung der sozialen Ordnung und des Friedens. Der Sitz des Lamido ist eine riesige Wohngemeinschaft mit Erfahrungen von Jahrhunderten.

Der Hof hat eine hierarchische Struktur, die dem modernen Staat gleicht. Der „Kaigama Foulbe“ ist steht zum Beispiel unmittelbar unter dem Lamido und gilt als Kanzler. Der “SarkinYaki“ ist der Verteidigungsminister: Er leitet die Armee und garantiert die Sicherheit am Hof. Die „Yerima“, auch Prinzen genannt, sind potenzielle Nachfolger des Lamido. Ganz unten stehen die Untertanen. Es gibt leider keine Möglichkeit von der niedrigen zur oberen Schicht aufzusteigen. Der Hof lässt sich nur langsam von der Moderne beeinflussen. Das Büro des Lamido ist aber hochmodern:
es verfügt über Computer, Klimaanlagen, Telefonanschluss usw. Dem Hofführer fällt es schwer, dem Besucher eine kohärente Geschichte zu erzählen, denn der Hof ist von vielen Verboten geprägt.
Geheimnisse und das Schweigen sind die Säule der traditionellen Macht. Nur dreiviertel des Hofes ist dem Besucher offen. Das private Appartement des Lamido, das von seinen 31 Kindern und die private Appartements seiner vier Frauen sind dem Besucher verschlossen.

Jean Francois BAPACK
Government Bilingual High School Ngaoundéré

Donnerstag, 1. September 2011

Über Scham II

Milgram hat nicht nur ein Experiment über Autorität gemacht, sondern - unbeabsichtigt - auch eines über Scham.

Er schickte Studenten aus, sie sollten im Bus, wenn noch Plätze frei waren, Passagiere auffordern, bitte aufzustehen, sie wollten sich hinsetzen. Er wollte die Reaktion der Angesprochenen testen.
Dann wunderte er sich, weshalb recht viele Studenten von dem Projekt absprangen. Bis ein Student ihm erklärte, es sei gar nicht so leicht, bei dem Projekt mitzumachen.
Milgram probierte es selbst aus. Er ging in einen Bus und nahm sich vor jemanden anzusprechen und aufzufordern, aufzustehen. Es gelang ihm nicht. Schweiß brach ihm aus. Er wischte sich den Schweiß ab und merkte, dass seine Bewegungen fahrig wurden. Da stand eine junge Frau auf und sagte: "Wollen Sie sich nicht setzen?"

Offenbar schämt sich der Durchschnittsmensch mehr, als unverschämt zu gelten, als dass er sich schämt, Menschen zu misshandeln und zu töten, wenn eine Autorität es ihm befiehlt.

Inzwischen wird auf den verschiedensten Bereichen Scham abgebaut. "Das gehört sich nicht." bedeutet nicht mehr ein unbedingtes Tabu. Männer wagen es, sich originell zu kleiden. Frauen stellen immer offener ihren Körper zur Schau. Frauen bahnen offen Partnerbeziehungen an. Manche Männer reden - sogar mit Männern - über Gefühle.
(Freilich - so höre ich - in Beziehungen, wo die Partner schon viele Jahre unverheiratet zusammenleben, da darf sie nicht die Heirat vorschlagen. Gilt da "Das gehört sich nicht" oder ist es die Sorge, der Partner könnte die Bindungsverpflichtung so scheuen, dass er die Beziehung abbricht?)

Chodorkowski berichtet aus dem Gefängnis. Ein 23jähriger wegen Drogenbesitz Verhafteter soll "gestehen", einer Frau die Handtasche weggenommen zu haben. Er war dazu bereit, ...
"bis er die Beraubte sieht. Eine Rentnerin. Kolje sträubte sich. 'Ich habe Ältere nie angerührt, nur Gleichaltrige. Einer Alten das Letzte wegzunehmen - nein das unterschreibe ich nie. Da könnt ihr mich umbringen.'" (Frankfurter Rundschau vom 31.8.11)
Er wird verprügelt. In der Zelle begeht er Harakiri.

Wenn wir uns an die letzten Berichte von Übergriffen Jugendlicher auf Rentnerinnen und Rentner erinnern, so wissen wir, auch diese Schamgrenze wird längst überschritten.

Montag, 29. August 2011

Kann man aus der Geschichte lernen?

Man kann lernen, was früher passiert ist, man kann Geschichtszahlen lernen und man kann lernen, dass die meisten politischen Verhältnisse gar nicht so dauerhaft sind, wie sie es zu sein scheinen.
Oft bereitet sich ein Wechsel schon lange vorher vor und kommt dann in kurzer Zeit zum Vorschein.
Der arabische Frühling war ein Beispiel dafür, wie schnell das gehen kann. Bis nach dem Umbruch wieder stabile Verhältnisse entstehen, dauert es freilich meist deutlich länger.

Wenn die Verhältnisse sich wieder stabilisiert haben, vergisst man dann freilich meist, dass es überhaupt einmal anders war. Damit das nicht dauerhaft passiert, müssen wir uns mit der Geschichte beschäftigen.

Meist aber meinen wir aber mit der Frage, ob man aus der Geschichte etwas lernen kann, etwas anderes. Meist geht es uns nämlich um die Frage, ob man aus den Fehlern, die früher in der Geschichte gemacht worden sind, etwas lernen kann.

Da heißt die Antwort dann meist: Nein.
Dabei gibt es ungezählte Beispiele dafür, wie aus der Geschichte gelernt worden ist: Man hat gelernt, dass Sklaverei und Apartheid der Menschenwürde widersprechen und hat beide abgeschafft. Wenn sie trotzdem noch vorkommen, so ist doch jeder, der sie praktiziert, der öffentlichen Ablehnung ausgesetzt.
Man hat auch gelernt, dass das Abholzen der Wälder in Griechenland, Italien und Spanien, die alle einmal Raubbau mit ihren Wäldern getrieben haben, dazu führt, dass ganze Landstriche austrocknen und so der landwirtschaftliche Ertrag enorm sinkt. Deshalb ist die moderne Forstwirtschaft entwickelt worden, wonach immer nur so viel abgeholzt werden darf, wie auch nachwachsen kann.
Leider aber hat man nicht alles gelernt, was man daraus hätte lernen können.
Die Menschheit lässt weiter zu, dass Wälder unverantwortlich abgeholzt werden. Nur sind es jetzt vor allem die Regenwälder in den Tropen. Sie lässt weiter zu, dass mehr Rohstoffe verbraucht werden als nachwachsen (bei Erdöl, Kohle und auch bei Uran).

Die Menschen lernen zwar aus der Geschichte, aber immer nur sehr wenig. Und vor den meisten neuen Problemen stehen sie genauso unvorbereitet wie vor den alten und machen prinzipiell dieselben Fehler: Sie denken, sie hätten alles verstanden und könnten deshalb die Natur dauerhaft beherrschen. Sie glauben, sie könnten sich alles leisten, was sie wollen, weil sie das früher ja auch schon so gemacht haben. Sie sind übermütig, gierig, egoistisch. Das sind typisch menschliche Verhaltensweisen. Es hat zwar immer auch Menschen gegeben, die vernünftiger waren, aber meist waren sie eine kleine Minderheit.

Weshalb fällt es so schwer, aus der Geschichte zu lernen?
Wir sehen einen Fehler und denken, den mache ich nicht und fühlen uns besser als alle, die ihn damals gemacht haben. Dass die Welt sich aber so schnell ändert, dass immer neue Fehlermöglichkeiten eintreten, das übersehen wir gerne.
Mancher fühlt sich besser als die Menschen, die die Demokratie in Europa und in in einer Reihe von Staaten Afrikas aufgebaut haben, weil sie vorher so manches falsch gemacht haben.
Wir sollten damit aber vorsichtig sein: Die Fehler, die wir begehen werden, stehen noch nicht im Geschichtsbuch. Aus unseren Fehlern lernen wir erst, wenn wir sie gemacht haben, und auch das nur, wenn wir von denen lernen, die vor uns aus ihren Fehlern gelernt haben.

Wenn man jetzt vielleicht wissen will, was dieser Eintrag mit Autorität, Scham und  Personen, die als Jugendliche in der NSDAP waren, zu tun hat, kann man diesen Eintrag lesen.
Walter Böhme

Bekannte Deutsche, die in ihrer Jugend in der NSDAP waren

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die führenden Vertreter den Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) für ihre Verbrechen bestraft. Zunächst versuchten die Alliierten, auch alle anderen Parteimitglieder und höheren Beamten zu bestrafen, doch das wurde nie konsequent durchgeführt. Vermutlich vor allem, weil es so viele waren, und man die meisten von ihnen für den Aufbau der neuen Verwaltung usw. brauchte.
Menschen, die bei der Vernichtung der Juden mitgeholfen hatten oder in Konzentrationslagern schwere Verbrechen begangen hatten, wurden später (ab Anfang der 60er Jahre – Auschwitzprozesse) aber auch vor Gericht gestellt.

Erst deutlich später kam heraus, dass nicht wenige Personen, die in der Bundesrepublik eine sehr erfolgreiche Karriere als Politiker, Wissenschaftler oder Schriftsteller gemacht hatten, in ihrer Jugend Mitglieder der NSDAP geworden waren. Zum Teil waren das Personen, die besonders scharfe Kritik am Rechtsradikalismus geübt hatten.
Walter Böhme

Sonntag, 28. August 2011

Über Scham

Wie die Autorität so ist auch die Scham oft sehr nützlich.
Egoistisch, wie wir Menschen sind, würden wir uns sicher weit rücksichtsloser verhalten, als wir es tun, wenn wir uns nicht schämen würden, in der Öffentlichkeit als so rücksichtslos gesehen zu werden. Alte Menschen und kleine Kinder würden sicher oft beiseite gedrängt, wenn nicht jeder befürchten müsste, von den anderen Anwesenden scharf kritisiert zu werden. Und unsere Straßen wären sicher viel sauberer, wenn sich auch heute noch jeder schämen würde, etwas auf den Boden zu werfen.

Scham kann aber auch gefährlich sein.
Da gibt es vor allen unter männlichen Jugendlichen die Scham, als feige zu gelten, wenn man nicht bei gefährlichen Unternehmungen mitmacht. Statistiken haben nachgewiesen, dass die meisten tödlichen Unfälle am Anfang der Pubertät passieren.
Aber auch Gewaltanwendung durch eine Gruppe überschreitet nicht selten deswegen die Grenze zur Körperverletzung, weil keiner zugeben will, dass er „zu feige“ ist, brutal zuzuschlagen.

Bernhard Schlink hat in seinem Roman dargestellt, wie eine Frau lieber riskiert, als Mörderin bestraft zu werden, als dass sie zugibt, dass sie nicht lesen kann.
Walter Böhme